Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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Zuletzt aktualisiert 06.02.2023
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xMisterDx

Das ist gleich doppelt falsch. Zum einen gibt es außerhalb der überhitzten Ballungsräume ganz viele "normale Leute" die Eigenheime haben. Gerade unter denen dich schon vor 20 oder 30 Jahren gebaut haben. Und zum anderen sind die nicht Eigenheimbesitzer also Mieter erst recht auf die Förderung angewiesen. Kein Vermieter tauscht die Gastherme freiwillig gegen eine Wärmepumpe aus und macht nebenbei noch die nötige energetische Sanierung wenn seine Modernisierungsumlage auf 2€ bzw. 3€ gekappt ist und er anschließend ewig keine Miete mehr erhöhen darf. Nebenkosten zahlt ja ohnehin der Mieter...
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Leute, die vor 20, 30 Jahren ein EFH gebaut haben, jetzt in einer Bude sitzen, die jährlich 150, 200, 250 kWh/m²/a für die Heizung benötigt. Da fallen schnell mal 20, 25 oder auch auch 30.000 kWh/a an... 20.000 kWh kosten Ende der Heizperiode 2022/23 so um die 4-5.000 EUR.

Die Förderung von energetischer Sanierung bedeutet also auch, dass man diesen Leuten die finanzielle Ersparnis fördert, die Mieter hingegen bekommen die lange Nase gezeigt. Das sehe ich ehrlich gesagt nicht so recht ein, denn die Entscheidung ein Haus zu bauen, ist eine individuelle. Und die Entscheidung, das Haus 20, 30, 40 Jahre in keinster Weise energetisch zu sanieren, ist auch eine individuelle. Das darf nun nicht ernsthaft die Allgemeinheit ausbaden.
 
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xMisterDx

Oder gar mancher, der die Amortisationsdauer der 20k Aufpreis nach Förderung berechnet. Langfristig wird Gas zum Tarif für LNG aus Katar zu kalkulieren sein, nach vorübergehenden Preisexzessen für zwei bis drei Winter. Durch Gasverstromung, Atomausstieg und erneuerbare Energien werden die durch Altbau-Arbeitszahl 3 geteilten Strompreise langfristig kaum günstiger als Gas sein, außer es werden Strafsteuern deutlich erhöht.
Kennen Sie denn schon den Tarif aus Katar, wenn alle westlichen Staaten sich von dort das Gas besorgen?
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir je wieder Gaspreise unter 15 Cent/kWh sehen werden...
 
F

Freilauf

Putin hat schon recht wenn er sich fragt, mit was die Deutschen eigentlich heizen wollen.

Kohle, Holz, Öl und Gas sollen ja 2023 nicht mehr aus Russland kommen. Uran für die Brennstäbe natürlich auch nicht mehr.
Wärmepumpen sind gerade ebenso wenig liefertbar wie Photovoltaik Technik. Die Kühltürme der AKW hat man bereits abgerissen.

Lawrow hat heute der EU nochmals eine verlässliche und preiswerte Lieferung von Gas über Northstream II angeboten.

Also das ganz Problem könnte sich innerhalb weniger Stunden zum Guten wenden. Wir haben kein Gas oder Stromproblem sondern ein Regierungsproblem.

Aber das wird sich mit enorm steigenden Energiepreisen wahrscheinlich sehr schnell ändern.
Bitte noch schnell Screenshot machen fjür den Arbeitsnachweis an die russische Trollagentur, bevor auch dieser Account gelöscht wird. Bezahlen die eigentlich pro Wort, pro Beitrag oder pro Site Impression?
 
F

Freilauf

Kennen Sie denn schon den Tarif aus Katar, wenn alle westlichen Staaten sich von dort das Gas besorgen?
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir je wieder Gaspreise unter 15 Cent/kWh sehen werden...
Was zu Strompreisen um die 40 Cent führen könnte, wie in aktuellen Neukundenangeboten mancherorts. Und Photovoltaik Eigenverbrauch im Winter senkt selbst bei großem unverschattetetem Süddach nur einen Teil der Altbau Heizkosten. Aber klar, mit Photovoltaik zu Preisen wie vor zwei Jahren könnte man die WP ggf etwas attraktiver rechnen. Sind aber auch wieder viele tausend Euro höherer Invest.
 
P

pkiensch

...
Auch beim E-Auto soll ja bald der Gürtel enger geschnallt werden. Irgendwie vermittelt das ganze einstampfen der verschiedenen Förderungen einen Sparkurs der Regierung, wäre da nicht das Verteilen der Steuergelder in der Welt - upps, ich wollte ja gar keine politische Diskussion vom Zaun brechen, nur meine subjektive, wohl etwas leicht gereizte Meinung zur Gesamtsituation kund tun.
...
Hier (und bei WP, Photovoltaik, ...) ist allerdings auch die Frage, was passiert, wenn man bei „gedeckeltem“ Angebot (Lieferketten) die Nachfragekurven durch Förderungen verschiebt – sah man teils ja schon beim Tankrabatt. Dass das sehr sprunghafte Handeln für langfristige Investitionsplanung nicht ideal ist, klar, aber es geht beim Streichen der Förderprogramme sicherlich nicht nur um einen Sparkurs, sondern auch um Inflationsbekämpfung.
 
G

guckuck2

Sanierung im Bestand ist wohl nicht erwünscht? Kann ja verstehen, dass man haushalten muss und Förderung ist ja auch nicht immer positiv zu sehen auf Endverbraucherseite. Aber das ist schon ein hartes Brett...
Man muss nix mit Steuergeldern fördern, was auch so schon rentabel ist.
Alles richtig gemacht. Gilt auch für Kürzung der E-Auto Förderung.
 
Zuletzt aktualisiert 06.02.2023
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