Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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Zuletzt aktualisiert 12.04.2024
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C

cryptoki

Verstehe nicht was Du sagen willst, was noch nicht gesagt wurde....aber ja sind dann halt um die 6%.
Nicht ganz so pampig. Man nennt das Sender / Empfänger Problem. Sehr klassisch in der Kommunikation. Aus dem Kontext konnte ich wohl, vielleicht noch andere, Deine Beiträge mis(t) verstehen. :) Dein erster Beitrag dazu erklärt es jedoch.

Die Steigerungen am Bau dürften wohl eher weit weit weit über der Inflation liegen, gerade wenn man die Zinsen einschliesst.
 
face26

face26

Nicht ganz so pampig. Man nennt das Sender / Empfänger Problem. Sehr klassisch in der Kommunikation. Aus dem Kontext konnte ich wohl, vielleicht noch andere, Deine Beiträge mis(t) verstehen. :) Dein erster Beitrag dazu erklärt es jedoch.
Habe von meiner Seite auch nicht den Eindruck gehabt, dass das pampig ist...da gibt's hier deutlich rauere Töne im Forum. :D
Aber lassen wir es bei Sender/Empfänger - Problem. :)
 
WilderSueden

WilderSueden

Ich habe nichts gegen Neubaugebiete. Ich habe etwas gegen sterbende und leerstehende Innenstädte, in denen bereits die komplette Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom, Telefon, Kanal, Straße, Gehweg, Straßenbeleuchtung, etc.) vorhanden ist und nicht genutzt wird. Den Luxus diese Infrastruktur ungenutzt zulassen und weiterhin auch zu unterhalten und zu halten muss sich eine Gesellschaft erstmal leisten können.

Meine Heimatstadt hat seit 30 Jahren eine sehr konstante Bevölkerungszahl. Die bebaute Fläche hat aber um 25 % zugenommen und mit ihr auch die Anzahl an Mitarbeitern im städtischen Bauhof und die Kosten für Straßenbau - und Instandhaltung. Diese Knete könnte deutlich sinnvoller verwendet werden...
Da hast du durchaus recht. Aber, wo sind die Häuser in den Dorfkernen die man kaufen und bewohnen kann? Wir waren ja nicht von Anfang an auf Neubau aus sondern hätten sogar lieber was aus dem Bestand gekauft. Aber dafür dass das Problem immer so hochgeredet wird, ist einfach nichts auf dem Markt was sich als Alternative anbietet. Es gibt vereinzelt steinalte Fachwerkhäuser die als Sanierungsfall wohl das Budget eines Neubaus deutlich übersteigen, dafür aber keinen Garten haben. Dafür gebe ich dann nicht noch 250k aus. Und dann waren auf dem Markt viele Einfamilienhaus aus 1970-1980 vollkommen heruntergewirtschaftet. Die waren für ca 400k inseriert und ebenfalls Sanierungsfälle für gerne mal 100k. Diese Häuser waren aber dann auch alle nach 2 Tagen weg. Ich kenne jedenfalls keine nennenswert leerstehenden Ortskerne hier in der Gegend.

Was es natürlich gibt, sind Häuser die mal von 5 Personen bewohnt wurden aber jetzt nur noch von 1-2 Personen. Die Kinder haben sich längst was eigenes gesucht. Dadurch wächst der Ort natürlich auch trotz gleichbkeibender Bevölkerung.

Die beiden Probleme verlangen aber nach vollkommen unterschiedlichen Maßnahmen. Echter Leerstand leidet oft an den von haydee beschriebenen Problemen. Katastrophale Bausubstanz, oft direkt an der Durchgangsstraße, als Abrissgrundstück kaum geeignet da klein und anspruchsvoll zu bebauen. Eventuell noch Stress mit dem Denkmalschutz. Wer will sich das freiwillig antun und wer kann sich das leisten?
Unterbelegung liegt dagegen eher am Mangel an Alternativen. Wenn die Oma aus ihrem Haus auszieht, wohin zieht sie dann? Seniorengerechte Wohnungen die ein adäquater Ersatz für ein Haus sind, gibt es fast nicht. Im ländlichen Raum noch viel weniger.
 
