Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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S

Scout**

Aus der WELT:

"Die soliden Finanzierungen, die aktuell noch beobachtet werden, könnten sich immer weniger Menschen in Deutschland leisten. „Der Neubau oder Kauf von Immobilien wird zunehmend zu einem exklusiven Markt, auf dem sich nur noch das wohlhabendste Zehntel der Bevölkerung tummelt.“

Vieles spricht dafür, dass der durchschnittliche an einer Baufinanzierung Interessierte heute ein völlig anderer ist als noch vor fünf Jahren. Wer sich heute für Baufinanzierungen interessiert, verfügt nach seiner Berechnung bereits jetzt über ein durchschnittliches Netto-Haushaltseinkommen von über 5000 Euro im Monat. Potenzielle Immobilienkäufer repräsentieren damit die obersten 15 Prozent der Bevölkerung."

 
N

Neubau2022

Gestern war eine sehr interessante Diskussion bei Markus Lanz. Die These, oder die Tatsache, war das es den Menschen in Deutschland einfach so gut in den letzten Jahrzehnten ging, das die Luxussachen wie z.B. ein Haus als Eigentum als normal angesehen haben. Und wir haben und leben immer noch auf Kosten von anderen, u.a. Afrika. Jetzt kehren wir so langsam zu der Normalität zurück. Kann die Sendung jedem empfehlen, gibt einem schon zu denken.
 
A

Axolotl2022

das die Luxussachen wie z.B. ein Haus als Eigentum als normal angesehen haben.
Das sehen rd. 60% der Deutschen nicht - die sind Mieter. Und im Vergleich zum Ausland haben wir eine gelb-rote Laterne, das die Eigentumsquote angeht. In Deutschland ist die Mieter oftmals günstiger als im Ausland.
den Menschen in Deutschland einfach so gut in den letzten Jahrzehnten ging,
Auch das bezweifel ich. Zumindest die pauschale Aussage. Die obere Mittelschicht - ja. Aber der ganze untere Bereich, dem geht es auch schon seit Jahrzehnten nicht gut. Wenn die Armut in Deutschland (relative Armut) seit Jahrzehnten steigt, ist das auch kein gutes Zeichen.
 
Y

Yosan

Das sehen rd. 60% der Deutschen nicht - die sind Mieter.
Kennt jemand schöne Statistiken zu dieser Verteilung auf verschiedene Gebiete bezogen? Und das bezieht sich vermutlich immer auf Haushalte?!
Ich nehme an, dass die Eigentumsquote auf dem Land sehr massiv höher ist als in den größeren Städten oder auch als in Universitätsstädten z.B.
Auf dem Land ist Wohneigentum zumindest gefühlt schon seit meiner Kindheit eher die Normalität
 
N

Neubau2022

Auch das bezweifel ich. Zumindest die pauschale Aussage. Die obere Mittelschicht - ja. Aber der ganze untere Bereich, dem geht es auch schon seit Jahrzehnten nicht gut. Wenn die Armut in Deutschland (relative Armut) seit Jahrzehnten steigt, ist das auch kein gutes Zeichen.
Womit vergleichst Du das? Mit einem Kind in Somalia oder mit dem Luxusyachtbesitzer auf St. Tropez? Ich komme selbst aus einer Arbeiterfamilie (Vater: Schweißer, Mutter: Putzfrau), ans Eigentum war nie zu denken. Nicht desto trotz hat es uns an nichts gemangelt. Nein, wir waren nie Urlaub im Ausland gemacht, aber was man nicht kennt... Armut bedeutet für mich nicht, das man Dach über dem Kopf bezahlt bekommt und genug Geld für Nahrung hat. Das alles bekommt man nämlich vom Amt gestellt. Auch das Kind kann dann kostenfrei in die KiTa und Schule gehen. Ich persönlich finde, dass man auch in Deutschland des eigenen Glückes Schmied ist. Klar gibt es Besonderheiten wie schwere Krankheiten, aber das kommt dann seltener vor. Wir schweifen aber vom Thema ab, denn es geht um Hausbau. Und das sollte als Luxus und nicht gegeben angesehen werden.
 
O

Oetti

Aus der WELT:

"Die soliden Finanzierungen, die aktuell noch beobachtet werden, könnten sich immer weniger Menschen in Deutschland leisten. „Der Neubau oder Kauf von Immobilien wird zunehmend zu einem exklusiven Markt, auf dem sich nur noch das wohlhabendste Zehntel der Bevölkerung tummelt.“

Vieles spricht dafür, dass der durchschnittliche an einer Baufinanzierung Interessierte heute ein völlig anderer ist als noch vor fünf Jahren. Wer sich heute für Baufinanzierungen interessiert, verfügt nach seiner Berechnung bereits jetzt über ein durchschnittliches Netto-Haushaltseinkommen von über 5000 Euro im Monat. Potenzielle Immobilienkäufer repräsentieren damit die obersten 15 Prozent der Bevölkerung."
Diese 5000 Euro Grenze verblüfft mich ehrlich gesagt, weil sie mir persönlich nicht sonderlich hoch vorkommt. Wir landen mit unserem Haushaltseinkommen ziemlich genau bei diesem Wert und ich habe eher den Eindruck, dass wir damit in unserem Umfeld eher Mittelfeld sind.

Immobilienkauf war für mich schon immer Luxus und wird aus meiner Sicht auch bleiben. Auf der anderen Seite sehe ich aber eine klare Verschiebung der Prioritäten bei manchen. Mein jüngerer Bruder, 23 Jahre, war letztes Jahr total enttäuscht, dass er mit seinem Gehalt kein neues Haus oder wenigstens eine Bestandsimmobilie zu 100 % finanzieren - Eigenkapital und hohes Einkommen Fehlanzeige. Gerade entwickelt er sich beruflich ein wenig weiter und verdient ein paar Euro mehr und schon will er sich wie der Rest seiner Clique einen möglichst neuen vollausgestatteten Audi finanzieren. Zitat: "Für was geh ich denn arbeiten, wenn ich mir nichts gönnen darf?" Joah, kannste so machen, dann aber nicht wundern, wenn später die Kohle für eine eigene Immobilie fehlt und du mit 30 immer noch bei Mama wohnst...
 
Zuletzt aktualisiert 17.04.2024
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