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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.2021 10:46

Scout 28.10.2021 16:46
konibar schrieb:

Um 1 kWh Heizenergie aus H2 per Elektrolyse zu produzieren muss man zuvor sehr viel größere Mengen Strom
reinschieben. Ich habe da irgendwas von Faktor 5 in Erinnerung. Selbst wenn der Strom "grün" produziert
würde müsste man dem zufolge gegenüber Stand heute die Anzahl von Windquirlen ver-5-fachen
für die gleiche EnergieMenge aus H2.
Und das in einer Situation, wo wir in D heute kaum noch Stellfläche für neue zusätzliche Windquirle
finden. Hinzu käme der zusätzliche Primärenegie-Aufwand für die Herstellung dieser zusätzlichen ....
Naja, H2 kann im Prinzip gespeichert werden...Strom dagegen nicht. Soll man dann im Sommer heizen weil der Strom gerade so schön billig ist? Was macht man mit nicht nachgefragten Strom? Und was bei Dunkelflaute? Heizen mit Strom aus Gas oder wie?

Deliverer 28.10.2021 16:46
Alessandro schrieb:

Bestimmt weißt du auch (denn du weißt ja anscheinend alles), dass die kWh Strom in Zukunft nicht weniger kosten wird 😉
Merkste selbst, oder muss ich? ;-)

Deliverer 28.10.2021 16:56
Scout schrieb:

Naja, H2 kann im Prinzip gespeichert werden...Strom dagegen nicht. Soll man dann im Sommer heizen weil der Strom gerade so schön billig ist? Was macht man mit nicht nachgefragten Strom? Und was bei Dunkelflaute? Heizen mit Strom aus Gas oder wie?
Oh, wir brauchen H2. Unglaublich große Mengen. Nur eben nicht für die Heizung oder das Auto. Es muss eine ganze Chemie- und eine Stahlindustrie umgestellt werden. Und das geht in großen Teilen nur mit H2.
Dunkelflauten hat die Kohleindustrie erfunden - mit entsprechend großem Netz gibt es die nicht. Selbst wenn wir alle Kabel in Nachbarländer abschnippeln, müssen wir im Land maximal zwei Wochen überbrücken. Das kann man speichern (Wärme, Wasser, H2, Methan, Batterie).

Scout 28.10.2021 17:10
Deliverer schrieb:


Dunkelflauten hat die Kohleindustrie erfunden - mit entsprechend großem Netz gibt es die nicht. Selbst wenn wir alle Kabel in Nachbarländer abschnippeln, müssen wir im Land maximal zwei Wochen überbrücken. Das kann man speichern (Wärme, Wasser, H2, Methan, Batterie).
2 Wochen sind gut 20 TWh Strom. Das, was in 300 Millionen geladene Tesla in den Batterien steckt.. Ohne diese Leistung in jedem Moment rechtzeitig bereitszustellen gibt es massive Blackouts, bis hin zu hunderten oder gar Tausenden Tote.

Realistisch ist einzig und alleine praktisch das komplette Netz mit Gaskraftwerken als Backup zusätzlich abzubilden.

Siehe Studie "Klimapfade 2.0" (google!)
-->
-Es sollen 100 Mrd. €/Jahr investiert werden
- Weitere 140 GW Photovoltaik, 98 GW Wind (onshore),
- 2045 sollen fast 40 Mio. E-PKW unterwegs sein
- Neue Gaskraftwerke mit 43+ GW bis 2030, sie sollen später mit Wasserstoff betrieben werden können

Oder meinetwegem Kernkraft aus der Nachbarschaft importieren, Polen und Frankreich planen bereits.

Joedreck 28.10.2021 17:55
Um H2 zu produzieren könnten strategische und wirtschaftliche kooperationen mit Wüstenländern eingegangen werden. Hier könnte vergleichbar günstig H2 durch Photovoltaik produziert werden.

konibar 28.10.2021 18:32
Joedreck schrieb:

Um H2 zu produzieren könnten strategische und wirtschaftliche kooperationen mit Wüstenländern eingegangen werden. Hier könnte vergleichbar günstig H2 durch Photovoltaik produziert werden.

eine nicht ganz neue Idee:
es wurde schon vor >25 Jahren mit dem Aufkommen der Photovoltaik darüber philosophiert,
dies am Nordrand der anderweitig "nutzlosen" Sahara zu machen.
mW ist daraus nie was geworden, da man die Gegend für politisch/strategisch zu unsicher hielt.
stromphotovoltaik