O

Oetti

Da hast du durchaus recht. Aber, wo sind die Häuser in den Dorfkernen die man kaufen und bewohnen kann? Wir waren ja nicht von Anfang an auf Neubau aus sondern hätten sogar lieber was aus dem Bestand gekauft. Aber dafür dass das Problem immer so hochgeredet wird, ist einfach nichts auf dem Markt was sich als Alternative anbietet. Es gibt vereinzelt steinalte Fachwerkhäuser die als Sanierungsfall wohl das Budget eines Neubaus deutlich übersteigen, dafür aber keinen Garten haben. Dafür gebe ich dann nicht noch 250k aus. Und dann waren auf dem Markt viele Einfamilienhaus aus 1970-1980 vollkommen heruntergewirtschaftet. Die waren für ca 400k inseriert und ebenfalls Sanierungsfälle für gerne mal 100k. Diese Häuser waren aber dann auch alle nach 2 Tagen weg. Ich kenne jedenfalls keine nennenswert leerstehenden Ortskerne hier in der Gegend.

Was es natürlich gibt, sind Häuser die mal von 5 Personen bewohnt wurden aber jetzt nur noch von 1-2 Personen. Die Kinder haben sich längst was eigenes gesucht. Dadurch wächst der Ort natürlich auch trotz gleichbkeibender Bevölkerung.

Die beiden Probleme verlangen aber nach vollkommen unterschiedlichen Maßnahmen. Echter Leerstand leidet oft an den von haydee beschriebenen Problemen. Katastrophale Bausubstanz, oft direkt an der Durchgangsstraße, als Abrissgrundstück kaum geeignet da klein und anspruchsvoll zu bebauen. Eventuell noch Stress mit dem Denkmalschutz. Wer will sich das freiwillig antun und wer kann sich das leisten?
Unterbelegung liegt dagegen eher am Mangel an Alternativen. Wenn die Oma aus ihrem Haus auszieht, wohin zieht sie dann? Seniorengerechte Wohnungen die ein adäquater Ersatz für ein Haus sind, gibt es fast nicht. Im ländlichen Raum noch viel weniger.
Da gebe ich dir zum Teil Recht. Warum manche EIgentümer die Häuser lieber vergammeln und verfallen lassen als zu verkaufen verstehe ich nicht und habe da auch null Verständnis dafür. Einziger Lichtblick ist da bei uns gerade, dass ein lokale Zimmerei derzeit versucht solche Leerstände zu kaufen und zu sanieren. Sowas sollte viel mehr passieren.
 
WilderSueden

WilderSueden

Noch ein Punkt zum Thema "die Orte wachsen aber die Bevölkerung nicht". Die letzten Jahrzehnte sind die Haushalte deutlich kleiner geworden. Es gibt viel mehr Singles, sowohl jung als auch alt. Und Familien haben statt 3 Kindern nur noch 1-2. Der Platzbedarf sinkt aber nicht linear mir. Auch als Single möchte man Wohnzimmer und Schlafzimmer getrennt haben. Man hat trotzdem ein Doppelbett im Schlafzimmer stehen und der Esstisch reicht auch für mehr als eine Person. Der zusätzliche Platzbedarf mit einem zweiten Kind betrifft im Wesentlichen das Kinderzimmer und kaum die Gemeinschaftsräume. Wenn ich aber die gleiche Anzahl Menschen auf mehr Haushalte aufteile und gleichzeitig kleinere Haushalte einen größeren Platzbedarf pro Person haben, dann kommt eben auch das raus

Warum manche EIgentümer die Häuser lieber vergammeln und verfallen lassen als zu verkaufen verstehe ich nicht und habe da auch null Verständnis dafür
Das hatte ich vor 100 Seite schon mal mit haydee diskutiert. Besonders gut nachvollziehen kann ich das auch nicht.
 
H

haydee

Da gebe ich dir zum Teil Recht. Warum manche EIgentümer die Häuser lieber vergammeln und verfallen lassen als zu verkaufen verstehe ich nicht und habe da auch null Verständnis dafür. Einziger Lichtblick ist da bei uns gerade, dass ein lokale Zimmerei derzeit versucht solche Leerstände zu kaufen und zu sanieren. Sowas sollte viel mehr passieren.
Mal schauen wie lange bis die Ersten auf den letzten Ebay-Kleinanzeigenpreis einen saftigen Aufschlag verlangen
 
Zuletzt aktualisiert 12.04.2024
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