Baukosten gehen aktuell durch die Decke

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Wikipedia: Die Dampfreformierung ist die wirtschaftlichste und am weitesten verbreitete (~90 %) Methode, Wasserstoff zu erzeugen. Aufgrund der Verwendung fossiler Energieträger wird dabei aber genauso viel von dem Treibhausgas Kohlenstoffdioxid CO2 freigesetzt wie bei deren Verbrennung.

Damit ist Wasserstoff schön sauber in der Stadt. Aber irgendwo muss die CO2 Schleuder namens Raffinerie stehen. Sehr schön. Die Akzeptanz für ein Problem wächst mit der Entfernung ;)

Ob man genug H2 per Elektrolyse bekommt, wenn man die ganze Sahara mit Solaranlagen pflastert?
 
Wikipedia: Die Dampfreformierung ist die wirtschaftlichste und am weitesten verbreitete (~90 %) Methode, Wasserstoff zu erzeugen. Aufgrund der Verwendung fossiler Energieträger wird dabei aber genauso viel von dem Treibhausgas Kohlenstoffdioxid CO2 freigesetzt wie bei deren Verbrennung.

Damit ist Wasserstoff schön sauber in der Stadt. Aber irgendwo muss die CO2 Schleuder namens Raffinerie stehen. Sehr schön. Die Akzeptanz für ein Problem wächst mit der Entfernung ;)

Ob man genug H2 per Elektrolyse bekommt, wenn man die ganze Sahara mit Solaranlagen pflastert?
Ist aber ähnlich wie bei Elektro. Irgendwann/-wo muss angefangen werden zu forschen bzw. subventioniert werden. Denn die Forschung wird selten bei Non-Profit-Unternehmen durchgeführt. Batterien z.B. werden immer besser/sauberer, was nicht nur den Autos, sondern auch den Hausbesitzern zugute kommt.
 
Da ist was dran, wobei der günstige Export DEs eigentlich noch schwerer wiegt (wenn Milchbauern in Afrika trotz unterstützung durch Hilfsorganisationen nicht mit deutscher Importmilch (1) konkurrieren können ist echt was faul)...
Quellen: (1): Deutsche Welle "Mit deutscher Milch gegen afrikanische Bauern"
Das liegt doch nicht nur am Preis, sondern auch am mitunter schlechten Ruf bzw. der Qualität der heimischen Erzeugnisse.
Seit dem chinesischen Milchskandal greifen z. B. chinesische Eltern auch lieber zum deutschen Milchpulver, viele lassen sich das sogar von hiesigen Verwandten nach China schicken, weshalb hier die Abgabe in Drogerien oft auf 1-2 Packungen beschränkt ist.
Importprodukte aus Europa haben den besseren Leumund, auch deswegen wird zugegriffen.
Zu glauben, man müsse diese nur ordentlich teuer machen, löst die Problematik nicht so wirklich.
 
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CO2 Preis finde ich quatsch. Weil er etwas zu regeln vorgibt, wo die Zuständigkeit gar nicht da ist. Nehmen wir eine Nirolampe mit LEDs, bei ebay erworben zu 12,99 aus Shezhen, Versand frei. In Shenzhen macht China die Regeln, nicht wir. Das Chinas Post die Ware für fast nichts annimmt und transportiert wird auch dort entschieden. Das Containerschiff fährt unter Liberias Flagge. Die Seeleute sind Filippinos, der Kraftstoff Schweröl, denn das ist nun mal da und muss weg und wird daher den Reedern fast geschenkt. Schweröl entsteht in jeder Raffinerie, kein Super ohne das. Das Zeugs ist zwar giftig und voller Schwefel, aber es wird auf den Ozeanen verfeuert und da langt der Arm Berlins nicht hin. Ab Kanal Westeingang dann eben Umschalten auf Gasöl. Auch das wurde da gebunkert, wo es günstig ist, wahrscheinlich in Ägypten bei der Suezpassage, da gibt es billig Lybisches Revolutionsgasöl von diversen Warlords. So, nun ist die Leuchte zu 12,99 in Antwerpen oder Hamburg oder Rotterdam. Dhl macht mit ihr die letzte Meile bis zu mir. Sie war zwei Monate unterwegs, aber kommt wohlbehalten an. Bitte, wo soll Mutti da nun den CO2 Hebel ansetzen? Der Weg kann doch nur sein, Bedingungen zu schaffen, dass auch hier wieder derartige Produkte zu vertretbaren Kosten hergestellt werden können. So wie der mit seinem Affen und den Trigema TShirts, es kostet zwar 49,90 und ist damit klar teurer als Bangla Desh, aber doch nicht sooo teuer, dass es unbezahlbar würde. Also findet es seine Köufer, zumal die Qualität i.O.ist.
das ist Quatsch? Du kannt ja in EU teurer/besser einkaufen oder selber anfangen hier zu produzieren, dann gibt es auch wieder weniger Stromtote in DE und die Lampe löst keinen Wohnungsbrand aus. Zudem gibt es genügend Studien die bei einer entsprechenden europaweiten CO2 Bepreisung wirtschaftlich und ökologisch positive Effekte zeigen. Okay, ich gebe zu, ausprobiert worden ist das noch nicht.... Denn 10 € je Tonne CO2 sind ja eher ein Witz (wenn selbst der deutsche Autofahrer über 10 Cent je Liter Treibstoff nicht laut zetert muss es so sein ;))
 
Ja dann halt nicht. Solange nicht wirklich die Big Player mitmachen, brauchen wir nämlich nicht voranpreschen. Vor allem nicht wenn es die internationale Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert.
Und die Idee des Vorreiters funktioniert auch nicht. Was die anderen Länder dann sehen ist ein Deutschland welches sich aus Idealismus selbst ins "Aus" schießt. Die Wettbewerbsfähigkeit wird sinken, der Wohlstand schwindet. Und genau das nehmen die anderen Länder dann als Negativfolge von Umweltschutz wahr.
So. Das Like ich deshalb, weil es eine logisch solide Position ist. Es ist nämlich realistischerweise von dem Glauben abgerückt, dass eine Welt, in der jeder „seins“ so macht wie er denkt, die Klimaziele erreichen könnte. Man ist also entweder für supranationale Organisation, die nichts anderes macht, als durch Preisintervention „von oben“ massiv dafür zu sorgen, dass fossile Brennstoffe im Boden bleiben. Was gefördert wird, wird auch verbrannt. Ob hier oder woanders, spielt keine Rolle.
Oder man will das nicht und sagt ehrlich, dass dann eben die Klimaziele verfehlt werden. So what?

Beide Varianten haben jeweils andere Konsequenzen in der Zukunft, denen man sich stellen muss. Darüber müsste man dann fairerweise auch reden, wie man damit umzugehen gedenkt.

Gar nicht so lustiger „fun fact“: Öl ist heute kaufkraftbereinigt so im Preis wie vor(!) den Ölpreiskrisen der 1970er. Was also wurde international eigentlich erreicht bis jetzt?

Ich bin übrigens der Meinung, dass die Langfristfolgen des Klimawandels die gravierenden Konsequenzen haben werden als eine supranationale Koordinierung gegen den freien Markt. Aber für die Meinung kann ich nichts kaufen, kommen wird es anders.
 
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