Fehler in der Finanzierung?

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Elina

Elina

Naja sogar wir haben nach 2 Jahren die erste Sondertilgung gehabt (maximal 5000 Euro) und nach 5 Jahren zur Umschuldung werden wiederum 8700 Euro Eigenkapital eingesetzt. Die liegen jetzt schon bereit, wurden beim Forwarddarlehen mit einkalkuliert und müssen definitiv nächstes Jahr fließen. Damit ist der Anteil an Sondertilgung höher als die reguläre Tilgungsleistung in den ersten 5 Jahren. Und die Beleihung sank von 100% auf 77% im gleichen Zeitraum. Ich finde gerade am Anfang lohnt sich das massiv. Abgesehen davon, daß man deutlich besser schläft.
 
S

Sebastian79

Lohnen tut sich eine Sondertilgung immer - aber manche meinen wirklich, sie könnten auf Kante genähte Kredite damit entschärfen.

Nur genau in den Fällen klappt das nicht.

Für uns ist das nur ein nettes Extra - es gibt kreditseitig keine Überraschungen bis Ende der Laufzeit und wenn wir es können/wollen, können wir es damit verkürzen.

Ich bin niemand, der ständig dran denkt, was er für Zinskosten hat und wie man die verringern könnte.
 
77.willo

77.willo

Edit: Tilgung wird bei unserer Gesamtsumme eher bei 2% landen, 3% wäre eine zu hohe Belastung, gerade in den ersten 10 Jahren wo es ggf.. noch mal Gehaltsverlust durch Nachwuchs gibt. Dann lieber später deutlich anziehen und wenn man vorher doch kann, dann eben sondertilgen, dann ist ja auch mehr getilgt.
Mir wäre bei 100% die Tilgung zu niedrig. Überleg mal nach wievielten Jahren der Wert des Hauses deine Restschuld inkl. offener Zinsen übersteigt. In dieser Zeit darf in deinen persönlichen Verhältnissen nichts schief gehen. Dann bist du nicht nur das Haus los, sondern zusätzlich noch insolvent.

Und das ist das wahre Risiko dass du eingehst und nicht die Zinsen am Ende der ersten Bindung.
 
H

Henrik0817123

Ich frage mich wieso man direkt Insolvent ist. Wieso nicht das Haus "einfach" vermieten und im ungünstigen Fall etwas Differenz zur Finanzierung zahlen?

Würde auch gerne mehr tilgen, keine Frage, aber das Risiko wie von dir angesprochen läuft leider gegen den realistischen Plan, dass in den ersten Jahren eher weniger gezahlt werden kann, weil eventuell. nachwuchs/Teilzeit, was am Haus gemacht wird und erst hinten raus nach 10,15 Jahren auch noch mal die Rate erhöht werden kann... das ist leider ungünstig gegenläufig.

Rechne grade viel durch, z.b. 20y Zins ca. 2,31%, dann Folgezins Annahme 3,5% Da ist man schon mal drüber im Vergleich zum Bausparvertrag Konstrukt was die Gesamtkosten angeht und man hat keine Zinssicherheit.

So richtig mies scheint das Bausparvertrag Konstrukt nicht zu sein...
 
77.willo

77.willo

Du müsstest nicht nur das Haus sofort vermieten, sondern zusätzlich noch was eigenes mieten und da wird in aller Regel nicht die Rate bei übrig bleiben.

Und genau dieses Risiko solltest Du viel ernster nehmen als irgendwelche Zinsen oder die Frage ob du dir die Rate bei deinen aktuellen Verhältnissen leisten kannst.
Rechne doch wirklich mal diesen Break Even für 2% Tilgung und 3% Tilgung aus. Dann bekommst du ein wirkliches Gefühl für das Risiko.

Das ist auch der Grund warum Eigenkapital für niedrigere und normale Einkommen so wichtig ist. Hat man den Break Even schon bei der Unterschrift erreicht, kann man auch mal 10 Jahre sehr niedrig tilgen und etwas auf die Zukunft spekulieren.

Das versuchen die aber viele in diesem Thread von Anfang an zu sagen, während du aber nur über Gesamtkosten und Zinsrisiko reden wolltest.
 
H

Henrik0817123

Verstehe ich nicht mit Miete...natürlich muss man irgendwo zur Miete wohnen...die Hausrate zahlt sich dann aber durchs Vermieten ab bzw.. dann eben ggf.. etwas Differenz.

Was muss passieren, dass man sich gar keine Miete mehr leisten kann? Dann hätte ich auch ohne Haus ein großes Problem, zumal die Miete ohne Haus ja fast genauso hoch ist wie eine Hausfinanzierung, das ist ja das bescheuerte.

Ich sehe leider kein realistisches Szenario wo irgendwas passiert, was nicht so schlimm ist, das man nicht mal das Haus vermieten kann, was nicht sowieso das Leben komplett ruiniert. Und dann wäre mir auch eine Privatinsolvenz egal.

Aber die Diskussion führt zu nichts - ich will nur klarstellen das man nicht sofort das Haus verkaufen muss wenn mal weniger Einkommen da ist, jemand BU wird oder so. Das ganze ist nicht so teuer kalkuliert, dass man sich dann die Raten nicht mehr leisten kann bzw... die Differenz zwischen Vermietung und Rate.
 
Zuletzt aktualisiert 31.08.2025
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