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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

roteweste16.06.22 18:12
Smarti99 schrieb:

Jeder der die Schule absolviert hat sollte wissen das es stimmt. Stichwort : lohn Preis spirale. Die inflation geht nur zurück wenn der Konsum zurück geht. Das geht eben nur durch wohlstandsverlust. Simple Marktwirtschaft.
Inflation = Zuwachs der Geldmenge M3 - Wirtschaftswachstum

Die Inflation der letzten Jahre war halt nicht so offensichtlich wie jetzt. Spätestens seit Corona, aber eigentlich schon seit 2008, wird doch nur durch systematisches Gelddrucken eine größere Rezession verschleppt.

Im Übrigen steht für mich und meine Familie das Thema Immobilienkauf bzw. Hausbau in den nächsten 2-3 Jahren an. Gäbe es in unserer Gegend Bauplätze, hatten wir wohl schon vor 3 Jahren gebaut. Jetzt sehen wir, wie unserer Traum vom Eigenheim Woche für Woche mehr zerplatzt. Ich habe mir heute wieder mal durchgerechnet, was bei den aktuellen Bauzinsen und Baupreisen für uns noch drin ist. Wenn ich den Kosten unser Einkommen, unserer Ausbildung und unserer Arbeitszeit entgegengesetzte ist das jenseits von Gut und Böse. Ehrlich gesagt weiß ich schon lange nicht mehr was mich in diesem Land noch hält. Arbeit finden ich und meine Frau sicher auch wo anders.
driver5516.06.22 18:24
hier sind‘ ca. 833€ im Monat…
Fuchsbau35 schrieb:

Der Bausparer bekommt jetzt das, was wir in die Sondertilgung stecken wollten (ca. 10.000€ p.a.)

Und jetzt sind’s schon 1200€ im Monat zusätzlich. 🙄
Fuchsbau35 schrieb:

Der Bausparer kostet uns durchschnittlich im Jahr 14400€,

Macht mit der Rate zusammen 3100€? 🙄

Die Rechnung ist ja noch lange nicht zu Ende…
Ihr bekommt dann also die 280k€ für 1,25% Zins. (Weil ihr 144k€ in den Bausparer „pumpt“). Ist die Annahme richtig. Die restlichen ca. 60k€ müsstet ihr dann mit marktüblichen Zins in 2031 beleihen. Auch richtig?

Würdet ihr das alles in den Kredit packen, wäre die Restschuld bei ca. 180k€ (statt 345k€). Auch richtig?

Und wie hoch muss der Zins in 2031 sein, damit ihr „gewinnt“? (mir isses jetzt zu warm zum Rechnen 😀 )
Smarti9916.06.22 18:56
roteweste schrieb:

Inflation = Zuwachs der Geldmenge M3 - Wirtschaftswachstum

Die Inflation der letzten Jahre war halt nicht so offensichtlich wie jetzt. Spätestens seit Corona, aber eigentlich schon seit 2008, wird doch nur durch systematisches Gelddrucken eine größere Rezession verschleppt.

Im Übrigen steht für mich und meine Familie das Thema Immobilienkauf bzw. Hausbau in den nächsten 2-3 Jahren an. Gäbe es in unserer Gegend Bauplätze, hatten wir wohl schon vor 3 Jahren gebaut. Jetzt sehen wir, wie unserer Traum vom Eigenheim Woche für Woche mehr zerplatzt. Ich habe mir heute wieder mal durchgerechnet, was bei den aktuellen Bauzinsen und Baupreisen für uns noch drin ist. Wenn ich den Kosten unser Einkommen, unserer Ausbildung und unserer Arbeitszeit entgegengesetzte ist das jenseits von Gut und Böse. Ehrlich gesagt weiß ich schon lange nicht mehr was mich in diesem Land noch hält. Arbeit finden ich und meine Frau sicher auch wo anders.

Also muss die Bautätigkeit zurück gehen und dadurch auch die Preise. Wenn weniger Nachfrage muss die marge reduziert werden um Aufträge zu bekommen. Die Chefs fahren dann nur noch Mercedes und keine Porsches mehr. Preissteigerungen durch hohe Energiepreise sind natürlich eine andere Geschichte.
roteweste16.06.22 19:04
Smarti99 schrieb:

Also muss die Bautätigkeit zurück gehen und dadurch auch die Preise. Wenn weniger Nachfrage muss die marge reduziert werden um Aufträge zu bekommen. Die Chefs fahren dann nur noch Mercedes und keine Porsches mehr. Preissteigerungen durch hohe Energiepreise sind natürlich eine andere Geschichte.
Das muss nicht unbedingt so ein. Meiner Ansicht nach befinden wir uns schon seit mindestens einem halben Jahr in einer "Stagflation". Nicht nur Energiepreise auch diverse Rohstoffpreise lassen sich nicht so einfach durch geldpolitische Entscheidungen innerhalb der EU nach unten korrigieren.

