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ᐅ Baukosten gehen aktuell durch die Decke


Erstellt am: 23.04.21 10:46

HeimatBauer27.06.23 10:14
KarstenausNRW schrieb:

Es sind nicht die Zinsen und auch nicht die Baukosten, es sind die Köpfe der Menschen.

Da spielt auch Survivorship Bias mit rein. Wir sehen ja nur das 80er/90er Eigentum das es gibt - klingt simpel, aber auch damals gab es Leute die es sich nicht leisten konnten. Oder sich nur eine sehr abgespeckte Version leisten konnten. Meine Eltern sind damals in ein de facto im Rohbau befindliches Haus eingezogen und haben es peu-a-peu ausgebaut und hatten erst sechs Jahre nach Geburt des ersten Kindes eine Zentralheizung. Rückblickende Einschätzung dazu? "War halt so!" Heute ist anscheinend irgendwo die Pflicht verankert worden, dass JEDER ein Einfamilienhaus baut. Mit Dampfgarer. Und kochfeldabzug. Smart sowieso. Gerne Bling-Bling. Infrastruktur? Egal, einmal das billgste bitte. Sorry, aber bei mancher Hausdiskussion denke ich mir: Da haben meine Großeltern trotz aller Not irgendwie weiter gedacht.

Nein, es gibt weder ein Recht auf Einfamilienhaus noch ein Grundrecht auf die billigstmögliche, egal wie umweltverpestende, Heizung.
HeimatBauer27.06.23 10:20
KarstenausNRW schrieb:

Wenn ich 1986 mit Nettohaushaltseinkommen DM 2.000 ein Haus für DM 200.000 hinbekommen habe, heute aber mit € 7.000 das Haus für € 500.000 nicht mehr schaffe, ist das nicht den "teuren" Preisen geschuldet, sondern der Tatsache, dass Du heute mehr Geld (auch relativ, nicht nur absolut) für SchnickSchnack Konsum ausgibst, als damals. Die Häuser heute sind in Relation zum Einkommen und dem allgemeinem Preisgefüge günstiger als damals.

Gut fand ich dazu den Heizungsmonteur der die ganze Heizungsdebatte mal eingeordnet hat. Seine Erfahrungen decken sind mit meinen: Da steht ein SUV vor der Türe in dem gerne mal alleine 20k für Extras drinstecken, aber wenn die Heizung 5-10k teurer ist, dann macht man ein Gesicht wie bei Wurzelbehandlung ohne Narkose. Das SUV wird in 1-2 Jahren abgestoßen, das Haus hat man Jahrzehnte. Prioritätensetzen? Ja, genau.

Den größten Unterschied sehe ich tatsächlich in der Aufrichtigkeit bezüglich der eigenen Prioritätensetzung: Meine Großeltern und Eltern sagen dann halt: "Joah, war damals halt so." Heute heißt es: "ICH HABE EIN ANRECHT AUF EIN SUV UND EIN Einfamilienhaus UND DAS WILL MAN MIR WEGNEHMEN!!!ELF"
Winniefred27.06.23 10:21
KarstenausNRW schrieb:

Natürlich wurde damals anders gebaut. Aber darum geht es doch nicht.
Der Einfamilienhaus-Standard 2023 ist heute am 27.06.2023 (finanziell) einfacher zu erreichen als der Standard 1986 am 27.06.1986. Damals musst man - relativ gesehen - mehr von seinem Einkommen opfern, als heute. Nur darum geht es mir.

Nein, Du denkst zu kurz.
Wenn ich 1986 mit Nettohaushaltseinkommen DM 2.000 ein Haus für DM 200.000 hinbekommen habe, heute aber mit € 7.000 das Haus für € 500.000 nicht mehr schaffe, ist das nicht den "teuren" Preisen geschuldet, sondern der Tatsache, dass Du heute mehr Geld (auch relativ, nicht nur absolut) für SchnickSchnack Konsum ausgibst, als damals. Die Häuser heute sind in Relation zum Einkommen und dem allgemeinem Preisgefüge günstiger als damals.

