ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke
Erstellt am: 23.04.21 10:46
Gelbwoschdd24.08.22 13:26
BackSteinGotik schrieb:
Bestimmt, aber wie so oft in Deutschland, wird vergessen, dass die höheren Löhne & Preise jemand bezahlen muss - und wenn der Staat nicht mehr baut, die kommerziellen Entwickler auf der Bremse stehen, die Wohnungsbaugenossenschaften und ganz, ganz viele Baufamilien es sich nicht mehr leisten können, wird es spannend. Und dann sind da noch die Banken und deren Bewertungen & Bedingungen..Naja eigentlich ist es doch ganz einfach. Steigende Kosten zahlt am Ende IMMER der Endkunde. Da die Löhne sowohl beim Bauunternehmen selbst, als auch bei den Zulieferern teilweise deutlich steigen werden, werden sowohl der Zulieferer, als auch das Bauunternehmen diese, genauso wie steigende Energiekosten an den Endkunden weitergeben müssen. Die, welche ohnehin bisher kaum Marge haben, müssen somit zwangsläufig teurer werden, andere, welche bisher teurer waren, weil sie bessere Margen hatten, können mit den Preisen aber auch nicht runter gehen, sondern diese maximal halten. (was ein Schachtelsatz :-P!?) Da spielt es dann auch eine sekundäre Rolle, wie hoch die Nachfrage ist. Es wird sich keiner leisten können und wollen, dass er bei einem Projekt draufzahlt. Eher wird der ein oder andere schließen (müssen), was wiederum dazu führt, dass das Angebot derer, die ein Projekt umsetzen können, kleiner und somit teurer wird. Dabei sind geringe Materialverfügbarkeiten und Lieferkettenprobleme noch gar nicht berücksichtigt, welche zusätzliche Preistreiber sind. Dann gibt`s ja auch noch sowas wie Photovoltaikpflichten,...Fazit: ich sehe nicht, wie die Preise in absehbarer Zeit fallen sollen. Als Privatperson zu bauen wird somit zusehends schwieriger bis unmöglich, wenn man nicht erbt oder anderweitig ein hohes Eigenkapital zusammenbekommt. Traurig aber wahr.
Reggert24.08.22 13:30
Ich könnte mir ja eher vorstellen das man dann wieder häufiger Fahrzeuge aus einem anderen EU Land auf der Baustelle sieht. Hatten auch 1x Samstag einen sehr freundlichen Rumänen mit Freundin der bei uns paar Dachlatten gesetzt hatte, glaub der wurde aber nur landesnormentsprechend bezahlt
Gelbwoschdd24.08.22 14:09
Reggert schrieb:
Ich könnte mir ja eher vorstellen das man dann wieder häufiger Fahrzeuge aus einem anderen EU Land auf der Baustelle sieht. Hatten auch 1x Samstag einen sehr freundlichen Rumänen mit Freundin der bei uns paar Dachlatten gesetzt hatte, glaub der wurde aber nur landesnormentsprechend bezahltDann wäre das ein sauberer Mindestlohnverstoß und würde vom Zoll geahndet werden, so er das mitbekommen würde. Der Mindestlohn gilt für alle Arbeitgeber, nicht nur für die Deutschen.Tolentino24.08.22 14:15
Wenn er Alleinunternehmer ist nicht. Dann ist er eine Firma und kann dann die zu leistende Arbeit zu dem Preis anbieten, den er für angemessen hält.
Joedreck24.08.22 15:55
Ich denke es muss eine radikale Marktbereinigung geben. Durch die Aufhebung der Insolvenzpflicht, den niedrigen Zinsen und staatlichen Stützen der letzten Jahre, sind viele Marktteilnehmer da, welche schon längst weg wären.
xMisterDx24.08.22 18:19
Reggert schrieb:
Ich könnte mir ja eher vorstellen das man dann wieder häufiger Fahrzeuge aus einem anderen EU Land auf der Baustelle sieht. Hatten auch 1x Samstag einen sehr freundlichen Rumänen mit Freundin der bei uns paar Dachlatten gesetzt hatte, glaub der wurde aber nur landesnormentsprechend bezahltNicht nur wegen der Preise, auch wegen der Verfügbarkeit. Ich warte seit nunmehr fast 5 Wochen auf den Innenputzer.
Wenn ich könnte (schlüsselfertig vom GU) würde ich auch Rumänen holen, die mir das Zeug in 3 Tagen an die Wände matschen... schleifen kann ichs hinterher selbst...
Aber der ganze Ablauf und vor allem das Einheizen verzögert sich immer weiter in den kalten Herbst hinein. Es ist zum Verzweifeln.
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