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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.2021 10:46

Bauenaberwie 28.04.2022 08:10
In der Ruine schrieb:

Da hier anscheinend viele an aktuellen Stahlpreisen interessiert zu sein, anbei mein Angebot von gestern.
447kg Bewehrungsstahl 945,51€Brutto + Lieferung.
7 Matten (Q335A und Q118A) und 50m Distaschlangen.
Also 2.115€/t
Wahnsinn 🙁 Ob es im Mai Juni wirklich günstiger wird bleibt ab zu warten

WilderSueden 28.04.2022 08:58
MPK2000 schrieb:

D) wird der Inflationsdruck allein aufgrund der Basiseffekte abnehmen
Das dachten wir bis vor kurzem alle auch. Dann kam der Krieg. Wer weiß was als nächstes kommt. Und selbst wenn nichts kommt, in vielen Produkten steckt die Inflation noch in der Lieferkette. Die Erzeugerpreise sind den Verbraucherpreisen noch deutlich voraus.
Es ist auch klar, dass die Politik noch einiges vor hat. Die spontane Umstellung gesamter Lieferketten von Pipelinegas auf Flüssiggas kommt teuer. Weg vom Gas kommt auch teuer, es hat gute Gründe warum zum Beispiel bisher nur wenige Stahlwerke mit Elektrizität arbeiten statt mit Gas. Bei vielen Punkten ist auch absolut unklar wie lange die praktische Umsetzung überhaupt dauern wird, z.B. Stromleitungen. Ein paar Kilometer von unserem Bauort entfernt läuft eine 220kV Leitung die durch eine 380 kV Leitung ersetzt werden soll (Leitungsvorhaben 23 Herbertingen-WT). Aktuell wird geschaut wo die Trasse möglichst nah an der bestehenden gebaut werden kann, wo Vögel brüten, usw. Geplante Inbetriebnahme ist 2032, also in 10 Jahren (und ob das klappt wage ich zu bezweifeln). Mehr Leitungen sind aber zentral wenn wir alles auf Strom umstellen und gleichzeitig die Energie immer fluktuierender erzeugen.

Pinkiponk 28.04.2022 09:47
apokolok schrieb:

Ich weiß, du bist im Herzen ein bescheidener Mensch, aber gerade von dir hat mir der Post doch einen kleinen Schmunzler entlockt.
Manche mehr, andere weniger 😉
Ist in der Sache aber absolut korrekt und hat mich an ein Gespräch mit der H.F-Hausverkäuferin, während unserer Recherche-Zeit, erinnert. Ich hätte ja unglaublich gerne mit H.F-Haus gebaut, war finanziell aber leider nicht möglich. Jedenfalls meinte ich sehr bedauernd zu ihr, "..., leider sind unsere finanziellen Möglichkeiten begrenzt". Sie hat mir darauf geantwortet, und das hat mich wirklich getröstet: "... das sind sie bei jedem unserer Kunden."

Der Verzicht auf beispielsweise 100qm Wohnfläche kann ebenso weh tun wie der Verzicht auf 10qm Wohnfläche und umgekehrt. Emotional muss das keinen Unterschied machen. Die meisten Menschen orientieren sich auch als Erwachsene an ihrer Peer Group und den dort vorherrschenden Maßstäben.

Pinkiponk 28.04.2022 10:15
rick2018 schrieb:

Aber man hat doch keinen Anspruch auf alles. Hier sollte man halt Prioritäten setzen. Wer Eigentum möchte kann halt vielleicht nicht zeei mal im Jahr in den Urlaub usw. Gerade beim Konsum kann man doch gut verzichten.
Jeder muss sich nach der Decke strecken. Die ist bei einem halt höher und bei anderen niedriger.
Ich kann Deinem Beitrag uneingeschränkt zustimmen. Jede/r muss mit dem wirtschaften, was er hat und für sich das Beste daraus machen oder es eben sein lassen. Das bezieht sich nicht nur auf Finanzen, sondern auch auf intellektuelle, musische, handwerkliche und/oder sonstige Fähigkeiten, Charaktereigenschaften etc..
(Konsum halte ich in vielen Fällen für eine Ersatzbefriedigung, aber vielleicht liege ich damit auch falsch.)

MPK2000 28.04.2022 11:35
WilderSueden schrieb:

Das dachten wir bis vor kurzem alle auch. Dann kam der Krieg. Wer weiß was als nächstes kommt. Und selbst wenn nichts kommt, in vielen Produkten steckt die Inflation noch in der Lieferkette. Die Erzeugerpreise sind den Verbraucherpreisen noch deutlich voraus.
Es ist auch klar, dass die Politik noch einiges vor hat. Die spontane Umstellung gesamter Lieferketten von Pipelinegas auf Flüssiggas kommt teuer. Weg vom Gas kommt auch teuer, es hat gute Gründe warum zum Beispiel bisher nur wenige Stahlwerke mit Elektrizität arbeiten statt mit Gas. Bei vielen Punkten ist auch absolut unklar wie lange die praktische Umsetzung überhaupt dauern wird, z.B. Stromleitungen. Ein paar Kilometer von unserem Bauort entfernt läuft eine 220kV Leitung die durch eine 380 kV Leitung ersetzt werden soll (Leitungsvorhaben 23 Herbertingen-WT). Aktuell wird geschaut wo die Trasse möglichst nah an der bestehenden gebaut werden kann, wo Vögel brüten, usw. Geplante Inbetriebnahme ist 2032, also in 10 Jahren (und ob das klappt wage ich zu bezweifeln). Mehr Leitungen sind aber zentral wenn wir alles auf Strom umstellen und gleichzeitig die Energie immer fluktuierender erzeugen.
Ja, der Punkt ist sicher valide.
2 Gedanken dazu:
Die Erzeugerpreise können nur dann weitergegeben werden an die Verbraucher, wenn eine Preisfestsetzungsmacht besteht....die würde ich bei vielen Unternehmen ab einem gewissen grad bezweifeln. Aber ja, Druck ist noch in der Pipeline. Die Frage ist, wo sich der Druck entlädt. In den Margen der Unternehmen innerhalb der Produktionsketten oder bei den Endverbrauchern.
Zum Thema Erdgas/Gas. Es gibt keine Energiequelle, die höhere Vollkosten pro Kilowattstunde Strom hat als Erdgas...

Neubau2022 28.04.2022 11:48
MPK2000 schrieb:

Ja, der Punkt ist sicher valide.
2 Gedanken dazu:
Die Erzeugerpreise können nur dann weitergegeben werden an die Verbraucher, wenn eine Preisfestsetzungsmacht besteht....die würde ich bei vielen Unternehmen ab einem gewissen grad bezweifeln. Aber ja, Druck ist noch in der Pipeline. Die Frage ist, wo sich der Druck entlädt. In den Margen der Unternehmen innerhalb der Produktionsketten oder bei den Endverbrauchern.
Zum Thema Erdgas/Gas. Es gibt keine Energiequelle, die höhere Vollkosten pro Kilowattstunde Strom hat als Erdgas...

Mal etwas Hintergrundwissen. Gestern bei einer politischen Talk-Sendung kam das Thema des größten Gasspeichers in Deutschland auf. Der gehörte bis zu der Krim-Annexion einer Tochter von BASF. 3 Monate nach dem die Krim besetzt wurde, hat BASF diesen Gasspeicher an Gasprom verkauft. Fand ich zumindest sehr interessant.
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