Baukosten gehen aktuell durch die Decke

5,00 Stern(e) 185 Votes
B

Bozzi03

dass wir nur einen Laptop für fünf Kollegen haben ist Stand unserer Digitalisierung. :D Hier läuft schon Vielrs sehr gut, aber HO ist ein rotes Tuch. Mein Mann arbeitet als Ingenieur im Bereich Anlagenplanung und kämpft auch um jeden Tag HO bei seinem AG. Dabei wären drei Tage pro Woche locker möglich. „Die gehen dann immer nicht ans Telefon, wenn man sie braucht“ ist da das Argument. Mein Mann meinte dazu nur trocken, dass das im Büro nicht anders sei.
Ich denke, viele blenden aus, wie hoch der Anteil an AG ist, der nicht modern werden will. Und je nach Region kommen die auch damit durch. Siehe Teilzeitdiskusdionen und Elternzeiten für Väter. Ich bin da als Frau nicht sooo optimistisch.
Der Arbeitgeber von meinem Bruder setzt voll auf HO. Ihre bisherigen Büros wurden von dem Eigentümer (Firma unten drunter) gekündigt. Die neuen Büros sind zu klein für ihre Vorhaben setzen daher auf Hot Desks und HO. Der Trend zu HO wird immer größer und viele Arbeitnehmer werden das auch verlangen. Die altmodischen Chefs müssen mitziehen oder "sterben" weil sie keine Mitarbeiter mehr finden.
 
S

Seb_Opf

Gute Frage. Kauft die Gemeinde auf, explodieren die Preise. Druckmittel wie eine Strafe für Leerstand gibt es nicht.

Auf der einen Seite stehen Gebäude leer, auf der anderen Seite müssen potentielle Eigentümer unter Umständen wegziehen.
Gibt es hier auch... ja falls die Enkel mal bauen möchten heben wir die Grundstücke auf...
Andererseits sind das idr Gebiete aus den 1990ern und früher mit entsprechendem BPlan aus dieser Zeit... Muss man natürlich auch mögen...

Die letzten Jahre gibt es aber nur noch mit Bauzwang (vollkommen richtig so)
 
WilderSueden

WilderSueden

Druckmittel wie eine Strafe für Leerstand gibt es nicht.
Leerstand kostet auch Geld und zwar mehr als die meisten Menschen denken (Opportunitätskosten). Insofern braucht es eigentlich keine Strafe. Auf der anderen Seite haben private Kleinvermieter politisch einen schweren Stand. Insofern muss man sich dann auch nicht wundern wenn manche ihr Elternhaus erst einmal eine Weile leerstehen lassen anstatt es zu vermieten. Und grundsätzlich hat natürlich jeder erst einmal das Recht einen beliebigen Preis aufzurufen, auch wenn das Haus der Großeltern eine Bruchbude ist.
 
H

haydee

Leerstand kostet auch Geld und zwar mehr als die meisten Menschen denken (Opportunitätskosten). Insofern braucht es eigentlich keine Strafe. Auf der anderen Seite haben private Kleinvermieter politisch einen schweren Stand. Insofern muss man sich dann auch nicht wundern wenn manche ihr Elternhaus erst einmal eine Weile leerstehen lassen anstatt es zu vermieten. Und grundsätzlich hat natürlich jeder erst einmal das Recht einen beliebigen Preis aufzurufen, auch wenn das Haus der Großeltern eine Bruchbude ist.
Neja solange die Hütte nicht einfällt geht es. Wasser- Strom wird abgemeldet usw. kostet gar nicht soviel. Hatten wir auch lange gezahlt. Vermieten geht oft nicht. Wer will in ein Haus mit Kohleofen oder gar noch Ölofen mit Kännchen oder Nachtspeicherofen, dazu ein rosa Bad garniert mit dem Hauch der Nachkriegszeit? In manchen Regionen gibt es wenig Mieter. Wenn ich mir überlege was mir von 20 Jahren in Augsburg angeboten wurde, wäre das Luxus.
Natürlich hat jeder das Recht, aber dann bleiben die Gebäude einfach stehen und verfallen. Solange niemand gefährdet wird, ist es egal ob Bäume in der Dachrinne wachsen. Druck gibt es nicht und die "Dummen" aus den Ballungsgebieten haben es langsam auch gerafft, dass die Ladenhüter keine Schnäppchen trotz des niedrigen Preises sind.
 
WilderSueden

WilderSueden

Und was müsste die Gemeinde deiner Meinung nach tun? Eigentümer zur Sanierung verpflichten? Grundstücke kaufen, abreißen und als Bauland verkaufen?
 
H

haydee

Gibt es hier auch... ja falls die Enkel mal bauen möchten heben wir die Grundstücke auf...
Andererseits sind das idr Gebiete aus den 1990ern und früher mit entsprechendem BPlan aus dieser Zeit... Muss man natürlich auch mögen...

