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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

Winniefred21.12.22 12:08
Ich habe kürzlich eine Doku gesehen, in der es unter anderem um Erbpacht ging. Und darum, dass einige Gemeinden ihr Bauland nur noch so rausgeben, damit sie es nicht aus der Hand geben, sondern letztlich behalten können (und um Investoren abzuschrecken). Für mich wäre das auch gar nichts. Entweder Eigentum oder Miete, aber nicht so ein Zwischending, wo ich Jahrzehnte abzahle und es mir am Ende nicht gehört, aber mein Haus drauf steht. Da sehe ich die Vorteile doch klar bei der verpachtenden Partei.
fromthisplace21.12.22 14:36
Selbst bei 99 Jahren Laufzeit könnte ich angesichts des Gedanken: "Eventuell geht das Grundstück dann zurück." nur bedingt gut schlafen.
WilderSueden21.12.22 15:09
Hauptproblem an der Sache ist die 2/3 Entschädigung beim Heimfall. Das bedeutet, dass in diesem Moment der Hebel des Verpächters unglaublich groß ist. Entweder die höhere Erbpacht wird akzeptiert oder der Pächter verliert ein Drittel des Hauses. Und jeder nicht ganz blöde Käufer wird das schon 3-4 Jahrzehnte vorher berücksichtigen. Ich persönlich hätte deutlich weniger Bauchschmerzen mit dem Thema gehabt wenn die Entschädigung deutlich höher wäre
ypg21.12.22 19:40
Winniefred schrieb:

Da sehe ich die Vorteile doch klar bei der verpachtenden Partei.
Den Vorteil haben entweder die, die ansonsten nix finanziert bekommen und somit gar nicht zum Eigentum kommen oder diejenigen, die eben keinen Nachteil sehen und sich drauf einlassen.
fromthisplace schrieb:

Selbst bei 99 Jahren Laufzeit könnte ich angesichts des Gedanken: "Eventuell geht das Grundstück dann zurück." nur bedingt gut schlafen.
wir haben zb nur 80 Jahre und glaube mir: wir können sehr gut mit der kleinen Finanzierungsrate plus Pacht schlafen. Wenn alles nach Plan läuft, sind wir in 5 Jahren (insgesamt 14 Jahre Finanzierung) durch und haben eine ca. 200€-Pacht „am Hals“.
Winniefred21.12.22 20:09
Sicher ist das eine Frage der Sichtweise. Für mich wäre es eben kein richtiges Eigentum, denn das Land gehört mir dann ja eben gerade nicht. Ein Hauptantrieb für unseren Eigentumserwerb war für uns zum Beispiel auch die Vererbbarkeit an Kinder oder Enkel. Ebenso der Wiederverkaufswert, falls man es mal abstoßen muss. Ich sehe schon ein, dass es für manche die einzige Option ist. Manch einen mögen die genannten Dinge gar nicht stören. Ich sage aber eben auch, für uns wäre das nicht in Frage gekommen.
ypg21.12.22 20:40
Winniefred schrieb:

Sicher ist das eine Frage der Sichtweise.
Winniefred schrieb:

Für mich wäre es eben kein richtiges Eigentum, denn das Land gehört mir dann ja eben gerade nicht.
Es ist im Prinzip mit den gleichen Augen und Verstand zu erfassen, wie Dein Haus quasi der Bank gehört, zumindest für die X x 100000€, die Ihr als Kredit aufgenommen habt 😉
Winniefred schrieb:

dass es für manche die einzige Option ist.
… nicht die _einzige_, sondern _eine_
erbpachteigentumentschädigung