ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.2021 10:46
HoisleBauer22 19.04.2022 18:30
Nutzername_Opf schrieb:
Ortskern ist bei uns links und rechts eine Häuserreihe wo in der Mitte die Strasse durch geht und hinten dran 100qm Garten sind...Dieses Modell dürfte weit verbreitet sein. Hier wäre sehr zu hoffen, dass der Gemeinderat so klug ist Grundstücke aufzukaufen, dann zusammenzulegen und dann weiter zu verkaufen zu einigermaßen fairen Preisen (gerne auch große Grundstücke mit Mehrfamilienhaus + Garten :p) . Sonst sehe ich schwarz für die dörflichen / kleinstädtischen Ortskerne. Pinkiponk 19.04.2022 18:53
Aloha_Lars schrieb:
Wenn das so ist, dann wäre das auch endlich die richtige Richtung. Bei uns im Umkreis sterben die Ortskerne weg, Leerstand überall und drum rum werden munter Neubaugebiete hochgezogen. Ist doch ne verrückte Welt. In einem Ort hatte der Bürgermeister duzende leerstehende Häuser erfasst. Aktuell wird dort aber das 4. Neubaugebiet in kürzester Zeit hochgezogen. Das ist pervers.Ich möchte nur mal gerne wissen, wo diese absterbenden Ortskerne überall sind. Mein Mann und ich haben so etwas gesucht und nicht gefunden. Da wir, wie bereits bekannt, in eine völlig neue Region (600km entfernt) umgezogen sind, konnten wir vielleicht nicht mit der notwendigen Intensität und Ausdauer recherchieren, prüfen und suchen. Wenn "Ortskern" allerdings heißt, viel befahrene Durchgangsstraße, dann wird es schon schwierig.Möchtest Du anonym preisgeben, was "bei uns im Umkreis" heißt? Dann würde ich mal nach den Angeboten schauen, denn mein Mann und ich sind durchaus noch offen für eine wohnliche Veränderung. (Ortskern Leipzig wäre uns am liebsten. ;-) )
Außerdem denke ich, weshalb die Ortskerne nicht der Natur zurückgeben, es werden neue Ortskerne entstehen. (Wobei ich ja auch das Ahrtal der Natur zurückgeben und die Menschen umsiedeln würde. ;-) )
haydee schrieb:
Ich möchte mein innerorts Grundstück nicht mit denen in den Siedlungen tauschen.Würde ich an Deiner Stelle auch nicht. Wir hatten keine Wahl, können aber auch gut damit leben. HoisleBauer22 19.04.2022 19:04
Pinkiponk schrieb:
die Menschen umsiedeln würdeGleich schreit einer "Zwangsumsiedlung, das geht ja gar nicht" Und: "Die haben sich ihre Häuser und Grundstücke über Jahrzehnte hart erarbeitet und die über 80-jährigen richten da fröhlich den Garten und fühlen sich in ihrer Arbeit frei" *g* Pinkiponk 19.04.2022 19:13
HoisleBauer22 schrieb:
Gleich schreit einer "Zwangsumsiedlung, das geht ja gar nicht" Und: "Die haben sich ihre Häuser und Grundstücke über Jahrzehnte hart erarbeitet und die über 80-jährigen richten da fröhlich den Garten und fühlen sich in ihrer Arbeit frei" *g*Schade, dass ich nur ein 🙂 vergeben kann. 🙂(Wie garstig von Dir, mich auf meine eigenen Widersprüche aufmerksam zu machen. ;-) )
haydee 19.04.2022 19:16
Bei uns ist Rhön. Trifft hier fast jeden Ort. Über Immowelt und Co wird meist überteuerter Müll angeboten den niemand will.
Ich wohne an der Hauptstraße. 8000 Fahrzeuge die Woche. Meist von 6-18 Uhr von Montag bis Freitag. Am Wochenende Ruhe (von dem spätpubertierenden Mittfünfziger ein paar Häuser weiter mal abgesehen. Allerdings stand am Freitag um 23 Uhr ein blau-silbernes Auto vor der Tür.)
Also bin ich im Garten habe ich keine Nachbarn die 5 m weiter Grillen oder Kindergeburtstag feiern.
Geht auch nicht anders. Das Grundstück ist schon seit Jahrhunderten bebaut.
Ich wohne an der Hauptstraße. 8000 Fahrzeuge die Woche. Meist von 6-18 Uhr von Montag bis Freitag. Am Wochenende Ruhe (von dem spätpubertierenden Mittfünfziger ein paar Häuser weiter mal abgesehen. Allerdings stand am Freitag um 23 Uhr ein blau-silbernes Auto vor der Tür.)
Also bin ich im Garten habe ich keine Nachbarn die 5 m weiter Grillen oder Kindergeburtstag feiern.
Geht auch nicht anders. Das Grundstück ist schon seit Jahrhunderten bebaut.
Ysop*** 19.04.2022 20:37
-Malte- schrieb:
Ich kann nichts hilfreiches beitragen, aber sagen, dass es uns vom Gefühl her genauso geht. Wir sind zum Glück (oder leider?) noch nicht so weit wie ihr: Wir warten gerade noch auf die Freigabe des städtischen Baugebiets und haben daher aktuell nichtmals ein Grundstück. Nichtsdestotrotz ist das Thema Hausbau seit 3-4 Jahren zentraler Wunsch, mit dem wir uns durchgängig beschäftigen und der sich aktuell in Luft auflöst.
Ich mache mir ziemliche Vorwürfe denn es hätte die ein oder andere Möglichkeit gegeben. Hätten wir doch mal das nach damaligen Verhältnissen völlig überteuerte Grundstück in 2020 gekauft oder hätten wir doch einfach nur die blöde Bauträger-Doppelhaushälfte mit winzigem Nordgarten in 2019 genommen. In beiden Fällen hätten wir nun ein Haus mit nach heutigen Verhältnissen einfach nur wahnsinnig günstiger Finanzierungsrate. Stattdessen löst sich unser Eigenkapital praktisch in Luft auf und es ist keine Hoffnung in Sicht. Ich kann mir gut vorstellen, wie es euch und anderen ergeht, die im Projekt schon weiter fortgeschritten sind.Auch wenn es dir vermutlich nicht weiterhilft, aber hinterher ist man immer schlauer. Ihr habt nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Hätte euch denn die Bauträger Doppelhaushälfte mit dem kleinen Garten wirklich glücklich gemacht? Haus um jeden Preis? Bitte macht euch keine Vorwürfe und atmet einmal tief durch. Prüft nochmal eure Möglichkeiten, möglicherweise auch im Bestand. Und auch ohne Eigentum geht das Leben weiter. Ich wünsche euch alles Gute 🙂
Edit: nein ich habe nichts gegen Doppelhaushälfte, ich bin selber in einer sehr gut aufgewachsen :-) mir geht es eher darum, dass damals offensichtlich Gründe dagegen gesprochen haben. Gründe, die vermutlich weiterhin vorhanden sind, auch wenn sie in der Retrospektive verblasst sein mögen.
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