Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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Myrna_Loy

Da gibt es ja ganz andere Stellschrauben - zum Beispiel, dass Gemeinden nicht mehr verpflichtet sind, Grundstücke zu den aktuellen Höchstpreisen verkaufen zu müssen, die Grunderwerbssteuer könnte man senken, die Notar- und Maklerkosten an die Investitonssumme staffelnd koppeln, steuerbefreiung selbstgenutzter Immobilien bis zu einer gewissen Preishöhe, Wohnpflicht,...
 
Tolentino

Tolentino

Wie sollte der Staat denn hier eingreifen? Bloß weil er angenommener weiße Wohnungen subventionieren würde wären diese ja auch nicht billiger, es zahlt nur jemand anders (mit).

Und Löhne erhöhen kann der Staat gleich zweimal nicht außer bei den eigenen Leuten- indem er die Gewerkschafsforderungen von sich aus übererfüllt ;) Ansonsten gilt die Tarifautonomie.
1. Muss ja nicht direkt subventionieren.
Könnte gewisse Erleichterungen bei den Bauvorschriften einführen. Muster/Typenpläne nach denen immer gebaut werden darf (auch ohne Architekt) veröffentlichen, Grunderwerbsteuer senken, Bauzwang verbieten (entweder Bauträger oder GU - nichts verkapptes). Kartellüberwachung bei den Baustoffherstellern/-händlern verschärfen. Handwerksausbildung fördern. Gibt bestimmt noch mehr, was mir jetzt auf die schnelle nicht einfällt.

2. Mindestlohn regelmäßig angemessen anpassen (führt natürlich auch zu Kostensteigerung).
 
S

Scout

Die also zusätzlich von Einnahmen des Staates lebt, der armen Kirche angehört und vom Staat auch noch das Grundstück geschenkt bekam quasi.
Dafür bekam die Gemeinde für einige Wohnungen auch ein Belegungsrecht und kann damit über Sozialwohnungen verfügen. Und der Rest der Bewohner hatte bislang eh nur prekäre Chancen auf dem Wohnungsmarkt; er verfügt nun teilweise zum ersten Mal überhaupt über eine eigene Wohnung. Da lässt sich leicht daher reden ob sozialer Verantwortung- wer erfüllt diese denn konkret hier?

Ansonsten bin ich auch ein großer Kritiker der Kirchen und ihrer Besitztümer- aber hier sollte man nun wirklich mal die Kirche im Dorf lassen (pun intended)...
 
B

BauherrFranken

Punkt 2) Das sind natürlich die prädestinierten Häuslebauer! Wenn wir den Mindestlohn soweit anheben, damit sich auch Geringqualifizierte in der Regel ein Häuschen bauen können, dann wird unsere Volkswirtschaft dauerhaft nicht funktionieren.
 
D

Deliverer

Ich kann deine Gedanken null nachvollziehen. Aber ich denke du konntest es nicht wissen, dass es hauptsächlich Wohnungen für betreutes Wohnen bzw. für geistig Behinderte sind. Nichtsdestotrotz ganz normale Wohnungen. Bauherr ist eine kirchliche Einrichtung, die auch die Werkstätten für diese Menschen betreibt.
Und die Kirche zahlt solche Preise für Wohnfläche, die sie kostenlos zur Verfügung stellt?
Ich habe doch nicht das Konzept des sozialen Wohnungsbaus kritisiert. Ich kritisiere, dass überall Viertel für Geringverdiener plattgemacht werden und zu Luxus-Vierteln umgebaut werden. Zum Ausgleich kommen an den Rand dann 10% der Wohnungen, deklariert als "sozial". Leider können sich die Bewohner, die vorher da gewohnt haben (und mal eben für 5 Jahre umziehen mussten), die neuen "sozial"-Wohnungen nicht mehr leisten, obwohl sich die Miete doch nur um 50% erhöht hat.
 
M

Myrna_Loy

bei größeren Neuansiedlungen von Unternehmen könnte man auch den Bau von Werkswohnungen zur Bedingung machen... Der Druck im Kessel in den Städten kommt ja auch dadurch, dass Unternehmen wie Microsoft, Google, oder die großen Wirtschaftsberatungsunternehmen sehr hohe Gehälter zahlen, attraktive Arbeitsplätze bieten aber die Kommunen kaum bauen. In München, Hamburg ud Frankfurt sieht man nun immer häufiger, dass zwei kleine Reihenhäuser in älteren Wohngebieten zusammengelegt werden. Hat schon bei den Wohnungen zu Verlusten an Wohnraum geführt. Wiederholt sich jetzt im Bereich der kleinen Familienhäuschen.
 
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