Photovoltaik Auslegung Wärmepumpe mit berücksichtigen oder nicht?

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Radfahrer

Hallo,
ich beschäftige mich mit dem Gedanken mir eine Photovoltaik anzuschaffen.
Momentan habe ich einen Haushaltsstrom Verbrauch von ca 3800 kWh/a
Dazu kommt noch eine Wärmepumpe mit einem Verbrauch von ca 2900 kWh/a
Jetzt weiß ich nicht ob es sich lohnt die Photovoltaik Anlage für die Wärmepumpe größer auszulegen weil geheizt wird ja eher in der dunklen Jahreszeit.
Im Sommer hat man wahrscheinlich eh zu viel Strom den man schon mal zur Warmwasserbereitung nutzen kann.
Zu berücksichtigen wäre noch daß die Wärmepumpe im Winter meist schon in der Nacht läuft und dann ca 3,3 kW zieht.
Bei der reinen Warmwasserbereitung im Sommer hätte ich die Möglichkeit die Zeit frei zu wählen.
Allerdings benötigt die Luftpumpe dann auch 5kW.
Meine Dachflächen sind leider nicht optimal.
Winkelbungalow mit Walmdach 18° und die große Fläche geht fast gegen Nord
Drei Flächen Süd bzw West würden für knapp 10 kWp reichen.

Was würdet ihr mir raten?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
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xMisterDx

Photovoltaik immer so groß wie möglich. Dank voll machen! Bis 25° DN sogar Nordseite!
Speicher weglassen.
Das gilt, wenn man das als Spielgeld über hat und keinen Kredit nehmen braucht.
Wer einen Privatkredit zu 5, 6% Zinsen aufnehmen muss, je nach Bonität gerne auch mehr, der fährt besser, wenn er sich die Photovoltaik aufs Dach schraubt, die er braucht...
 
R

RotorMotor

Raten würde ich dazu die Daten in pvgis einzugeben und gucken welche Fläche welchen Ertrag bringt.

Wenn du dabei Schwierigkeiten hast, nochmal Informationen wie Ausrichtung und Ort hinzufügen, dann können wir da helfen.

Aber bei 10 Grad ist voll machen oft sinnvoll!
Hast du schon Angebote eingeholt?
 
lastdrop

lastdrop

Im Winter wirst Du Dich über jedes kwh freuen, das vom Dach kommt. Das sind dürre Zeiten ... Die Heißwasserbereitung kannst Du dann in die lichte Zeit schieben.

Daher auch von mir ein voll machen was geht. 10kwp würde ich gar nicht mal als viel sehen. Der Mehrpreis ist eh überschaubar, wenn die Mannschaft schon auf dem Dach ist und das Gerüst steht.
 
kati1337

kati1337

Ich bin auch für Dach vollmachen.
Speicher würde ich weglassen, aber so viele Module auf's Dach wie passen. Die Einspeisevergütung ist zwar nicht hoch, aber die bezahlt euch am Ende die Anlage mit. Wir haben 12,45 kwh und haben in nur einem Monat über 400 kwh eingespeist.
Idealerweise bringst du deinen Eigenverbrauch so hoch wie's sinnvoll möglich ist. Verbraucher wie Waschmaschine/Trockner/Spüler usw, immer in die lichte Zeit legen. Man kriegt ein Gefühl dafür.
Man liest zwar oft, dass Photovoltaik und Wärmepumpe sich nicht ergänzen, aber was die Leute vergessen: In Deutschland heizen wir nicht nur im Winter. Wir haben 3 Jahreszeiten mit Heizperioden. Wir haben gerade vor 2 Tagen die Wärmepumpe aus dem Sommer-Schlaf aufgeweckt. Und in Herbst und Frühjahr ist die Synergie zwischen Wärmepumpe und Photovoltaik großartig. Im Winter wird das was vom Dach kommt nicht reichen, das ist klar - aber es ist trotzdem besser als alles aus dem Netz kaufen zu müssen.
Wir haben in 2 Häusern Wärmepumpe und Photovoltaik gehabt, im ersten nur ne sehr kleine Photovoltaik, im neuen so viel wie möglich. Im ersten haben wir's echt bereut nur so eine kleine Anlage zu haben.
Hier unsere Monatsbilanz (die ist aber nicht repräsentativ für andere Leute da wir viel Strom verbrauchen, Haushalt+Auto+Wärmepumpe).
photovoltaik-auslegung-waermepumpe-mit-beruecksichtigen-oder-nicht-641978-1.png
 
Zuletzt aktualisiert 20.04.2024
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