Doch, auch darum geht es (teilweise). Wenn man damals schon so hätte bauen müssen, hätten die Kosten deutlich höher gelegen und viele hätten es sich nicht mehr leisten können. Es wurde damals einfach gebaut, weil es eben ging und weil man es sich dann so wenigstens leisten konnte. Diese Option besteht heute aber nicht mehr. Das muss man schon bedenken.
HeimatBauer27.06.23 10:30
Winniefred schrieb:

Doch, auch darum geht es (teilweise). Wenn man damals schon so hätte bauen müssen, hätten die Kosten deutlich höher gelegen und viele hätten es sich nicht mehr leisten können. Es wurde damals einfach gebaut, weil es eben ging und weil man es sich dann so wenigstens leisten konnte. Diese Option besteht heute aber nicht mehr. Das muss man schon bedenken.

Heute besteht im Gegensatz zu damals die Möglichkeit, sich eine Mietwohnung in einer passenden Preisklasse zu suchen. Die bestand damals deutlich weniger. Man hat nicht nur gebaut weil man konnte, sondern auhc weil man musste. Unsere Siedlung wurde ab 1960 gebaut, die Reihenhaussiedlung meiner Schwiegereltern 1980/1990. Vorher war da Acker.

Es gibt auch heute durchaus Wohnungen vom damaligen "Standard", also ein Ölofen pro Etage, lütte Fenster, etc. Warum zieht da niemand ein und renoviert vielleicht? Richtig, weil keiner Bock drauf hat.
WilderSueden27.06.23 11:04
KarstenausNRW schrieb:

Nein, Du denkst zu kurz.
Wenn ich 1986 mit Nettohaushaltseinkommen DM 2.000 ein Haus für DM 200.000 hinbekommen habe, heute aber mit € 7.000 das Haus für € 500.000 nicht mehr schaffe, ist das nicht den "teuren" Preisen geschuldet, sondern der Tatsache, dass Du heute mehr Geld (auch relativ, nicht nur absolut) für SchnickSchnack Konsum ausgibst, als damals. Die Häuser heute sind in Relation zum Einkommen und dem allgemeinem Preisgefüge günstiger als damals.
Ich finde leider auf die Schnelle keine Zahlen zum Haushaltsnetto für die 80er, nur ein durchschnittliches Bruttoeinkommen für Vollzeitarbeitnehmer von ca 3000DM. Netto dürfte das pro Haushalt wohl bei etwa 2000DM oder knapp darüber rauskommen. Heute ist das einfacher, hier liegt das durchschnittliche Haushaltsnetto bei 3600€. Deine 7000€ sind also weit überdurchschnittlich und mit denen bekommt man natürlich ein Haus für 500k finanziert. Ist aber für die breite Bevölkerung vollkommen irrelevant, denn die hat nur knapp die Hälfte.
Nehmen wir ein 200k Haus bei 2k Einkommen an, ist das das hundertfache Nettoeinkommen. Ein 500k Haus bei 3,6k sind aber das 138-fache Nettoeinkommen. Ehrlicherweise muss man noch Zinsen rechnen, hier nehme ich mal 20% Eigenkapital und 25 Jahre Laufzeit für beides an. Da kommt die Finanzierung der 80er mit 8% auf 1200DM Rate und die Finanzierung heute mit 4% Zins auf 2100€. Das ist beides Mal nah an 60%
Pitiglianio27.06.23 11:36
Nettohaushaltseinkommen 1987 von 2000 DM ist aber arg untertrieben. Die hatte ich '90 schon direkt nach meiner Lehre mit 19 Jahren.
Aber abgesehen davon war halt auch die Kaufkraft mit 2000 DM eine ganz andere als heute.
Ich habe 1999 das erste Mal gebaut mit einem Nettohaushaltseinkommen von gut 4000 DM. Zins damals bei 6 Prozent. Hausbaukosten ca. 250.000 DM.
150.000 DM davon musste ich finanzieren.
Ging, aber auch mit viel Eigenleistung.

Heute:
Nettohaushaltseinkommen: knapp 5000 Euro.
Hausbaukosten: grob 500.000 Euro.
Davon 300.000 Euro zu 0,9% finanziert.
Geht auch, mit diesmal weniger Eigenleistung. Aber mit deutlich höheren Nebenkosten (im Verhältnis gesehen) zu 1990.

Mit jetzt 4% Zinsen wäre es unmöglich für mich zu bauen.
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