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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

cryptoki24.03.22 09:24
WilderSueden schrieb:

Ich habe da meine Zweifel ob sich das so schnell ausläuft. Die Lohn-Preis-Spirale beginnt ja erst und die Zinsen sind noch vergleichsweise niedrig. Entsprechend werden noch einige ihren verfügbaren Cash in Betongold umwandeln wollen. Zinsen sind ein Faktor, aber ein anderer ist eben die Erwartung an die Zukunft. Solange genug Käufer von steigenden Preisen ausgehen, werden die auch weiter steigen

Auf die Lohn-Spirale, gerade hinsichtlich der Gewerkschaften, bin ich sehr gespannt. Trotz der hohen Inflation in 2021 ist doch recht wenig passiert und passiert aktuell auch wenig. Lebenshaltungskosten steigen, Lohn bleibt nahezu gleich, Zinsen steigen und Baukosten steigen.

Die Spekulanten können sich das auch weiterhin leisten. Es gibt genügend, die die aktuellen Baukosten vom Haushaltskonto in Bar bezahlen können. Für zukünftige Eigenheim Besitzer, die sich das vom regulären Lohn absparen, wird es jedoch immer schwerer. Das macht im Eigenheim Sektor einiges aus. Einfache Rechnung 1% Zinsen bei 3% Tilgung auf 500t Euro = 20.000 Euro pro Jahr. 3% Zinsen bei 3% Tilgung auf 500t Euro = 30.000 Euro. Das ruckelt doch schon am Markt. Die Materialpreis Aufschläge sind in vielen Angeboten auch völlig überzogen, da versuchen viele Unternehmen sich dumm und dämlich zu verdienen und dabei wird noch fleißig gejammert.
hauskauf198724.03.22 09:26
WilderSueden schrieb:

Ich habe da meine Zweifel ob sich das so schnell ausläuft. Die Lohn-Preis-Spirale beginnt ja erst und die Zinsen sind noch vergleichsweise niedrig. Entsprechend werden noch einige ihren verfügbaren Cash in Betongold umwandeln wollen. Zinsen sind ein Faktor, aber ein anderer ist eben die Erwartung an die Zukunft. Solange genug Käufer von steigenden Preisen ausgehen, werden die auch weiter steigen

Ich würde an der Stelle auch langsam anfangen zwischen Neubau und Bestand zu unterscheiden. Im Neubau hast du von vorneherein ein modernes Haus mit guter Dämmung, Wärmepumpe und Photovoltaik. In den meisten Altbauten ist dagegen eine teure Kernsanierung fällig wenn man die zukünftigen Vorschriften vernünftig erfüllen will. Einfach den Ölbrenner durch Gas ersetzen ist nicht mehr drin. Auch mit der CO2 Bepreisung wird da noch einiges auf diejenigen zukommen die ihre Altbauten mit einer bestehenden Gasheizung betrieben
Ist das so mit der gasheizung? Frage tatsächlich für einen Freund...
Der will demnächst von Öl auf Gas umstellen...
HansDampf8824.03.22 09:30
cryptoki schrieb:

Auf die Lohn-Spirale, gerade hinsichtlich der Gewerkschaften, bin ich sehr gespannt. Trotz der hohen Inflation in 2021 ist doch recht wenig passiert und passiert aktuell auch wenig. Lebenshaltungskosten steigen, Lohn bleibt nahezu gleich, Zinsen steigen und Baukosten steigen.

Da bin ich allerdings auch sehr gespannt. Es ist aber nun mal so, dass man den Unternehmen in der aktuellen Lage, mit Sicherheit nicht allzu viel abverlangen kann - an den Energiepreisen werden einige Unternehmen zu knacken haben, Rohmaterial ist teuer und in der Automobilbranche bspw. fehlen Chips und Kabelbäume. Kurzarbeit, Stellenabbau (wir wollen hoffen, dass es dazu nicht kommt) und Tariferhöhungen passen nicht wirklich zusammen - die Gewerkschaften werden aber sicherlich trotzdem wieder mit völlig überzogenen Forderungen in die Verhandlungen gehen.
WilderSueden24.03.22 09:36
Politisch ist die Gasheizung tot. Es war ja ohnehin geplant neue Gasheizungen ab 2025 (?) im Bestand zu verbieten, in der aktuellen Situation gehe ich fest davon aus, dass das früher kommt. Im Neubau soll die ja jetzt schon ab 23 wegfallen (https://www.hausbau-forum.de/threads/effizienzstandard-gasheizungen-im-neubau-zukunftsaussichten.42985/). Und unabhängig von Verboten ist einfach das Thema Gaspreise ein Problem. Ich halte es für fraglich ob wir jemals wieder zu einstelligen Gaspreisen zurückkehren werden, darauf kommen dann diverse Maßnahmen die dem Klimaschutz dienlich sein sollen.
cryptoki schrieb:

Auf die Lohn-Spirale, gerade hinsichtlich der Gewerkschaften, bin ich sehr gespannt. Trotz der hohen Inflation in 2021 ist doch recht wenig passiert und passiert aktuell auch wenig. Lebenshaltungskosten steigen, Lohn bleibt nahezu gleich, Zinsen steigen und Baukosten steigen.
Die Gewerkschaften tun sich aktuell schwer. Dafür wird an anderer Stelle fleißig gedreht: 12€ Mindestlohn, 5-6% Rentenerhöhung. Gerade letzteres führt nicht unbedingt dazu, dass man Zurückhaltung bei den Löhnen fördert. Und so eine Lohn-Preis-Spirale braucht eine Zeit bis sie in Gang kommt. 2021 war noch die Erwartung, dass der Großteil der Inflation tatsächlich vorübergehend ist. Jetzt sieht das bei weitem nicht mehr danach aus. Wir werden in Ende 22 und insbesondere 23 sicherlich andere Lohnrunden sehen als in 21
Benutzer20024.03.22 09:37
cryptoki schrieb:

Auf die Lohn-Spirale, gerade hinsichtlich der Gewerkschaften, bin ich sehr gespannt. Trotz der hohen Inflation in 2021 ist doch recht wenig passiert und passiert aktuell auch wenig. Lebenshaltungskosten steigen, Lohn bleibt nahezu gleich,
Aktueller Abschluss Postbank - 3,1% ab 06/2022 und dann noch einmal 2,1% ab 02/2023.

Die Schlucke aus der Pulle werden tatsächlich ordentlich...
Nida35a24.03.22 09:41
HansDampf88 schrieb:

die Gewerkschaften werden aber sicherlich trotzdem wieder mit völlig überzogenen Forderungen in die Verhandlungen gehen.
die angekündigte Rentenerhöhung von 5-6% ist schon ein Indiz für eine steigende Lohn/Preisspirale
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