Baukosten gehen aktuell durch die Decke

5,00 Stern(e) 218 Votes
N

Nutzername_Opf

Wie läuft es denn inzwischen bei euch und mit wem plant ihr? Wir wollten auch im Landkreis Tirschenreuth bauen, sind aber kurz davor alles abzubrechen.
Wir warten aktuell auf drei Angebote und werden uns dann entsprechend entscheiden. Wo wollt ihr denn hin?

Würde jetzt nicht mehr bauen...sondern ein paar Jahre warten und dann nochmal schauen...
Schön für alle Leute ohne Bauzwang... Und günstiger wird es mit Sicherheit wenn man wartet hat uns die Vergangenheit bestens gelehrt...
 
P

Pinkiponk

Wie läuft es denn inzwischen bei euch und mit wem plant ihr? Wir wollten auch im Landkreis Tirschenreuth bauen, sind aber kurz davor alles abzubrechen.
Über die Suchfunktion habe ich nichts zu Deinem Bauprojekt gefunden. Besitzt Ihr das Grundstück bereits?
Falls Ihr hinsichtlich Abbruch noch unsicher seid, kannst Du Dein Projekt ja einmal hier vorstellen, wenn Du Zeit und Lust hast. Vielleicht fällt dem ein oder anderen Foristen ja etwas Kluges dazu ein.
Ich hoffe, der Abbruch ist nur eine Unterbrechung oder Ruhepause. :)
 
B

bavariandream

Würde jetzt nicht mehr bauen...sondern ein paar Jahre warten und dann nochmal schauen...
Viele vergessen halt, dass auch die Mieten teurer werden, nicht nur die Baukosten. Meine Kreditrate kann ich mir zumindest jetzt sichern für die nächsten Jahrzehnte und hab dadurch eine gewisse Planungssicherheit. Hier in der Gegend hast du außerdem selbst für Wohnungen > 2000 Euro pro Monat Bewerber im dreistelligen Bereich. Wenn du wie wir Haustiere hast, wirst du meist sowieso gleich aussortiert.

Zu warten bedeutet halt, darauf zu wetten, dass die Baukosten wieder sinken und die Zinsen nicht weiter steigen werden. Beides halte ich für unwahrscheinlich (auch wenn ich natürlich keine Glaskugel habe).

In den USA steigen grad massiv die Löhne und ich kann mir vorstellen, dass wir in Europa eine ähnliche Entwicklung sehen werden. Was ich mir allerdings nicht vorstellen kann, ist, dass man in fünf Jahren wieder für 2000 Euro/qm2 bauen kann und die Zinsen wieder Rekordtiefwerte erreichen. Die Materialsituation wird sich bestimmt wieder entspannen, aber wenn dafür die Lohnkosten und Zinsen in fünf Jahren noch einmal höher sind, bringt einem das herzlich wenig. Und wer weiß, wie einfach es in fünf Jahren noch sein wird, an ein EFH-Grundstück zu kommen, wenn man in einem Ballungsgebiet wohnt. Ist ja jetzt schon schwer genug, wenn man nicht grad fünf Kinder hat und gleichzeitig in zehn verschiedenen Vereinen tätig ist (ist jetzt natürlich übertrieben, aber ohne mindestens zwei Kinder hast du hier null Chancen auf ein Gemeindegrundstück).
 
T

TmMike_2

@bavariandream endlich jemand der auch mal den Gesamtkontext erkennt und daraus fundierte Rückschlüsse zieht.

Ich denke auch nicht, daß die Mieten in den nächsten 20 Jahren stagnieren werden.

Wo wir in 10 Jahren liegen werden, wissen wir exakt in 10 Jahren.
 
Y

ypg

Japp, unsere Regierung sagt, dass es 56% der arbeitenden Bevölkerung sind. Mit anderen Worten: Die MEHRHEIT...
Man mag es kaum glauben, worauf sich die Studie stützt. Glaub nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast ;)
Dafür gibt es zuviel Berufe, die am oder mit dem Menschen oder an der Maschine arbeiten.
Allerdings ist der weniger verdienende Teil der Bevölkerung seltener Eigenheimbesitzer, als der mehr verdienende Teil.
Da gebe ich Dir recht. Damit zeigt sich aber leider auch, dass das Gehalts-Verhältnis nicht stimmt. Aber ich will hier jetzt keine weitere Diskussion aufmachen. Nur sollte man eben nicht immer nur von sich selbst ausgehen. Eine globalere oder solidarische Sichtweise finde ich wünschenswert.
 
H

HoisleBauer22

Und wer weiß, wie einfach es in fünf Jahren noch sein wird, an ein EFH-Grundstück zu kommen
Tagesschau berichtet: "Der Neubau von Einfamilienhäusern in Deutschland muss aus Sicht von Bundesbauministerin Klara Geywitz eingedämmt werden, um den Flächenverbrauch zu senken und die Umwelt zu schützen. Es sei "ökonomisch und ökologisch unsinnig", wenn jede Generation neue Einfamilienhäuser baue"
-> Das sehe ich auch so. Mehr Druck auf Leute, die Häuser leerstehen lassen, Sanierung stärker fördern (ggf. auch Abriss und MFH-Neubau) statt Neuerschließung von Flächen auf der grünen Wiese, also Nachverdichtung. Evtl. auch mehr Druck auf Rentner-Paare, die in 200m² Palästen wohnen, in denen sie nur 1/3 der Fläche nutzen, dass Sie sich ein Penthouse suchen und verkaufen.
 
Zuletzt aktualisiert 30.09.2022
Im Forum Baukosten / Förderungen gibt es 1325 Themen mit insgesamt 34134 Beiträgen

Ähnliche Themen
05.04.2022Machbarkeit Finanzierung Neubau (Grundstück+REH bzw. DHH) - Seite 8Beiträge: 93
05.07.2017Hausverkauf - Neubau - Bank spielt mit - Risiko? Beiträge: 14
20.06.2014MFH Mietwohnungen als Investition - Welche Darlehens-anteile %? - Seite 2Beiträge: 16
13.10.2020Grundstück da - Baunebenkosten, Hausnebenkosten, Finanzierung? - Seite 2Beiträge: 34
11.02.2020Neubau, Verkaufen, Vermieten? Ideenfindung - Seite 3Beiträge: 23
29.04.2022Lage Stadtvilla oder EFH auf 500 m2 Grundstück-Rechteck - Seite 10Beiträge: 579
02.09.2020Weiterhin Altbau oder Neubau? Beiträge: 55
16.06.2015Grundstück jetzt kaufen, und in 3 bis 5 Jahren bauen? Beiträge: 52
28.02.2016Haus kaufen/umbauen oder Neubau? Beiträge: 41
28.05.2018Baukosten Mini-Bungalow (ca. 50m²) Beiträge: 54

Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben