ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
WilderSueden28.06.22 18:42
WilhelmRo schrieb:
(das würde mich interessieren wieviele immer noch 600k€ zu 3,5% Zinsen aufnehmen)Das kannst du dir relativ gut aus den Berichten über Neubaugebiete abschätzen. Vor kurzem waren die 3, 4, 5-fach überbucht, jetzt haben viele Neubaugebiete noch Plätze frei. Bedeutet im Umkehrschluss, dass der allergrößte Teil der Bevölkerung das nicht kann. Alternativ kannst du die Rate ausrechnen, da bist du bei dem Zins und Volumen bei ca 3000€ im Monat (2,2% Tilgung). Das durchschnittliche Haushaltsnetto in Deutschland liegt bei gut 3500€, du musst also schon sehr überdurchschnittlich verdienen um dir diesen Kredit leisten zu können. Ansonsten gilt genau das was schreibt. Es geht nicht um das Zinsvolumen. Das geschöpfte Geld im Beispiel ist die Summe aller Kredite und das wird weniger. Übrigens nicht nur beim Hausbau, auch im Unternehmensbereich. Da schlagen Zinsen noch mehr rein, denn zum einen wird die Investition teurer und damit der zu erwartende Gewinn geringer. Zum anderen werden aber auch die erwarteten Gewinne dieser Investition stärker diskontiert womit sich die Investition noch weniger lohnt.
chand198628.06.22 18:55
Heute Angebot von 3,88% eff. bei 100% Finanzierung von 380k mit 15 Jahren Zinsbindung mit kfw124 Baustein 100k über 10 Jahre Zinsbindung. Knapp 1.900/Monat würde der Spaß kosten.
Wird das besser? Eher nicht :-/
Warum ist das wichtig? Weil das simple „Herbeidrucken“ von Inflation via ZB dadurch nicht unbedingt plausibler wird.
Aber das hattest du auch gar nicht behauptet, weswegen ich dir keine Wissenslücken attestieren will ;-) .
Wird das besser? Eher nicht :-/
WilderSueden schrieb:Ich lass den ad personam Teil davor mal weg und stelle fest, dass ich genau das gesagt habe: Die Zentralbanken schaffen kein Geld, das irgendwie im Portemonnaie der Bürger auftaucht, wenn sie elektronisch „Geld drucken“, wie es so schön heißt. Sie stellen den Banken Liquidität für den Handel untereinander und/oder mit dem Staat zur Verfügung. Das sind von den Geschäftsbankenkrediten separate Geldkreisläufe.
aber in der Realität braucht es kein physisches Bargeld. Die Zentralbanken sind auch tatsächlich gar nicht diejenigen die das Geld tatsächlich schöpfen, das passiert in den Geschäftsbanken (Sparkassen, Volksbanken, Privatbanken...) indem Kredite vergeben werden denen nur ein partielles Guthaben der Bank entgegensteht (faktisch so wenig, dass man es überschlagsweise mit "nichts" ansetzen kann).
Warum ist das wichtig? Weil das simple „Herbeidrucken“ von Inflation via ZB dadurch nicht unbedingt plausibler wird.
Aber das hattest du auch gar nicht behauptet, weswegen ich dir keine Wissenslücken attestieren will ;-) .
Scout**28.06.22 23:03
Habe gerade im Standard gelernt wie verbreitet in Österreich Kredite ohne festen Zinssatz sind:
Aktuell sind bei Österreichs Banken 132 Milliarden Euro an Immobilienkrediten offen. Fast 65 Milliarden davon entfallen auf variable Darlehen. Dazu kommen 128 Milliarden Euro an variablen Krediten, die Banken an Unternehmen vergeben haben. Bei Firmen ist die Kreditform noch häufiger als bei Haushalten.
