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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

i_b_n_a_n16.10.22 14:09
xMisterDx schrieb:

Gibt's da eigentlich ne Definition, was einfacher Standard ist und was gehoben?
Ich weiss ja, ich baue mit Town & Country mit knapp 2.000 EUR/m² schlüsselfertig deutlich unter dem Standard einer russischen Ausnüchterungszelle aus der Zarenzeit.
Aber ein paar Wasserhähne von Grohe und Waschbecken von Villeroy & Boch, statt Vigour, Fliesen für 25 EUR, statt 75 EUR/m² und Alufenster, statt Kunststoff... daran kanns ja am Ende nicht liegen, dass andere fast das Doppelte bezahlen.

Kriegt ihr bessere Steine? Ich hab Ytong. besseren Beton? Bessere Heizung? Ich krieg Vaillant.

Wo ist die Differenz? Pfuschende Handwerker? Die Handwerker sind aus der Region, das sind dieselben, die auch beim Architektenhaus auf der Matte stehen.
ich glaube bei Town & Country sind mehr Leistungen bauseits. Es mögen zwar nur Kleinigkeiten sein, diese kosten den Bauherr:innen aber schon viele Stunden. Auch die Planung der bauseits Leistungen obliegen den Bauherr:innen, sowas wie "Bauleitung light". vielleicht kommen dann 10cm Deckenhöhe, etwas andere Dämmwerte und die begrenzen Möglichkeiten der individuellen Anpassungen obendrauf und fertig ist der Unterschied. Der Architekt beim GU ist festangestellt, das ist anteilig weniger als der freie Architekt bekommt. Die Marge ist vielleicht (weil es möglich ist?) etwas höher bei individuell geplanten Häusern?

Das sind so meine Gedankengänge dazu, müssen nicht richtig sein.

Frei geplante Häuser können auch deutlich günstiger sein als Häuser "von der Stange", es gibt durch aus Threads wo Hirn- und Muskelschmalz der Bauherren:innen den Preis in Richtung 1200-1400 € je m² gedrückt hatten (diese Threads liegen aber etwas in der Vergangenheit)
mayglow16.10.22 14:36
WilderSueden schrieb:

Ja natürlich macht sich nicht jeder große Gedanken um die Welt und muss das auch nicht. Aber wenn ich mir anschaue was die letzten Jahre auf Kante finanziert wurde, da wird dann die Gehaltserhöhung der nächsten Jahre schon vorweggenommen und die Inflation ignoriert. Da ist dann wenig Reserve übrig wenn Dinge mal schief laufen und dann wird es schnell gefährlich.

Naja, kann man halt zweigeteilt sehen. Wir stünden wohl besser da, wenn wir vor nen paar Jahren "einfach" 110% finanziert hätten. Solang man da nicht völlig naiv rangeht, finde ich, spricht auch nicht so viel dagegen, gewisse Risiken einzugehen. Ich neige dazu auch die schlechten Szenarien mal durchzudenken (was der ein oder andere Bekannte ziemlich verrückt findet), und da kommt dann durchaus sowas wie "Wenn alle Stricke reißen, dann müssen wir das halt verkaufen, und im schlimmen Fall haben wir trotzdem noch Schulden ohne Gegenwert über. Und im allerschlimmsten Fall heißt das Insolvenz". Da kann man jetzt versuchen a) die Wahrscheinlichkeit für zu senken oder b) dagegen abzusichern oder c) man ist sich eben einfach bewusst, dass das nen Risiko ist, was besteht und geht es ein. Vor "wenn alle Stricke reißen" gibt's ja auch noch 20 andere Szenarien, die besser verlaufen 😉

Nen bisschen blöd ist halt, wenn man es sich selbst zu schön geredet hat und dann für einen selbst die Welt untergeht, wenn's nicht so läuft. Aber manchmal ist das auch schon mit "an die neue Situation anpassen" getan.
xMisterDx16.10.22 15:24
Gut, nen Architekten haben wir nicht gebraucht. Grundriss passte für uns so, deswegen konnte es auch der GU sein.

Bauleitung light weiss ich jetzt auch nicht. Unser Bauleiter ist Sachverständiger, aber selbst wenn man nen Externen holt, was kostet der? 5.000 EUR?

Bei uns ist Gründung mehr als 30cm, Vermessung, Hausanschlüsse/Schmutzwasseranschluss, Baustrom/-wasser und natürlich alles was Außenanlage angeht nicht mit drin.

Aber auch wenn ich unsere recht aufwendige Tiefengründung mit reinnehme und den oben aufgezeigten Rest, komme ich nicht über 2.250 EUR/m².

