ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.2021 10:46
bowbow91 18.05.2022 17:12
kati1337 schrieb:
Du rechnest da quasi den Tilgungsanteil aus der Annuität raus?
Ich würde jetzt nicht unterschreiben, dass alles außer Zinsen bei Immobilien zur Rendite zählt? Oder wird das in der Finanzwelt wirklich so gerechnet?
Dem stehen doch Instandhaltungskosten und ggf auch der Wertverlust der Immobilie entgegen wenn diese älter wird?Mein Beispiel ist stark vereinfacht und kurz gehalten.
Effekte aus Instandhaltung, nicht umlegbaren Nebenkosten usw. sind aber in allen Szenarien vorhanden und weitestgehend unabhängig vom Zins. Wertverluste sind nur bei wirklich alten Gebäuden relevant, bei jungen Gebäuden in gutem Zustand sind Abschreibungseffekte positiv für die Steuer und selbst eine Wertsteigerung die „nur“ der Inflationsrate entspricht würde bereits die Eigenkapitalrendite explodieren lassen.
Ich will nur darauf hinaus, dass die Welt für Kapitalanleger eben eine andere ist als für den privaten Selbstnutzer.
Interessant ist die Frage aus meiner Sicht besonders bei EFHs. Diese werden ja meist privat gebaut und bewohnt.
Scout** 18.05.2022 17:23
Aus der WiWo:
"Eine Münchner Maklerin beobachtet einen Bruch am Immobilienmarkt. Eigentümer säßen nun in der Falle. Viele wollten auf dem Höhepunkt verkaufen und merkten, dass sie ihn vielleicht schon verpasst haben."
"Eine Münchner Maklerin beobachtet einen Bruch am Immobilienmarkt. Eigentümer säßen nun in der Falle. Viele wollten auf dem Höhepunkt verkaufen und merkten, dass sie ihn vielleicht schon verpasst haben."
Tobibi 18.05.2022 18:01
driver55 schrieb:
Wer (welche Branchen) soll(en) wann weshalb in Kurzarbeit? 🙄Meine Frau ist bei Audi in Kurzarbeit (arbeitet nicht am Band). BackSteinGotik 18.05.2022 18:02
Neubau2022 schrieb:
Eins kapiere ich nicht. Wieso sollen "Bruchbuden" jetzt günstiger werden? Ja, die Kredite werden teurer. Aber dafür wird vermutlich auch aufgrund höheren Preisen weniger gebaut. Somit sollten die "Bruchbuden" zumindest den aktuellen Preis beibehalten. Die normalen Häuser werden meiner Meinung nach im Preis steigen.Die Bruchbuden wurden ja nur zu dem Preis gekauft, weil ordentlich Leute noch billig Geld bekommen haben. Z.B. die Fraktion - neue Tapeten und gut. Keine energetische Sanierung, etc. - dafür hätte das Budget nicht mehr gereicht. Die kommen vielleicht jetzt schon durch die gestiegenen Energie- & Lebenshaltungskosten unter Druck. Kaufen wird diese Gruppe zu Top-Preisen bei hohen Zinsen bestimmt nicht mehr.
Auch die normalen Häuser werden nicht im Wert steigen - vielleicht in der Vorstellung der Verkäufer & in Top Lagen. Aber die Realität ist eher, dass selbst die Gutverdiener das Ende der Fahnenstange erreichen.
Nimm ein "normales" 160m² Haus, 5-10 Jahre, streichen & gut. Gehobener Standard, aber nichts extravagantes (wie wir es hier im Forum oft haben). Für 750.000€ - wäre vor einem Jahr sicher weggegangen. Dazu deine 500.000€ Kredit und das Eigenkapital um den Rest & den Makler+Kaufnebenkosten zu füllen. Gibt bei 3% Tilgung und 3% Zins eine ordentliche monatliche Summe. 2400€ monatlich allein für den Kredit. 2% Tilgung wären m.E. viel zu wenig, und dann wären es auch schon 2000€. Die müssen ja erst mal drin sein.
Ysop*** 18.05.2022 18:39
WilderSueden schrieb:
Oder man ist einfach nicht bereit eine gewisse Rate zu zahlen, auch wenn man es sich noch leisten kann. Beim aktuellen Zins müsste ich für den gleichen Kredit bestimmt um 600€ pro Monat mehr hinlegen um auf die gleiche Laufzeit zu kommen. Da würde ich wahrscheinlich Mieter bleiben und das Geld anderweitig nutzen. Denn eine Geldanlage sind Zinszahlungen nicht.Das ist eine sehr rationale Sichtweise, die ich an sich teile. Nur ist das Projekt Hausbau mit vielen Emotionen verbunden. Wie viel macht man beim eigenen Heim, was sich an sich nicht rentiert? Einfach weil man möchte und es das eigene ist?
Ich kann mir vorstellen, dass einige aus dem Rennen fallen. Aber ob der Bestandpreis sind (wegen der steigenden Sanierungskosten) oder steigt (weil die Leute noch immer Wohneigentum nachfragen und durch die Ressourcenengpässe Neubau noch unkalkulierbarer wird), das wage ich derzeit nicht zu prognostizieren. Für beides gibt's Argumente
Ysop*** 18.05.2022 18:51
Scout** schrieb:
Aus der WiWo:
"Eine Münchner Maklerin beobachtet einen Bruch am Immobilienmarkt. Eigentümer säßen nun in der Falle. Viele wollten auf dem Höhepunkt verkaufen und merkten, dass sie ihn vielleicht schon verpasst haben."Leider hinter der Bezahlschranke :-( Was ist denn konkret die Falle? Dass der Gewinn weniger ausfällt, weil man zu gierig war und sich verzockt hat? Da würde sich mein Mitleid doch irgendwie in Grenzen halten :-) Aber vermutlich ist das nur sehr reißerisch formuliert?
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