Die letzten Jahre gibt es aber nur noch mit Bauzwang (vollkommen richtig so)
Gibt es bei uns massig. Leider. Bei kannst du deine Stadtvilla mit grauen Fensterrahmen bauen in die Gebiete der 90er. Die Gemeinde ist sehr kulant, Hauptsache eine Familie bleibt oder kommt.
Gelernt wurde aus den Fehlern. Alle Grundstücke des Baugebietes gehen an die Gemeinde und dann verkauft mit Bauzwang. Dauert halt Jahre bis die Gemeinde alle Grundstücke hat.
 
H

haydee

Und was müsste die Gemeinde deiner Meinung nach tun? Eigentümer zur Sanierung verpflichten? Grundstücke kaufen, abreißen und als Bauland verkaufen?
Die Grundstücke müssten zu einem realistischen Wert an die Gemeinde gehen, abgerissen und als Bauland verkauft werden. Was vermutlich zu Rechtsstreitigkeiten und steigenden Abbruchkosten führt. Objekte werden sogar angeboten, aber Preise die ehr zu Nürnberg passen.

Was sanierungsfähig ist wurde durch eine Förderung ganz gut an den Mann oder Frau gebracht. Bei Abbrüchen mit Nebengebäuden ist die Förderung zu gering, selbst wenn das Objekt nicht gekauft werden muss. Die Beratung durch ein Architekturbüro, das die Gemeinde zahlt, ist auch gar nicht so schlecht.

Es wird viel getan und probiert. Manches auch wieder als nicht funktionierend eingestampft. Immer wieder kommt einfach der Punkt, wo keine Handhabe mehr besteht.
 
J

Joedreck

Die Grundstücke müssten zu einem realistischen Wert an die Gemeinde gehen, abgerissen und als Bauland verkauft werden. Was vermutlich zu Rechtsstreitigkeiten und steigenden Abbruchkosten führt. Objekte werden sogar angeboten, aber Preise die ehr zu Nürnberg passen.

Was sanierungsfähig ist wurde durch eine Förderung ganz gut an den Mann oder Frau gebracht. Bei Abbrüchen mit Nebengebäuden ist die Förderung zu gering, selbst wenn das Objekt nicht gekauft werden muss. Die Beratung durch ein Architekturbüro, das die Gemeinde zahlt, ist auch gar nicht so schlecht.

Es wird viel getan und probiert. Manches auch wieder als nicht funktionierend eingestampft. Immer wieder kommt einfach der Punkt, wo keine Handhabe mehr besteht.
Neben der Frage was genau ein realistischer Preis ist, stellt sich aber auch die grundsätzliche Frage der Enteignung. Denn nichts anderes ist es.
Und besonders hier gibt es sicher ein weites Feld der angemessenen Maßnahmen. Beginnend bei Nutzung des Vorkaufsrechtes, über Bildung von öffentlich rechtlichen Genossenschaften, bis hin zu sozialem Wohnungsbau.
Das ist unbefriedigend, ich weiß. Nur leben wir eben in einem grundrechtlich hoch geschütztem Staat. Nur weil etwas politischer Wille ist, darf das nicht zur Aushöhlung der Grundrechte führen. Manche Umstände müssen wir wohl oder übel ertragen. Auch wenn die junge Familie kein Häuschen findet, weil Opa x, oder Erbe y die Bude lieber verrotten lassen, als sie günstig zu verkaufen.
 
Zuletzt aktualisiert 27.06.2022
Im Forum Baukosten / Förderungen gibt es 1309 Themen mit insgesamt 31128 Beiträgen

Ähnliche Themen
14.06.2017Landkauf - Land zu Bauland wandeln - Seite 3Beiträge: 61
04.05.2021Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile? - Seite 7Beiträge: 154
06.05.2022Wertermittlung von Ackerland zu Bauland? Beiträge: 47
24.01.2022BEG Förderung des Effizienzhaus 55 im Neubau wird eingestellt - Seite 8Beiträge: 66
30.05.2022Preisverhandlung für zukünft. Bauland - Empfehlungen? Erfahrungen? Beiträge: 11
03.11.2020Hausbau. ETW verkaufen oder vermieten? Beiträge: 52
22.06.2020KfW Förderung mit Tilgungszuschuss für mich möglich? Beiträge: 16
29.12.2016Privatstraße = Bauland? Wer bezahlt welchen Anteil? - Seite 2Beiträge: 21
02.06.2016Hilfe-Grundstückskauf; Notar, Eigentümer ermitteln, Flurkarte - Seite 2Beiträge: 19
21.01.2015Bauland um Gartenland erweitern - Auswirkungen auf Baufenster Beiträge: 20

Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben