ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
HeimatBauer03.07.23 09:18
Buchsbaum schrieb:
Die Preise werden deutlich fallen in den nächsten Monaten, was dann wieder rum bauen günstiger machen wird.Dass die Baupreise deutlich fallen in den nächsten Monaten, das kann ich mir nicht wirklich vorstellen. Keine Frage, der Wohnungsbau ist komplett eingebrochen und auch Firmen überlegen es sich zweimal. Dafür gibts momentan mehr Staatsaufträge als früher und vor allem Sanierungsprojekte.
Ja, die GUs müssen aktuell schauen wo sie bleiben und ob sie einfach mit dem gleichen Programm weitermachen als wäre nichts gewesen. Die ausführenden Betriebe können sich weiterhin nicht über Arbeitsmangel beschweren und dementsprechend machen sie auch ihre Preise.
Bezüglich der erwähnten Bereiche Beton, Sand, Kies, Fenster, Türen: Absolut d'accord. Einen Rohbau hochzuziehen ist momentan definitiv preiswert. Aber im Ausbau sehe ich noch keinen signifikanten Abbau des Nachfrageüberhangs. Das was durch den fraglos bestehenden Einbruch im Neubau wegfällt, machen die Sanierungen mehr als wett.
se_na_2303.07.23 10:22
Buchsbaum schrieb:
Bla bla bla blaHey Durran, na Versuch No 9?
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Einfamilienhaus geht zurück ja - Öffentlicher und Gewerbebau hingegen irrsinnig viel... Auch werden nicht alle Gewerke günstiger... Heizungsbauer z.B. kann ich mir 0% Nachlass vorstellen... Unser GU baut dir aktuell ab Sommer 2025 ein Einfamilienhaus da bis dato voll (fast nur Gewerbe)
mayglow03.07.23 10:56
Habe heute etwas Wirtschaftswoche gestöbert. Da gab's gerade zwei freie Artikel zum Thema Baukrise, einer ist ein Krisen-Artikel von Helma Bau, die wohl gerade schwer am Kämpfen zu sein scheinen und der andere war nen Interview mit der Deutschen Reihenhaus. Die hatten wohl zwischenzeitig auch stark erhöhte Stornoquoten, aber:
>> Inzwischen, berichtet Arnold, seien die Stornoquoten wieder auf ein Normalmaß gesunken, die Schockstarre löse sich. Die Käufer seien angekommen „in einer neuen Normalität.“ Es seien nun aber andere Käufer – die vorher eher ein Einzelhaus gesucht hätten. Und nun auf ein günstigeres Reihenhaus abspecken.<<
Fand ich nur so ganz interessant. Ich hatte vermutet, dass das früher oder später passiert (also die Leute sich kleineres suchen oder abspecken). Ist dann wohl gerade ein Vorteil für die im günstigen Segment, die trotzdem weiter Kunden finden, während es weiter oben wohl dünner wird.
>> Inzwischen, berichtet Arnold, seien die Stornoquoten wieder auf ein Normalmaß gesunken, die Schockstarre löse sich. Die Käufer seien angekommen „in einer neuen Normalität.“ Es seien nun aber andere Käufer – die vorher eher ein Einzelhaus gesucht hätten. Und nun auf ein günstigeres Reihenhaus abspecken.<<
Fand ich nur so ganz interessant. Ich hatte vermutet, dass das früher oder später passiert (also die Leute sich kleineres suchen oder abspecken). Ist dann wohl gerade ein Vorteil für die im günstigen Segment, die trotzdem weiter Kunden finden, während es weiter oben wohl dünner wird.
Buschreiter03.07.23 11:51
Wenn ich mich in unserem näheren Umkreis umsehe, stelle ich fest, dass sehr viele Gerüste an älteren Häusern gestellt sind. Überall energetische Sanierung…viele Eigentümerwechsel, es wird gedämmt, neue Fenster, Dächer, Photovoltaik…geht in die richtige Richtung
Buchsbaum03.07.23 12:59
Die Stornierungswelle im Öffentliche und Gewerbebau geht gerade los, wegen der extrem gestiegenen Kosten.
Es mag sicherlich auch den ein oder anderen regionalen Unterschied geben. Der Personenkreis, der solch hohe summen noch finanzieren will und vor allem kann, dürfte sich jedoch stark einschränken. Und die Preiserosion dürfte die Sache nicht einfacher machen.
Wie man so hört hat es solch einen starken und plötzlichen Einbruch am Bau noch nicht gegeben. Zumindest kann sich niemand daran erinnern.
Ein Bekannte Raum Raum Nürnberg hat seine Doppelhaushälfte seit 3 Monaten für knapp unter 700k im Netz stehen. Bisher noch keine Anfrage eines Interessenten. Ist Baujahr 1996 mit Gasheizung. Da gibt es gerade lange Gesichter. Noch vor wenigen Monaten wäre das Haus vermutlich im Gebotsverfahren innerhalb weniger Tage verkauft worden.
Es mag sicherlich auch den ein oder anderen regionalen Unterschied geben. Der Personenkreis, der solch hohe summen noch finanzieren will und vor allem kann, dürfte sich jedoch stark einschränken. Und die Preiserosion dürfte die Sache nicht einfacher machen.
Wie man so hört hat es solch einen starken und plötzlichen Einbruch am Bau noch nicht gegeben. Zumindest kann sich niemand daran erinnern.
Ein Bekannte Raum Raum Nürnberg hat seine Doppelhaushälfte seit 3 Monaten für knapp unter 700k im Netz stehen. Bisher noch keine Anfrage eines Interessenten. Ist Baujahr 1996 mit Gasheizung. Da gibt es gerade lange Gesichter. Noch vor wenigen Monaten wäre das Haus vermutlich im Gebotsverfahren innerhalb weniger Tage verkauft worden.
HeimatBauer03.07.23 13:09
Buschreiter schrieb:
Wenn ich mich in unserem näheren Umkreis umsehe, stelle ich fest, dass sehr viele Gerüste an älteren Häusern gestellt sind. Überall energetische Sanierung…viele Eigentümerwechsel, es wird gedämmt, neue Fenster, Dächer, Photovoltaik…geht in die richtige RichtungJa und das widerspricht den Beobachtungen im Rohbaubereich gar nicht.
Der staatliche und industrielle Bereich plant eh langfristiger. Neulich Planung für eine Schule, nur Punkt-zu-Punkt-Verkabelung für alle Sensoren in den Klassenzimmern. Privatleute würden ein Bussystem bauen, der Staat sagt: "Das hat eine so lange Lebensdauer, woher soll ich wissen ob mir in 30 Jahren noch jemand was für diesen Bus liefern kann." Also kommt Kupfer in die Wand ohne Ende. Budget? Egal.
Für die Rohbauer ist das aber nicht viel Auftrag. Die können jetzt höchstens Sanierung machen und auf diesem Bereich ist für die nächsten Jahrzehnte genug Arbeit vorhanden.
Also jetzt ist Juli, lasst uns gerne zum Ende des Jahres schauen ob die Baupreise wirklich so kollabieren wie hier teilweise prognostiziert. Ich glaube nicht daran.
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