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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

kati133707.06.22 12:18
In der Realität oder auf dem Papier?
Ich habe von Freunden und Bekannten die kernsaniert habe bisher wirklich ernüchternde Fazite bekommen. Das wurde in allen mir zugetragenen Fällen deutlich teurer als zuvor angenommen, in einigen Fällen musste sogar nachfinanziert werden.
Die Meinungen gingen dazu dann von "war zwar scheiße, aber wir lieben das Ergebnis" bis hin zu "würde ich rückblickend sicher nicht mehr machen".

Vielleicht ist meine Stichprobe aber auch sehr pech-lastig, das weiß ich nicht.
TmMike_207.06.22 12:23
Ein Badezimmer, das im neubau 15k kostet, kostet in der Sanierung halt 20k.
Ist logisch, aber sollte man immer vor Augen haben.
bortel07.06.22 13:07
oder den Popo früh hoch kriegen ;-.)
Ich war immer um 5.30 im Büro und somit früh zu Hause. da muss man einfach mal durchziehen und das nicht nur über 1 Monat. Wir haben dadurch extrem gespart, aber auch, weil mein Dad immer da war und zu jeder Aufgabe bereit war.
Myrna_Loy07.06.22 13:47
sorry, das ist Schwachsinn. Unsere drei Bäder (Gäste-WC, Duschbad, Wannenbad), die komplett entkernt und neu aufgebaut wurden haben zusammen vor drei Jahren 18.000 Euro gekostet. Und da war die einzige Eigenleistung der Fliesenspiegel über den Waschbecken und der Boden des 4 qm Gästebads. Wir haben aber keine großformatigen Fliesen genommen und keine edel Armaturen sondern Mittelklasse von Hansgrohe - oder Grohe? - und Villeroy & Boch Standardmodelle.
bortel07.06.22 13:51
wenn du meinst, wir haben Elektro (mein dad war Elektriker), Trockenbau, Estrichdämmung, Gartenbau, 80 qm Terrasse in Drainbeton, Fassade dämmen, Baggern, einfahrt aufschottern, Dach, Zimmerarbeiten, Photovoltaikanlage überall allein gemacht, oder mitgewirkt von Bekannten die es gelernt haben;-)
Wir haben aber auch schon immer handwerklich viel selber erledigt.
Fliesen und zB Malerarbeiten wurde vergeben, da ich es nicht kann bzw. solche Finisharbeiten von Leuten ausgeführt werden sollten, die es gelernt haben.
Joedreck07.06.22 14:05
kati1337 schrieb:

Ich glaube der einzige Weg mit einer Bestandsimmobilie finanziell besser weg zu kommen als mit einem Neubau ist, wenn man eben nicht Kernsaniert und mit ein paar Unschönheiten / den niedrigeren Dämmstandards des älteren Hauses erst mal leben kann.
Altes Haus kaufen und auf Neu hochsanieren kostet doch meist genauso viel oder sogar mehr, als das ganze neu hochzuziehen.
Soll nicht heißen, dass ich gegen Sanierungen bin, die finde ich wichtig und sogar notwendig, aber man sollte sich halt nicht vormachen, dass sowas billiger ist.

Eigenleistungen finde ich werden auch oft überschätzt. Dafür muss man - wenn das wirklich Geld sparen soll - auch die Zeit haben und sich die ggf teuer "nehmen". Mit 30 Tagen Urlaub im Jahr kommste doch nicht weit bei richtigen EL. Und unbezahlt frei nehmen ist zwar oft möglich, aber das muss man dann auch in Geld umrechnen wenn man ehrlich zu sich selber sein will.
Stimmt... Mit 30 Tagen Urlaub kommt man in der Tat nicht weit. Kostbar sind da die einzelnen Stunden nach Feierabend und die 12 Stunden pro Tag am Wochenende. Keiner behauptet, dass es leicht ist. Das ist teilweise knallharte Arbeit. Mit der lässt sich aber sehr effektiv Geld sparen. Dazu ist nur keiner mehr bereit gewesen in den letzten fetten Jahren, weil 100k zusätzlich ja quasi nix gekostet haben und man ja "Ansprüche" hat.
In meinem Umfeld hat man gesehen, wie die sanierungsbedürftigen Häuser von Menschen mit offensichtlichem Migrationshintergrund gekauft und saniert wurden. Die haben nicht mehr Geld. Die haben den Popo für EL hochbekommen.
Jetzt wird wieder eine Zeit kommen, in der für sehr viele Menschen genau das der einzige Weg ist, um Eigentum zu erwerben und bewohnen zu können.. Wenn man das nicht WILL, ist das eine Sache. Aber können tut das mMn fast jeder.
villeroy und bochhansgroheneubaukernsaniert