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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

xMisterDx13.02.23 20:20
Ich frage mich wie ein Bäcker überlebt, der keine 6-8 Wochen im Jahr ohne bzw. mit weniger Produktion auskommen kann. So viel muss er nämlich planen, weil sein Personal 6 Wochen Urlaub haben und man mit durchschnittlich 8 Kranktagen im Jahr rechnet. Also fällt jeder Mitarbeiter schonmal 8 Wochen im Jahr aus.

Die Pleitewelle ist bisher auch ausgeblieben. Macht Habeck vielleicht doch ne Menge richtig?
Bausparfuchs13.02.23 20:27
Nun, 90 Prozent der deutschen Dax Unternehmen sind prinzipiell insolvent, da Überschuldet. Nicht zahlungsunfähig, noch nicht.

Wenn man die Verschuldung der deutschen Telekom von bspw. aktuellen 132 Milliarden sich so ansieht dann ist es sehr ungesund.
Wenig Wachstum, steigende Finanzierungskosten und sehr hohe Pensionsverpflichtungen. Cashflow von 8,8 Milliarden Euro.

Der Bäcker von neben an hat eben das Problem, er kann sich nicht weiter verschulden. Und wenn er seine Gasrechnung und sein Mehl nicht mehr vorfinanzieren kann oder die Preise entsprechend erhöhen kann, dann ist halt Feierabend. Die Telekom gibt einfach ein paar neue Anleihen aus und es geht weiter. Alte Schulden werden auf neue gerollt und die summe ist eigentlich egal. Weil es niemand mehr zurück zahlen kann.

Die Staatsverschuldung der DDR lag 1989 in Fremdwährungen bei gerade einmal 34 Milliarden DM (17 Mrd. Euro) und damit etwa bei 10 Prozent der Telekom. Von der BRD reden wir erst gar nicht. Sollen ja mit den Pensionsverpflichtungen usw. bei über 6 Billionen liegen.

Aber das wird sicherlich wie immer weg inflationiert. Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – und der ist Null.
SoL13.02.23 20:40
Bausparfuchs schrieb:

Die Staatsverschuldung der DDR lag 1989 in Fremdwährungen bei gerade einmal 34 Milliarden DM (17 Mrd. Euro) und damit etwa bei 10 Prozent der Telekom. Von der BRD reden wir erst gar nicht. Sollen ja mit den Pensionsverpflichtungen usw. bei über 6 Billionen liegen

Von Staatsverschuldung.de:
Die Staatsverschuldung der DDR ist ein brisantes Thema, denn die Schulden der DDR werden oft als Beleg für die Schwäche der sozialistischen Wirtschaftsordnung schlechthin angeführt.

Außerdem ist es ein kompliziertes Thema, denn die Verschuldung der DDR ist nur schwer mit der westlicher Länder zu vergleichen. Erstens waren die meisten Betriebe staatlich, daher muss die Verschuldung der Betriebe in die des Staates hineingerechnet werden. Und zweitens ist der Schuldenstand durch den schockartigen Übergang zur Marktwirtschaft 1990 stark erhöht worden.

1989 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der DDR 208 Mrd. € (Quelle 11).

Die Höhe der von der DDR übernommenen Schulden bezifferte die Bundesbank im Jahre 1997 mit 172 Mrd. € (Quelle 12). Das sind 83%, gemessen am BIP.

Deutschland liegt gerade bei 66.4% des BIP.
Also war die DDR höher verschuldet, als wir es heute sind...

War wohl doch nicht alles so rosig unter den roten Freunden aus Moskau.
Bausparfuchs13.02.23 21:40
Seit wann sollen Unternehmensschulden bei den Staatsschulden auftauchen? Die Schulden der Telekom tauchen auch nicht in der Bundesbankbilanz auf, trotz Beteiligung des Bundes. Das ist also Quatsch.

Bezogen auf das BIP von 313 Mrd. DM/160 Mrd. EUR für das letzte Jahr der DDR (1989) entsprach die Staatsverschuldung 27,6 %, des BIP.
Was die Bundesbank 1997 übernommen hat interessiert überhaupt nicht. So Pleite wie die DDR immer im meist unwissenden Westen gemacht wurde war sie dann ja doch nicht.

Und in einem war die DDR Meilen voraus. Alles wurde selbst hergestellt. Außer bei den Rohstoffen gab es kaum Abhängigkeiten.

Jede arbeitende Frau hatte übrigens Anspruch auf einen bezahlten Haushaltstag im Monat zusätzlich zum Urlaub. War eine schöne Sache, vor allem für Mütter. Das hat man aber gleich abgeschafft. wäre ja zu schön gewesen. Frauenhatten ja auch einen ganz anderen Stellenwert. Kinder eben auch.
Aber das ist alles ebenso Geschichte wie eins der besten Bildungssysteme der Welt. Heute haben wir eins der schlechtesten. so ist es eben.
xMisterDx13.02.23 22:01
Bausparfuchs schrieb:

Und in einem war die DDR Meilen voraus. Alles wurde selbst hergestellt. Außer bei den Rohstoffen gab es kaum Abhängigkeiten.

Jep. Deswegen wurde in der DDR auch bis 1990 der fast unveränderte Trabant auf dem Entwicklungsstand von 1958 produziert, während man in der BRD mit dem Golf III schon 4 Generationen weiter war...

Die Autarkie hat sich die DDR mit 30 Jahren technischem Rückstand erkauft.
WilderSueden13.02.23 22:45
xMisterDx schrieb:

Ich frage mich wie ein Bäcker überlebt, der keine 6-8 Wochen im Jahr ohne bzw. mit weniger Produktion auskommen kann. So viel muss er nämlich planen, weil sein Personal 6 Wochen Urlaub haben und man mit durchschnittlich 8 Kranktagen im Jahr rechnet. Also fällt jeder Mitarbeiter schonmal 8 Wochen im Jahr aus.
Deswegen haben die meisten Bäckereien keine richtigen Bäcker mehr, sondern lassen Minijobber professionell aufbacken 😉
Von der Jugend hat eh keiner mehr Lust nachts um 2 in der Backstube zu stehen und wenn der ganze Betrieb an zwei Bäckern hängt, ist auch doof. Der Kunde geht eh dorthin, wo es am billigsten ist
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