Diese Kredite hängen meist am Euriborsatz
Aktuell sind bei Österreichs Banken 132 Milliarden Euro an Immobilienkrediten offen. Fast 65 Milliarden davon entfallen auf variable Darlehen. Dazu kommen 128 Milliarden Euro an variablen Krediten, die Banken an Unternehmen vergeben haben. Bei Firmen ist die Kreditform noch häufiger als bei Haushalten.
Diese Kredite hängen meist am Euriborsatz
Allthewayup29.06.22 14:29
Da dieser Thread bereits einen bunten Blumenstrauß an Themen beherbergt und große Beteiligung vorherrscht, kommt es auf ein weiteres Blümchen ja nicht mehr an darum die Frage in die Runde zur „Ausfallentschädigung nach der Aktiv/Passiv Methode“. Zum Zeitpunkt des Abschlusses unserer Finanzierung war eine Ausfallentschädigung von ca. 52k (vor)berechnet worden. Natürlich passend zum damaligen Zinsumfeld. Jetzt kam aus dem Bekanntenkreis die Aussage, dass sich die hierfür relevanten Anleihen dermaßen gut entwickelt haben, sodass die Vorfälligkeitsentschädigung heute (theoretisch) mit einem „handshake“ abgehandelt wäre. Da wir bisher natürlich weiter davon ausgingen, dass wir das nicht genau zu wissen brauchen haben wir uns auch nicht mit den aktuellen Projektabbruchkosten beschäftigt. Aber seit dieser Aussage treibt uns die Frage um: ist dem wirklich so?
Es steht und fällt halt gerade alles mit der politischen Situation und da sollte man auch das „worst-case-Szenario“ zumindest gedanklich mal durchgegangen sein. Denn wenn wir das Haus abgerissen haben wird es richtig kompliziert danach noch die Notbremse zu ziehen oder gar vom GU gezogen zu bekommen.
Es steht und fällt halt gerade alles mit der politischen Situation und da sollte man auch das „worst-case-Szenario“ zumindest gedanklich mal durchgegangen sein. Denn wenn wir das Haus abgerissen haben wird es richtig kompliziert danach noch die Notbremse zu ziehen oder gar vom GU gezogen zu bekommen.
bowbow9129.06.22 14:48
Allthewayup schrieb:
Aber seit dieser Aussage treibt uns die Frage um: ist dem wirklich so?Ja das ist korrekt. Es kann entweder Aktiv-Aktiv oder Aktiv-Passiv gerechnet werden. In beiden Fällen kannst du derzeit davon ausgehen dass die Entschädigung sich auf Bearbeitungsgebühren beschränkt.
Wir haben diese Gedanken ebenfalls hinter uns und haben dazu auch mit der Bank gesprochen gehabt.
Ein Abbruch würde ich nur in Erwägung ziehen, sofern eine potentielle Nachfinanzierung im monatlichen Budget nicht mehr möglich ist.
Allthewayup29.06.22 15:39
bowbow91 schrieb:
Ja das ist korrekt. Es kann entweder Aktiv-Aktiv oder Aktiv-Passiv gerechnet werden. In beiden Fällen kannst du derzeit davon ausgehen dass die Entschädigung sich auf Bearbeitungsgebühren beschränkt.
Wir haben diese Gedanken ebenfalls hinter uns und haben dazu auch mit der Bank gesprochen gehabt.
Ein Abbruch würde ich nur in Erwägung ziehen, sofern eine potentielle Nachfinanzierung im monatlichen Budget nicht mehr möglich ist.Danke für die rasche Antwort. Wir haben gar nicht die Angst, dass uns die Kosten über den Kopf wachsen, schließlich haben wir auch noch großes Einsparpotenzial bei den Außenanlagen und der Einrichtung. Wir haben eher die Befürchtung es kommt zu einem kompletten Stillstand der Baubranche wenn nicht systemrelevante Produktionen heruntergefahren werden und der GU deshalb die Notbremse zieht oder gar Insolvenz anmelden muss sollte der Stillstand zu lange andauern.
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