Und ich bin mir sicher, dass ich 2 WCs kriege, ne Badewanne, bodenebene Dusche. Kein Plumpsklo und nen Waschzuber über Holzfeuer.

PS:
Wo stecken die restlichen 750 EUR/m², die mir selbst zum einfachsten Standard fehlen?
Pitiglianio16.10.22 17:23
xMisterDx schrieb:

PS:
Wo stecken die restlichen 750 EUR/m², die mir selbst zum einfachsten Standard fehlen?
Definitiv nicht im Geldbeutel des Bauherren. Und in der goldenen Kloschüssel werden die auch nicht runtergespült.
Ganz ehrlich, wer für Standard 4000 Tacken/qm zahlt ist nicht mehr zu helfen.
ypg16.10.22 18:04
xMisterDx schrieb:

Ich weiss ja, ich baue mit Town & Country mit knapp 2.000 EUR/m² schlüsselfertig deutlich unter dem Standard einer russischen Ausnüchterungszelle aus der Zarenzeit.
Nein… 😀 was Du baust, ist das, was man Standard nennt.
xMisterDx schrieb:

PS:
Wo stecken die restlichen 750 EUR/m², die mir selbst zum einfachsten Standard fehlen?
Tondach statt Beton, mehr Steckdosen und Wechselschaltungen, Sanitär eine Garnitur besser, statt 25€/qm Fliesen 35€, begehbare Dusche etwas größer, Schiebetür statt 80er Terrassentür, statt Plaste Edelstahl, Rollläden, usw… das so ungefähr macht aus einem Standard einen gehobenen.
Town & Country baut nicht unterm Standard, auch wenn das hier einige so suggerieren.
Edit: das übrigens nicht meine Meinung, sondern früher angelesen und in diesem Jahr durch Finanz-Bank bestätigt.
Allthewayup16.10.22 18:25
WilderSueden schrieb:

Hab kurz in den einen Thread reingeschaut, 2 Vollgeschosse plus Keller knapp über Grundwasser treibt auch ohne Luxusausstattung sicherlich den Preis
60cm im Grundwasser ;-)

Ich möchte kurz festhalten, dass ich mich über die 4k/m² ja nicht beschwert habe :-)

Ich würde mittlerweile nach all den Aufmusterungen und Erkenntnissen unser Projekt der gehobenen Ausstattung zuordnen. Anfangs war das anders und die Kosten auch deutlich niedriger (~510k). Aber wir haben in den letzten Monaten sehr sparsam gelebt, gut gewirtschaftet und trotz schwieriger Umstände das Eigenkapital deutlich erhöhen können. Darum leisten wir uns nun ein bisschen mehr ;-)

Ich versuche die Kosten mal etwas anschaulich zu machen:
KfW40 Standard Massivbauweise, gefüllter Poroton T6.5 Ziegel
Keller als weiße Wanne ausgeführt
156m² Wohnfläche, einfache Grundrisse, keine großen Spannweiten, keine Galerie, Speisekammer oder große Fensterflächen
2 Vollgeschosse und Kellergeschoss
2 Bäder mit leicht gehobener Ausstattung
Garage 30m² mit Flachdach
Fußbodenheizung komplett (Keller 50%)
luftwärmepumpe mit Pufferspeicher
zentrale Lüftungsanlage
Wasserenthärtungsanlage
Elektroinstallationen nach dem HEA 2 Sterne Standard
Bodenbeläge im Hausdurchschnitt 50€/m² (Feinsteinzeug, Vinyl)
EG Raffstores, OG Rollos, Aluminium, elektrisch angetrieben
Fenster (Kunststoff-Aluminium) und Haustüre (Aluminium) aus dem mittleren Preissegment
Innentüren teils normaler Standard (ca. 400€/Tür) und ein drei hochwertige (EG, stumpf einschlagend, 900€/Tür)
Ca. 45 Deckenspots (Leuchtmittel im m²-Preis nicht inbegriffen)
Vorbereitungen für Photovoltaik, Pool und Wassergeführten Kamin (Leitungen, Elektrik, etc.)

Hinzu kommen 25k für KNX + Videosprechanlage + Überwachung sowie 20k für Photovoltaik und etwa 8k für den wassergeführten Kamin. Auch diese Posten sind im genannten Quadratmeterpreis nicht inkludiert.

Das Gesamtprojekt liegt mit Nebenkosten (Abriss Bestandshaus) und allem schnick schnack mittlerweile bei 730k. Prinzipiell würde ich sagen, dass Bauen auch noch für 2/3 dieser Summe gut machbar ist, es hängt halt immer an den eigenen Ansprüchen und den eigenen Fähigkeiten/Voraussetzungen.

Jetzt hab ich aber die Hosen genug runtergelassen 🙂
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