Es wird natürlich spannend zu sehen, wie die Bauindustrie mit hohen Rohstoffpreisen einerseits und einem Wegbrechen der Nachfrage andererseits umgeht. Wie ich Deutschland kenne, wäre mein Tipp: Groß frisst Klein und Staatsknete für die großen Bauträger.
Fuchsbau3516.06.22 19:13
driver55 schrieb:

hier sind‘ ca. 833€ im Monat…


Und jetzt sind’s schon 1200€ im Monat zusätzlich. 🙄



Macht mit der Rate zusammen 3100€? 🙄

Die Rechnung ist ja noch lange nicht zu Ende…
Ihr bekommt dann also die 280k€ für 1,25% Zins. (Weil ihr 144k€ in den Bausparer „pumpt“). Ist die Annahme richtig. Die restlichen ca. 60k€ müsstet ihr dann mit marktüblichen Zins in 2031 beleihen. Auch richtig?

Würdet ihr das alles in den Kredit packen, wäre die Restschuld bei ca. 180k€ (statt 345k€). Auch richtig?

Und wie hoch muss der Zins in 2031 sein, damit ihr „gewinnt“? (mir isses jetzt zu warm zum Rechnen 😀 )

Haha, same here. Mir ist es auch zu warm! Also, wenn wir 2031 den gesamten Rest in einen Kredit für (optimistisch) 2% eher >4%) stecken, zahlen wir deutlich mehr Zinsen als mit dem Bausparer plus evtl. "Kleinkredit". Die Rechnung macht bei uns m.E. deshalb Sinn weil wir eh mit großen Sondertilgung in den nächsten Jahren kalkuliert haben. Wäre das Geld letztes Jahr flüssig gewesen, hätten wir es eher als Eigenkapital genutzt und weniger Darlehen aufgenommen und dann sogar wahrscheinlich nur 0,8% Zinsen gezahlt.
War aber nicht möglich. Ja, tatsächlich haben wir da ne ordentliche monatliche Rate, aber die müssen wir ja nicht bedienen. Wenn es weniger Bausparer wird, dann ist es ebenso. Das Risiko gehen wir ein. Ohne die bald verfügbaren Rücklagen wäre dieses Konstrukt natürlich wenig sinnvoll.
BackSteinGotik16.06.22 19:27
roteweste schrieb:

Das muss nicht unbedingt so ein. Meiner Ansicht nach befinden wir uns schon seit mindestens einem halben Jahr in einer "Stagflation". Nicht nur Energiepreise auch diverse Rohstoffpreise lassen sich nicht so einfach durch geldpolitische Entscheidungen innerhalb der EU nach unten korrigieren.

Es wird natürlich spannend zu sehen, wie die Bauindustrie mit hohen Rohstoffpreisen einerseits und einem Wegbrechen der Nachfrage andererseits umgeht. Wie ich Deutschland kenne, wäre mein Tipp: Groß frisst Klein und Staatsknete für die großen Bauträger.

Groß macht doch nur Mehrfamilienhaus & Quartier in Serie. Der Markt ist doch schon ziemlich ausgetrocknet. Gibt aktuell noch ein paar Artikel, in denen Finanzmenschen noch fix vorrechnen, warum der Kauf zur Vermietung noch eine tolle Anlage ist, trotz der hohen Zinsen. Der Aspekt der zu hohen Preise wurde natürlich bewusst ausgeklammert. Sonst gibt es nur wenige, welche die Zeitenwende noch wegschreiben wollen. Die Preise (und Bewertungen) werden also sinken. Beim Neubau sicher ganz am Schluss. Aber irgendwann sind die Substitutionen möglich und die internationale Transportkapazität auch wieder mehr im Gleichgewicht. Der wegbrechende Konsum wird dafür sorgen..

Und ob der Bund noch groß Pulver zur Rettung der Industrie hat? Man hat ja in den letzten Jahren nicht gerade Maß gehalten. Und da EU, USA und China wohl zusammen in eine Rezession abtauchen, könnte es ganz andere Probleme geben. Ob man da 50%+ seines Einkommens für Wohnen ausgeben möchte?
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