ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
DeepRed21.04.22 09:33
Bauenaberwie schrieb:
Bald niemand mehr…..Die Preise werden auf kurz oder lang fallen müssen. Die breite Masse kann sich jetzt kein Haus mehr leisten und wer Kohle hat will kein Reihenhaus…Was aber vermutlich die Preise für Baustoffe u.ä. wieder in eine vernünftige Bahn bringt. Mal davon ab, mein Bruder hat 2006 mit 4,x Bauzins gebaut. Das ging auch. Nur waren die Gesamtkosten (Grundstück+Haus) gefühlt halb so hoch wie heute (bei einem vergleichbaren Projekt).
Crixton21.04.22 09:37
DeepRed schrieb:
Was aber vermutlich die Preise für Baustoffe u.ä. wieder in eine vernünftige Bahn bringt. Mal davon ab, mein Bruder hat 2006 mit 4,x Bauzins gebaut. Das ging auch. Nur waren die Gesamtkosten (Grundstück+Haus) gefühlt halb so hoch wie heute (bei einem vergleichbaren Projekt).Und das macht's aus.Von 2015 bis 2020 sind die Preise zwar schon saftig gestiegen, dafür ging es mit den Zinsen aber noch moderat bergab, was das ganze zumindest noch etwas ausgeglichen hat.
Seit ca 3 Monaten explodieren die Kosten und dazu noch die Zinsen, was eine sehr ungünstige Kombination ist.
sysrun8021.04.22 09:38
Oetti schrieb:
Ich erinnere mich hier an einige Threads im letzten Jahr, in denen einige laut gerufen haben, dass die Zinsen die nächsten Jahre auf gar keinen Fall steigen werden und deshalb sogar Leuten geraten haben maximal 10 Jahre Zinsbindung zu wählen...Naja, dann war ggf. deine Glaskugel besser kalibriert. Wenn in den naechsten 9 Jahren nun irgendetwas passiert und die Zinsen auf 0,01% fallen war es richtig.
Solche "Black-Swan" Events wie die Ukraine Nummer oder Covid sind eben die Unsicherheiten die man nicht einpreisen kann.
Im Prinzip ist das wie Lotto spielen: Du kaufst nen guenstigen Normalschein (10 Jahre); oder du macht nen Systemspiel (20 Jahre) - der Kostet dann eben mehr (Zinsaufschlag).
Hausbautraum2021.04.22 09:47
thesit27 schrieb:
Finanzierungsbedarf auf 20 Jahre bei 500.000€ (Zins 2,7% + Tilgung 2,5%) = 2166€!!!! Das ist nett gerechnet ohne neue Küche + eventuelle kleine Renovierungen... und nach 20 Jahren immer noch eine ordentliche Restschuld.
Wer kann sich das noch leisten?Also wir haben momentan 5200€ netto und davon fließen aktuell 1800€ in die Rate, 1000€ in die Sondertilgung/Ersparnisse und wohl nochmal 500€ in aktuelle Projekte, also z.B. Garten, Wege, Innenausbau fertig...
Gesamt geben wir also aktuell wohl so 3300€ im Monat für das Haus aus und leben eigentlich ganz normal und gut weiter mit den restlichen 1900€.
Ich denke, 2200€ Rate können doch noch viele aufbringen. Aber vielleicht täusche ich mich auch.
Oder das dicke Erwachen kommt dann sobald Kinder da sind.
Spitfire21.04.22 09:49
Hi,
ich lese schon eine Weile in diesem Thema mit, da wir auch überlegen oder die Absicht haben neu zu bauen. In einem Bauherrenbuch habe ich etwas über den IVD Erschwinglichkeitsindex gelesen. Wie der Name schon sagt, soll der Index darstellen, wie "erschwinglich" ein Hauskauf oder auch ein Neubau in verschiedenen Regionen Deutschlands ist. Dabei wird unterschieden zwischen den Top-Regionen Deutschlands (Hamburg, München, Stuttgart etc...) und abhängig von der Größe von Städten.
Werte über 100 stehen dabei für "erschwinglich" und Werte unter 100 stehen dabei für "nicht erschwinglich". Mich erstaunte, dass trotz allem Neubauten oder Immobilienkäufe in kleinen Städten (5.000 bis 10.000 Bewohner) mit einem Wert von grob 135 angegeben sind. Nicht verwunderlich sind natürlich Werte für Neubauvorhaben in den Top-Städten...
Ich weiß nicht, ob ich den Link teilen darf, aber einfach mal IVD Erschwinglichkeitsindex in die Suchmaschine eintippen. Die aktuellen Zahlen repräsentieren Q4 2021.
Bin schon gespannt auf das Ergebnis für Q1 2022...
PS: Auch sieht man dort schön, in wie fern sich die Netto Haushaltsbelastung verändert.
ich lese schon eine Weile in diesem Thema mit, da wir auch überlegen oder die Absicht haben neu zu bauen. In einem Bauherrenbuch habe ich etwas über den IVD Erschwinglichkeitsindex gelesen. Wie der Name schon sagt, soll der Index darstellen, wie "erschwinglich" ein Hauskauf oder auch ein Neubau in verschiedenen Regionen Deutschlands ist. Dabei wird unterschieden zwischen den Top-Regionen Deutschlands (Hamburg, München, Stuttgart etc...) und abhängig von der Größe von Städten.
Werte über 100 stehen dabei für "erschwinglich" und Werte unter 100 stehen dabei für "nicht erschwinglich". Mich erstaunte, dass trotz allem Neubauten oder Immobilienkäufe in kleinen Städten (5.000 bis 10.000 Bewohner) mit einem Wert von grob 135 angegeben sind. Nicht verwunderlich sind natürlich Werte für Neubauvorhaben in den Top-Städten...
Ich weiß nicht, ob ich den Link teilen darf, aber einfach mal IVD Erschwinglichkeitsindex in die Suchmaschine eintippen. Die aktuellen Zahlen repräsentieren Q4 2021.
Bin schon gespannt auf das Ergebnis für Q1 2022...
PS: Auch sieht man dort schön, in wie fern sich die Netto Haushaltsbelastung verändert.
thesit2721.04.22 09:50
Hausbautraum20 schrieb:
Also wir haben momentan 5200€ netto und davon fließen aktuell 1800€ in die Rate, 1000€ in die Sondertilgung/Ersparnisse und wohl nochmal 500€ in aktuelle Projekte, also z.B. Garten, Wege, Innenausbau fertig...
Gesamt geben wir also aktuell wohl so 3300€ im Monat für das Haus aus und leben eigentlich ganz normal und gut weiter mit den restlichen 1900€.
Ich denke, 2200€ Rate können doch noch viele aufbringen. Aber vielleicht täusche ich mich auch.
Oder das dicke Erwachen kommt dann sobald Kinder da sind.5,2K Netto hat nicht jeder! Und wenn ihr Kinder habt, sind es keine 5,2K Netto mehr...
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