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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.2021 10:46

Jurassic135 06.11.2023 15:48
Es gibt ja aber auch Fälle, da ist aufgrund von Verschattung durch Nachbarbäume eine Photovoltaik gar nicht sinnvoll, weil eben keine Sonne aufs Dach und damit kein nennenswerter Ertrag zustande kommt. Ich frage mich, was macht man denn in dem Fall, wenn man von Gas weg möchte oder soll/muss? Auf Fernwärme hoffen?

HeimatBauer 06.11.2023 15:49
Bei mir wäre es absolut kostenneutral gewesen. Ich habe mich damals bewusst für WP entschieden weil es einfach genau die richtige Technologie für den Job ist. In der Industrie mag das anders sein, da brauchts ganz andere Temperaturen, da brauchts eine offene Flamme. Für zuhause ist eine offene Flamme, egal ob Gas, Öl oder Holz, einfach ewiggestrig.

HeimatBauer 06.11.2023 15:57
Jurassic135 schrieb:

Es gibt ja aber auch Fälle, da ist aufgrund von Verschattung durch Nachbarbäume eine Photovoltaik gar nicht sinnvoll, weil eben keine Sonne aufs Dach und damit kein nennenswerter Ertrag zustande kommt. Ich frage mich, was macht man denn in dem Fall, wenn man von Gas weg möchte oder soll/muss? Auf Fernwärme hoffen?

Strom von Nachbars Photovoltaik, Strom aus dem solarpark auf dem Acker, Strom aus dem Windrad, irgendwann Strom aus Fusion/Whatever.

Ne Gasheizung kann nur Gas verheizen, ne Ölheizung nur Öl. Ist das alle, wirds kalt. Kann ich Gas selbst fördern? Oder Öl? Eher nicht. Kann ich Strom selbst fördern? Aber sowas von! Hallo Priwatt.

Kann ich das Gas, das ich für die Heizung nicht verwende, für mein Auto, meine Beleuchtung oder meinen Kühlschrank verwenden? Nein. Strom? Ja.

mayglow 06.11.2023 16:23
(Ich fürchte ja ich füttere wieder die Doomsday-er, aber...) Auf der Zins-Front gab's gerade vom manager-magazin ne wie ich fand interessante Kolumne ("Das Ende des Turbokapitalismus"). Grundliegend gings darum, dass gerade erstmals seit der Finanzkrise die Zinsen über der Inflationsrate liegen und sich das vermutlich auch nicht so schnell ändern wird und dann wird etwas schwadroniert, was das wohl für Auswirkungen hat. (Letztlich ist mit Schulden aufnehmen dann wieder mehr Risiko verbunden als das die letzten Jahre der Fall war, was für einige Unternehmen durchaus schmerzhaft werden kann)

Da wir hier ja auch regelmäßig die Zinsdebatten haben (und im Artikel die Baubranche auch vorkommt, auch wenn er allgemeiner gehalten ist) fand ich das durchaus interessant als Perspektive zu lesen. Hier im Forum kam's nicht so häufig vor, aber bis vor den Zinssteigerungen sah man schon ab und an mal, dass Leute (aus Finanzoptimiererei) möglichst wenig tilgen wollten, weil "die Inflation ja quasi schon den Kredit abbezahlt". Das ist dann wohl fürs erste nicht mehr so.

Buchsbaum 06.11.2023 17:08
Das sich bei einem Hypothekendarlehen etwas weg inflationiert halte ich für eine sehr gewagte These.

Zum einem hinken die Einkommen immer der Inflation hinterher. Wenn sich wie geschehen Brot oder Kartoffeln im Preis verdoppeln, dann halbiert sich in dem Moment mein Lohn. Ich bekomme nur noch die Hälfte für mein Geld. die Lebenshaltungskosten, Urlaub, Fahrzeuge, einfach alles wird wesentlich teurer und ich habe weniger Geld zur Verfügung. Meine Kreditrate bleibt natürlich gleich.

Spätere Lohnerhöhungen fangen die Teuerung allerdings nicht mehr ab. Im Gegenteil. Der verfügbare Einkommensanteil wird immer geringer.
Um so schwerer belasten dann die Kreditraten das Haushaltsbudget. Was inflationiert sich da weg?

Sinken die Preise irgendwann mal wieder, dann reden wir über eine Deflation. Dann sinkt der Immobilienwert aber auch, der Kredit bleibt gleich.

chand1986 06.11.2023 17:13
Buchsbaum schrieb:

Zum einem hinken die Einkommen immer der Inflation hinterher. Wenn sich wie geschehen Brot oder Kartoffeln im Preis verdoppeln, dann halbiert sich in dem Moment mein Lohn.
Spätere Lohnerhöhungen fangen die Teuerung allerdings nicht mehr ab. Im Gegenteil. Der verfügbare Einkommensanteil wird immer geringer.
Um so schwerer belasten dann die Kreditraten das Haushaltsbudget. Was inflationiert sich da weg?
Erstens gäbe es keine anhaltende Teuerung, wenn die Löhne dauerhaft HINTER der Inflation lägen. Denn wer könnte sie dann bezahlen?
Zur Inflation kommt noch die Produktivitätssteigerung hinzu. Nennt sich reale Lohnstückkosten.

Da die Kreditrate fix ist, entwertet sie sich also, wenn die Löhne steigen. Das Szenario eines Preissprungs ( Verdopplung ) ist keine Inflation, sondern ein externer Schock. Sowas gab es bei den Ölpreiskrisen der 70er schon mal. Den wiederum kann man mit Löhnen wirklich nicht auffangen, sonst läuft die Lohn-Preis-Spirale los… what? Wait! Wie in den 70ern!
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