ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
SumsumBiene19.06.22 13:33
Hausbau 55 schrieb:
Ich verstehe deinen Spaß... seit Anfang des Jahres sind wir im Ruhestand und ohne dem Hamsterrad kann ich bestimmt 80 werden. Wir hatten mal 220 m², da waren unsere Kinder noch im Haus. Dann haben wir dieses Haus an eine Familie mit Kindern verkauft. Wir haben 2010 ein Bungalow mit 85 m² und jetzt 2022 ein Bungalow mit 90 m² neu bauen lassen. Mehr brauchen wir nicht. Aber ich brauche auch keine Wohnung.Finde ich gut und richtig. Machen tun das aber lange nicht alle.
Gestern Abend habe ich noch gedacht.....ob der bunte Bildschirm um 0.00 Uhr auch wieder kommt?
Und im zweiten Gang gehen meine Gedanken an die ungewisse Zukunft der Jugend. An der Bildung und an den Freizeitaktivitäten wird bestimmt auch recht schnell gespart. Schwimmhalle zu wäre z.B. ein Punkt.
Nach zwei Jahren Corona wieder Einschränkungen in diversen Bereichen.
Loibl_P19.06.22 13:38
nagner99 schrieb:
nein irgendwie nicht. Wenn man von gleicher Tilgung ausgeht liegen die Mehrkosten bei 2,4% Zins bei exakt 1.000€ pro Monat.
Und ob ich bei 500k und 3% Tilgung 1.666€ monatlich zahle oder 2.666€ macht dann doch einen Unterschied.SoL schrieb:
Erklär mir mal DIE Rechnung.
Klingt für mich eher nach Dyskalkulie deinerseits.Der ein oder andere überliest wohl das Wort Volltilger.
500.000 € bei 1,1 % und 3,4 % mit 20 Jahren Laufzeit und 0 Euro Restschuld als Annuitätendarlehen.
| Die erforderliche regelmäßige Rate beträgt: | 2.321,85 Euro (monatlich) |
Zinsen und Gebühren gesamt: | 57.243,25 Euro |
Gesamtaufwand: | 557.243,25 Euro |
Effektiver Jahreszinssatz: | 1,106 % p.a. (interner Zinssatz, IRR |
| Die erforderliche regelmäßige Rate beträgt: | 2.874,17 Euro (monatlich) |
Zinsen und Gebühren gesamt: | 189.801,17 Euro |
Gesamtaufwand: | 689.801,17 Euro |
Effektiver Jahreszinssatz: | 3,453 % p.a. (interner Zinssatz, IRR) |
WilderSueden19.06.22 13:38
Die Mathematik stimmt schon etwa
Volltilger 20 Jahre, 1,1% Zins -> 4,50% Tilgung, 2333€ Rate
Volltilger 20 Jahre, 3,4% Zins -> 3,53% Tilgung, 2887€ Rate
Aber: Volltilger auf 20 Jahre sind nur für wenige drin. Und noch weniger haben 20 Jahre Zinsbindung zu 1% bekommen, vermutlich Bauherren die ohnehin bereits ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben. Für die Mittelschichtfamilie ist das vollkommen irrelevant. Und selbst für die Gutverdiener mit extrem günstigen Zinssätzen ist das noch eine Steigerung um knapp 25%.
Volltilger 20 Jahre, 1,1% Zins -> 4,50% Tilgung, 2333€ Rate
Volltilger 20 Jahre, 3,4% Zins -> 3,53% Tilgung, 2887€ Rate
Aber: Volltilger auf 20 Jahre sind nur für wenige drin. Und noch weniger haben 20 Jahre Zinsbindung zu 1% bekommen, vermutlich Bauherren die ohnehin bereits ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben. Für die Mittelschichtfamilie ist das vollkommen irrelevant. Und selbst für die Gutverdiener mit extrem günstigen Zinssätzen ist das noch eine Steigerung um knapp 25%.
Loibl_P19.06.22 14:12
WilderSueden schrieb:
Die Mathematik stimmt schon etwa
Volltilger 20 Jahre, 1,1% Zins -> 4,50% Tilgung, 2333€ Rate
Volltilger 20 Jahre, 3,4% Zins -> 3,53% Tilgung, 2887€ Rate
Aber: Volltilger auf 20 Jahre sind nur für wenige drin. Und noch weniger haben 20 Jahre Zinsbindung zu 1% bekommen, vermutlich Bauherren die ohnehin bereits ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen haben. Für die Mittelschichtfamilie ist das vollkommen irrelevant. Und selbst für die Gutverdiener mit extrem günstigen Zinssätzen ist das noch eine Steigerung um knapp 25%.Gut, völlig korrekt, dass das bei nicht allen funktioniert.
Dann vielleicht nochmal zu dem, was weiter oben als Beispiel gebracht wurde mit den 3% Tilgung:
Ja, bei der Summe von 500.000 € und 3% Tilgung komme ich bei 1,1 % Zinsen auf 1700 € Rate und bei 3,4 % Zinsen auf 2666 €.
