Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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F

Fuchsbau35

hier sind‘ ca. 833€ im Monat…


Und jetzt sind’s schon 1200€ im Monat zusätzlich. :rolleyes:



Macht mit der Rate zusammen 3100€?:rolleyes:

Die Rechnung ist ja noch lange nicht zu Ende…
Ihr bekommt dann also die 280k€ für 1,25% Zins. (Weil ihr 144k€ in den Bausparer „pumpt“). Ist die Annahme richtig. Die restlichen ca. 60k€ müsstet ihr dann mit marktüblichen Zins in 2031 beleihen. Auch richtig?

Würdet ihr das alles in den Kredit packen, wäre die Restschuld bei ca. 180k€ (statt 345k€). Auch richtig?

Und wie hoch muss der Zins in 2031 sein, damit ihr „gewinnt“? (mir isses jetzt zu warm zum Rechnen :D )
Haha, same here. Mir ist es auch zu warm! Also, wenn wir 2031 den gesamten Rest in einen Kredit für (optimistisch) 2% eher >4%) stecken, zahlen wir deutlich mehr Zinsen als mit dem Bausparer plus evtl. "Kleinkredit". Die Rechnung macht bei uns m.E. deshalb Sinn weil wir eh mit großen SoTi in den nächsten Jahren kalkuliert haben. Wäre das Geld letztes Jahr flüssig gewesen, hätten wir es eher als Eigenkapital genutzt und weniger Darlehen aufgenommen und dann sogar wahrscheinlich nur 0,8% Zinsen gezahlt.
War aber nicht möglich. Ja, tatsächlich haben wir da ne ordentliche monatliche Rate, aber die müssen wir ja nicht bedienen. Wenn es weniger Bausparer wird, dann ist es ebenso. Das Risiko gehen wir ein. Ohne die bald verfügbaren Rücklagen wäre dieses Konstrukt natürlich wenig sinnvoll.
 
B

BackSteinGotik

Das muss nicht unbedingt so ein. Meiner Ansicht nach befinden wir uns schon seit mindestens einem halben Jahr in einer "Stagflation". Nicht nur Energiepreise auch diverse Rohstoffpreise lassen sich nicht so einfach durch geldpolitische Entscheidungen innerhalb der EU nach unten korrigieren.

Es wird natürlich spannend zu sehen, wie die Bauindustrie mit hohen Rohstoffpreisen einerseits und einem Wegbrechen der Nachfrage andererseits umgeht. Wie ich Deutschland kenne, wäre mein Tipp: Groß frisst Klein und Staatsknete für die großen Bauträger.
Groß macht doch nur MFH & Quartier in Serie. Der Markt ist doch schon ziemlich ausgetrocknet. Gibt aktuell noch ein paar Artikel, in denen Finanzmenschen noch fix vorrechnen, warum der Kauf zur Vermietung noch eine tolle Anlage ist, trotz der hohen Zinsen. Der Aspekt der zu hohen Preise wurde natürlich bewusst ausgeklammert. Sonst gibt es nur wenige, welche die Zeitenwende noch wegschreiben wollen. Die Preise (und Bewertungen) werden also sinken. Beim Neubau sicher ganz am Schluss. Aber irgendwann sind die Substitutionen möglich und die internationale Transportkapazität auch wieder mehr im Gleichgewicht. Der wegbrechende Konsum wird dafür sorgen..

Und ob der Bund noch groß Pulver zur Rettung der Industrie hat? Man hat ja in den letzten Jahren nicht gerade Maß gehalten. Und da EU, USA und China wohl zusammen in eine Rezession abtauchen, könnte es ganz andere Probleme geben. Ob man da 50%+ seines Einkommens für Wohnen ausgeben möchte?
 
roteweste

roteweste

Und ob der Bund noch groß Pulver zur Rettung der Industrie hat? Man hat ja in den letzten Jahren nicht gerade Maß gehalten. Und da EU, USA und China wohl zusammen in eine Rezession abtauchen, könnte es ganz andere Probleme geben. Ob man da 50%+ seines Einkommens für Wohnen ausgeben möchte?
Da muss ich an den alten chinesischen Glück denken: "Mögest du in interessanten Zeiten leben"
 
WilderSueden

WilderSueden

Ist nicht gesagt. Es gab lange, lange Jahre mit unter dem Strich Einkommensverlusten für viele. Das große Problem war, dass man die katzengoldenen Jahre für den Normalzustand hielt. Wie hier auch eben - "wann normalisieren sich die Zinsen wieder?". Ist analog zu 1% Tilgung und den Rest in ETF und BitCoin. Die Diskussionen hatten wir ja auch zu genüge.. ;)

Aber du hast natürlich Recht, Angebot & Nachfrage kommen zueinander und gleichen sich aus. Das wird bei einem bis zu 40% überbewerteten Immobilienmarkt noch spannend.
Es ist nicht gesagt, dass die Gehälter für alle steigen. Wir haben Umbrüche in diversen Bereichen vor uns, da werden sich einige Unternehmen warm anziehen müssen. Energie und Mobilität sind zwei prominente Beispiele. Eine große Unbekannte für mich ist alles was unter dem Schlagwort Deglobalisierung zusammengefasst wird, das wäre dann auch schnell mal sektorübergreifend. Ob das kommt und wie ist aktuell noch recht offen. Und ob schlechtere Zeiten jetzt dann der neue Normalzustand oder die temporäre Ausnahme sind, sei dahingestellt. Beispiele gibts in der Geschichte für beide Interpretationen.

Übrigens gibts in der Geschichte auch Beispiele für sehr niedrige Zinsen. Und es gibt Beispiele für heiße Immobilienmärkte die sich von hohen Zinsen lange nicht bremsen lassen (70er Jahre in Kalifornien). Es wird auf jeden Fall spannend.
 
G

Georgian2019

Da bin ich gespannt. Ich hoffe das in 9 Jahren (dann endet unsere 10 jährige Finanzierung zu 0,96%; Restschuld wird an die 300.000 € betragen) die Zinsen sich wieder normalisieren. Wobei die Frage wäre, was ein Normaler Zinssatz ist? :cool:
Aktuell haben wir normale Zinsen (3-4%). Leitzins bei 0% bzw. Minuszinsen und Darlehenszinsen von 0,xx-1,xx% waren einmalig. Wer sich zu den Zinssätzen keine 20-30-Jahreskonditionen gesichert hat...wir haben zu 99% lange Laufzeiten beraten und verkauft.
 
G

Georgian2019

Die Kurve mit Zinsen ging sehr steil nach oben, nachdem die EZB die Erhöhung ankündigte.
Nun, nach der Notfallsitzung der EZB diese Woche, ist der 10 jährige Swap das erste Mal gesunken, davor gab es Steigerungen jeden tag um die 3-10%.
Das hat sich auch in den Zinsen reflektiert. Das günstigste ist nun bei 2,98% für 10 Jahre. 3,23% für 15 Jahre und 3,34% für 20 Jahre.

Die nächsten Tage werden zeigen wohin es geht. Wenn die aktuelle Geschwindigkeit bleibt, dann sind 4% für 10 jahre im Juli realistisch.

Ich hoffe natürlich, dass es jetzt ruhiger wird, aber EZB bleibt wohl nichts anderes übrig als Zinsen zu erhöhen und die Wirtschaft abzuwürgen. Im Bau wird es sehr übel werden für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
KfW hat heute auf 3,42% erhöht, nach gestern 3,33%.
 
Zuletzt aktualisiert 30.09.2022
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