ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
Pinkiponk17.06.22 11:58
Dogma schrieb:
Was nun passiert ist ganz großes Kino der EZB.
Es wurde "festgestellt“, dass sich viele Südliche EU-Länder (Italien, Portugal, usw.) sich gar nicht eine Zinserhöhung leisten können, aber die Nördlichen "reicheren" (Deutschland, Holland, Österreich, usw.) schon.
Was macht man also, man kauft einfach weiterhin die Anleihen der Südlichen EU-Ländern und von der Nördlichen nicht.
Das dazu für das Italien und Co günstigere Kredite bekommt während die Nördlichen Kredite teurerer. Also eine Umverteilung des Geldes von Nord zu SüdRichtig, dass Du "reicheren" in Anführungszeichen gesetzt hast. Es gibt wenig, was mich ärgert, aber die Behauptung, wir wären ein "reiches" Land, ärgert mich. Geringere Eigenheimquote, geringeres Rentenniveau, dafür bei der Lebensarbeitszeit weit oben. Die höchsten Haushaltsstrompreise in Europa.Preisniveauindex geht einigermaßen. EU ist mit Wert 100% angegeben, wir liegen bei 108,2%.
driver5517.06.22 12:06
cryptoki schrieb:
Das klingt so ähnlich wie die ganzen Börsenstammtisch Gespräche um 2001. 😉Die kenn‘ ich jetzt nicht, erzähl‘ mal.Hier tummeln sich anscheinend viele „Finanzexperten.“
Kokovi7917.06.22 12:11
Die Bauwirtschaft an sich hat auch ohne EFHs erst einmal durch die öffentlichen Aufträge und Unternehmen genug zu tun. Viel spannender ist es, was passiert, wenn im Unternehmens- und Mehrfamilienhaus-Bau die Aufträge einbrechen.
Neubau202217.06.22 12:13
Pinkiponk schrieb:
Richtig, dass Du "reicheren" in Anführungszeichen gesetzt hast. Es gibt wenig, was mich ärgert, aber die Behauptung, wir wären ein "reiches" Land, ärgert mich. Geringere Eigenheimquote, geringeres Rentenniveau, dafür bei der Lebensarbeitszeit weit oben. Die höchsten Haushaltsstrompreise in Europa.
Preisniveauindex geht einigermaßen. EU ist mit Wert 100% angegeben, wir liegen bei 108,2%.Definiere erstmal reich bitte. Für mich heißt reich, das ich mir keine Sorgen machen muss ob morgen etwas auf den Teller kommt und ob ich Dach über den Kopf habe. Auch wenn ich arbeitslos bin/werde, springt der Staat für mich ein. Arbeit gibt es mehr als genug, so das man immer etwas findet.
Wenn ich mir z.B. Polen anschaue wo die Krankenschwestern in zwei Krankenhäusern arbeiten und das 12+ Stunden am Tag, hier jedoch mit einem Job sehr gut über die Runden kommen, dann würde ich schon sagen, dass wir in einem sehr reichen Land leben.
Nächstes Beispiel wäre die Gesundheitsversorgung. In Deutschland wird so gut wie alles bezahlt. In Polen ist es oft der Fall, dass auf sozialen Plattformen die Eltern ums Geld beten, damit ihr Kind weiterleben kann, weil der Staat sehr viele teure Behandlungen nicht bezahlt.
Und das jetzt die Zinsen steigen und sich weniger Leute ein Eigenheim leisten können, ist zwar schade aber keine Katastrophe. Eigenheim ist Luxus.
motorradsilke17.06.22 12:16
Pinkiponk schrieb:
Richtig, dass Du "reicheren" in Anführungszeichen gesetzt hast. Es gibt wenig, was mich ärgert, aber die Behauptung, wir wären ein "reiches" Land, ärgert mich. Geringere Eigenheimquote, geringeres Rentenniveau, dafür bei der Lebensarbeitszeit weit oben. Die höchsten Haushaltsstrompreise in Europa.
Preisniveauindex geht einigermaßen. EU ist mit Wert 100% angegeben, wir liegen bei 108,2%.Naja, dann schau mal auf Schulbildung, Gesundheitswesen, soziale Absicherung, Größe des Wohnraums, Arbeitszeiten und -bedingungen…
Dogma17.06.22 12:16
guckuck2 schrieb:
Das Grundproblem ist ja kein neues und schon länger bekannt. Natürlich ist QE ne Form der Staatsfinanzierung aber so zu tun, als hätten nur die Südländer was davon gehabt, ist lächerlich. Auch deutsche Staatsanleihen sind nach wie vor historisch günstig, da ändern die kürzlichen (starken) Zinsanstiege nichts dran. Was dem armen deutschen Sparer ans risikolosen Zinserträgen vorenthalten wurde, hat den Staatshaushalt über ein Jahrzehnt nicht nur entlastet, sondern geradezu getragen.
Dumm waren wir, in solchen Zeiten uns an der schwarzen Null zu klammern. Wir haben mega Investitionsstau und hätten die letzten 10 Jahre soviel für so wenig angehen können.
Die Frage ist, wie man aus diesen Maßnahmen möglichst schadfrei wieder raus kommt. Wie sieht denn dein Gegenvorschlag aus?
Geht es uns besser, wenn die Südländer an die Wand gefahren werden?
Senkt die EZB die Leitzinsen und macht QE, um die Wirtschaft (Jobs usw.) zu retten, nörgelt man weils auf dem Sparbuch keine Zinsen mehr gibt.
Dann gibts Inflation, wird auch genörgelt.
Dann macht die EZB etwas (zaghaft!) gegen die Inflation, wird auch genörgelt.
Es wird immer nur genörgelt.Klar sind die Anleihen historisch günstig. Das was ärgert ist halt das wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.
Schadenfrei kommen wir (EU) aus der Sache nicht mehr raus der Zug ist mMn. abgefahren. Es gab zu lange günstiges Geld und die Inflation fing schon an als die EZB immer weiter die Zinsen gesenkt haben.
Inflation ist an für sich nicht schlimmes, wenn es in Maßen ist, aber das die EZB die Staatsanleihen aufgekauft haben und den "Schuldschein" praktisch weggeschlossen hat (und hofft das keiner die haben will). So kam einfach zu viel Geld in das System
Wir haben jetzt die Inflation werden auf jedenfalls in die Rezession rutschen und wenn wir richtig Pech haben wird das ganze noch zur Depression und weiter.
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