ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
guckuck211.05.22 09:17
Yosan schrieb:
Wenn es um das Mietniveau geht, wird hoffentlich kleinteilig geguckt. Bei uns im Landkreis würde das Bild für den Großteil des Landkreises massiv verzerrt, wenn man einen Landkreisdurchschnitt nimmt. Auf den Dörfern an den Rändern bekommt man für das selbe Objekt eher nur so die Hälfte an Miete wie in der einzigen nennenswerten Stadt, die aber natürlich bei der Menge von vermieteten Objekten ordentlich in den Durchschnitt reinhauen würde.Da brauchst du nix mehr Hoffen. Sofern dein Bundesland das "Bundesmodell" anwendet, und das sind die meisten, gehört diese fiktive Nettokaltmiete in die Kalkulation und das richtet sich nach Stadt bzw. Landkreis. Die Stufen sind auch schon bekannt. Such mal nach Grundsteuer Rechner bei google.
Tolentino schrieb:
Es geht nicht darum, dass ich nicht der Meinung wäre, eine Reform wäre sinnvoll oder nicht bereit wäre mehr zu zahlen. Aber bei ner knappen Verzehnfachung hört der Spaß auf. Das kann in Berlin manchen Hausbesitzern schon richtig wehtun.Ich weiß jetzt nicht wie du auf Verzehnfachung kommst. Mit einem o.g. Rechner hab ich mal für Berlin fiktiv folgendes gerechnet:
Hebesatz 810% (wie gesagt, man weiß aktuell nicht wie der ab 2025 sein wird)
Mietniveaustufe wird die "4" automatisch für Berlin ermittelt (1 ist das niedrigste, 7+ das höchste)
Bodenrichtwert hab ich mal 500€/qm eingetragen
Grundstücksfläche 500qm
Grundstücksart Einfamilienhaus
Baujahr 2020
Wohnfläche 180qm
keine Garagenplätze
Ergibt 2090€ Grundsteuer p.a. für ein recht neues Haus, das nicht gerade klein ist und auch nicht auf billigstem Grund steht. Mich haut das für eine urbane Umgebung wie Berlin nicht gerade aus den Latschen und wenn das vorher nur ein Zehntel gewesen sei, ja gut, dann war das da extrem günstig.
Pinkiponk11.05.22 09:40
driver55 schrieb:
Es muss doch Geld in die leeren Kassen! 😉Da sage ich mal ganz keck, die meisten Foristen hier werden wohl ausreichend Geld in die leeren Kassen spülen. ;-) Wenn ich nur an meine ausgezahlten Lebensversicherungen denke oder die Riester-Versicherung meines Mannes, Steuern und Krankenkasse, es ist zum "Heulen".Tolentino11.05.22 09:54
Aber den Hebesatz kann sich doch jede Kommune aussuchen oder nicht? Und wiederum jedes Bundesland kann bei der Berechnungsmethode an sich was eigenes machen. Das wird spannend.
Yosan11.05.22 09:57
guckuck2 schrieb:
Such mal nach Grundsteuer Rechner bei google.Ah danke... Gibt da ja echt gute Rechner scheinbar... Dann wird es bei dem Haus, was wir kaufen werden wohl auf ca 400-450€ rauslaufen... Aktuell sind es soweit ich weiß etwa 300...also keine so gewaltige Steigerung... Aber mal sehen was der Hebesatz macht.cryptoki11.05.22 09:59
Tolentino schrieb:
Aber den Hebesatz kann sich doch jede Kommune aussuchen oder nicht? Und wiederum jedes Bundesland kann bei der Berechnungsmethode an sich was eigenes machen. Das wird spannend.Siehe dazu u.a. die berlin PUNKT de Seite für weitere Informationen. Insgesamt heißt es, dass mit der Reform bundesweit soviel Steuern eingenommen werden sollen, wie vor der Reform. Es wird sich nur verschieben.
Ein paar Auszüge:
Der aktuelle Berliner Hebesatz von 810 % verliert mit Ablauf des Jahres 2024 seine Gültigkeit. Das Berliner Abgeordnetenhaus wird daher im Jahr 2024 den Hebesatz festlegen, der ab dem Jahr 2025 anzuwenden ist. Sobald dies erfolgt ist, erhalten Sie einen Messbetragsbescheid und einen Grundsteuerbescheid.Anhand des festgestellten Grundsteuerwerts kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht die Höhe Ihrer „neuen“ Grundsteuer berechnet werden. Der aktuelle Hebesatz ist nicht auf die neu festgestellten Grundsteuerwerte anzuwenden. Erst wenn für die Mehrzahl der Berliner Grundstücke eine Neubewertung erfolgt ist – also Ende 2023 oder Anfang 2024 -, kann ein neuer Hebesatz ab 2025 festgesetzt werden. Abhängig von der Lage, der Größe des Grundstücks, der Wohnfläche und dem Alter Ihres Ein- oder Zweifamilienhauses kann sich die Höhe der Grundsteuer verändern.guckuck211.05.22 10:01
Tolentino schrieb:
Aber den Hebesatz kann sich doch jede Kommune aussuchen oder nicht? Und wiederum jedes Bundesland kann bei der Berechnungsmethode an sich was eigenes machen. Das wird spannend.Ja den Hebesatz sucht sich die Gemeinde selbst aus. Da man sich angeblich durch die Reform in Summe nicht bereichern will, wird man sehen was mit dem Hebesatz zu 2025 passieren wird.
Es gibt eine Öffnungsklausel, die zB Bayern nutzt. Berlin hat sich aber zum Bundesmodell bekannt, wie die meisten anderen auch.
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