Dafür bin ich aber mit 3% Tilgung bei 3,4 % Zinsen schon nach 22 Jahren fertig und nicht wie bei 1,1% Zinsen erst nach 28.
Will ich bei 3,4 % Zinsen auch erst nach 28 Jahren fertig sein, lande ich bei 2300 € Rate im Monat. Das ist dann auch miteinander vergleichbar, gleicher Kreditbetrag und gleiche Laufzeit. Und die 500 Euro sollten von vornherein drin gewesen sein.
bavariandream19.06.22 14:39
CC35BS38 schrieb:
Ja man wird mehr Eigenkapital brauchen. Ist mMn aber nicht schlecht. Das "oh, die Gemeinde hat ein neues Baugebiet, wir bewerben uns mal spontan" hat sich dann. Mehr Angebot für die die jahrelang konsequent auf das Ziel Hausbau/kauf sparen und nicht mit 30k "Eigenkapital" starten. Es normalisiert sich alles wieder ein wenig.Hier in der Gegend (Speckgürtel München) gibt’s Orte, in denen du dich gar nicht erst auf ein Baugebiet bewerben darfst, wenn du mehr als 150k Eigenkapital hast. Und am besten noch mindestens drei Kinder und in fünf Vereinen tätig. Die Grundstücke kosten aber teilweise 400-500k. Bei uns gab’s diese Eigenkapitalregelung zum Glück nicht. Aber bin echt mal gespannt, ob sie diese Vergaberichtlinien nun aufweichen, weil sonst geht das echt nur noch, wenn beide Vollzeit arbeiten gehen (bei sehr gutem Verdienst) und die Kinder den ganzen Tag in der Krippe sitzen.
moHouse19.06.22 14:40
Hier mal wieder ein Beispiel aus der Praxis, das ich vermehrt beobachte:
Ich bin in der Gruppe "beim blauen f" von Town & Country und habe da die letzten beiden Jahre intensiv die Beiträge verfolgt.
Wir verdienen recht gut und haben beim Hausbau sehr diszipliniert die Finanzen beisammen gehalten. Sprich: das meiste im Standard belassen und für uns sehr schöne Fliesen ohne Aufpreis ausgesucht. Dazu komplett Eigenleistung bei Böden und Wänden.
Da mussten wir uns immer verwundert die Augen reiben wenn es laufend in den Beiträgen und Kommentaren hieß "welche Sonderausstattungs-Fliesen habt ihr genommen. Die normalen gehen ja gar nicht!!", "Bei wem hat der Bemusterungspuffer von 10k auch nicht gereicht?" "Ja 20k allein fürs Bad und nochmal 8k für Elektro!!"
Und das schöne am blauen f: man sieht über die Profile ganz gut den Background, aus dem die Leute kommen.
Einige haben dann auch offen gesagt, dass sie für die Fliesen aus Italien halt in die Nachfinanzierung gegangen sind.
Situation aktuell seit ein paar Wochen:
Das Thema ausschweifende Sonderausstattung und Upgrades während des Baus ist praktisch tot. Da fragt niemand mehr. Alle schauen jetzt, dass sie mit ihrer noch günstig abgeschlossenen Finanzierung hinkommen.
Also die Auswirkungen sind auch sehr schnell während der Bauphase sichtbar
Ich bin in der Gruppe "beim blauen f" von Town & Country und habe da die letzten beiden Jahre intensiv die Beiträge verfolgt.
Wir verdienen recht gut und haben beim Hausbau sehr diszipliniert die Finanzen beisammen gehalten. Sprich: das meiste im Standard belassen und für uns sehr schöne Fliesen ohne Aufpreis ausgesucht. Dazu komplett Eigenleistung bei Böden und Wänden.
Da mussten wir uns immer verwundert die Augen reiben wenn es laufend in den Beiträgen und Kommentaren hieß "welche Sonderausstattungs-Fliesen habt ihr genommen. Die normalen gehen ja gar nicht!!", "Bei wem hat der Bemusterungspuffer von 10k auch nicht gereicht?" "Ja 20k allein fürs Bad und nochmal 8k für Elektro!!"
Und das schöne am blauen f: man sieht über die Profile ganz gut den Background, aus dem die Leute kommen.
Einige haben dann auch offen gesagt, dass sie für die Fliesen aus Italien halt in die Nachfinanzierung gegangen sind.
Situation aktuell seit ein paar Wochen:
Das Thema ausschweifende Sonderausstattung und Upgrades während des Baus ist praktisch tot. Da fragt niemand mehr. Alle schauen jetzt, dass sie mit ihrer noch günstig abgeschlossenen Finanzierung hinkommen.
Also die Auswirkungen sind auch sehr schnell während der Bauphase sichtbar
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