Hauskauf: Finanzierung (mit/ohne Eigenkapital)

4,50 Stern(e) 4 Votes
Zuletzt aktualisiert 20.04.2024
Sie befinden sich auf der Seite 2 der Diskussion zum Thema: Hauskauf: Finanzierung (mit/ohne Eigenkapital)
>> Zum 1. Beitrag <<

J

jtm80

Da ich meine erste Antwort getippt hab, während du deine gepostet hast, noch eben ein Nachtrag:

Nein, auch mit 35/40 schmeißen wir bei der Bank keinen raus. Und Bausparen macht eigentlich nur Sinn, wenn du noch einige(!) Jahre bis zum Eigentumserwerb vor dir hast, keine vier/fünf Jahre, eher sieben/zehn, damit eine vernünftige Bausparsumme dabei herumkommt. Bezüglich Zinsen beim Bausparvertrag würde ich mir erst mal keine Gedanken machen, dafür wissen wir alle nicht, wie hoch das Zinsniveau denn sein wird, wenn ihr dann wirklich baut/kauft
 
Elina

Elina

Wieso nicht? Wir haben weniger Haushaltseinkommen, auch keine Kinder (allerdings kommen auch Definitiv keine) und waren Mitte 30 als wir gekauft haben. Eine Finanzierung zu bekommen war kein Problem. Wir hatten allerdings die Kaufnebenkosten flüssig, das waren damals 2012 - 7000 Euro. Es wurde also eine 100% Finanzierung. Wir hätten auch die Kaufnebenkosten mitfinanzieren können, das kostet dann allerdings einen Zinsaufschlag auf den gesamten Kreditbetrag.
Wir haben auch die Anschlussfinanzierung jetzt Mai 2016 (Forwarddarlehen 12 Monate) ohne Probleme bekommen. Allerdings haben sich die Kreditvergaberichtlinien geändert. Es werden einem Kinder angedichtet und es wird nur mit einem Einkommen gerechnet, weil das zweite ja wegen der (nicht vorhandenen) Kinder wegfällt. Außerdem wird auch per Renteninformation geschaut, wie viel Geld man in der Rente hat, wenn man nicht vorher fertig ist. Also es wurde strenger. Bei uns nicht so schlimm, wir haben kein zweites Einkommen und sind vor der Rente fertig. Die Anschlussfinanzierung wurde auch nur noch über 77% des Beleihungswertes nötig, soviel haben wir getilgt.
Allerdings muß man dazusagen, daß wir sehr günstig gekauft haben und die Rate anfangs keine 700 Euro betrug - das waren 25% des Haushaltsnettos. Ab 2017 werden wir dieselbe Rate haben, allerdings mit 3,25% Tilgung statt wie bisher 2%. Auch der Tilgungssatz ist wichtig, da man vor der Rente fertig sein muß, damit die Finanzierung nicht wegen zu geringer Rente abgelehnt wird.
Anscheinend sehen es auch nicht alle Banken gleich streng, daher würde ich zu einem Finanzierungsvermittler gehen, weil der ad hoc viele Banken vergleichen kann und da eine rausfischen, die es möglich macht.
Und die Kaufnebenkosten würde ich auf jeden Fall vorher ansparen! Selbst wenn man es theoretisch nicht bräuchte, es verteuert das gesamte Darlehen, und nicht nur den Betrag über 100%, wenn man diesen mitfinanzieren muß.
 
C

Caspar2020

Keine Bausparverträge? Kein VL/Wohngeld bis jetzt abgegriffen?

Wie sind die Chancen mit 35/40 noch eine gescheite Finanzierung auf die Beine zu stellen?
Gut. Wenn bis dahin auch Eigenkapital angespart wurde.

Allerdings zur Zeit sehe ich echt schwarz. Mehr also 40% vom Netto sollten nicht für die Finanzierung draufgehen. Da ist die Frage was man bei euch für diesen Preis bekommt.

+ eisern Sparen' weiter fahren
Wenn ihr weiter eisern spart, wo ist dann das jetzige "eiserne" Eigenkapital?

Nein, auch mit 35/40 schmeißen wir bei der Bank keinen raus. Und Bausparen macht eigentlich nur Sinn, wenn du noch einige(!) Jahre bis zum Eigentumserwerb vor dir hast, keine vier/fünf Jahre, eher sieben/zehn, damit eine vernünftige Bausparsumme dabei herumkommt. Bezüglich Zinsen beim Bausparvertrag würde ich mir erst mal keine
Bausparen kann helfen, wenn die Bausparverträge zuteilungsreif sind, wir das Bausparvertrag-Darlehen als Eigenkapital in der Finanizerungsbetrachtung angesehen. Insbesondere wenn die BVS unter der Blanko grenze sind, also noch Nichtmal nachrangig im Grundbuch stehen werden.
Gerade wenn man eh nicht soviel Eigenkapital hat, kann man das gut über nen Bausparvertrag hebeln. (Da ist dann auch der Bausparvertrag Darlehens Zins zweitrangig)
 
S

Steffen80

Hallo zusammen,

wir (30/27, noch keine Kinder, Hochzeit im November, Nettoeinkommen 3.000/Monat) planen unseren Nestbau.

Leider haben wir bisher keinerlei Eigenkapital angespart. Zur weiteren Familienplanung steht nun aber so oder so der Auszug aus unserer zu kleinen Wohnung an.

Mein Frage deshalb: Macht es Sinn eines der zig "Kauf ohne Eigenkapital" Angebote diverser Banken und Finanzierer anzunehmen? Oder lieber die nächsten Jahre das nötige Eigenkapital ansparen? Wie sind die Chancen mit 35/40 noch eine gescheite Finanzierung auf die Beine zu stellen?

Wie sind eure Erfahrungen? Was würdet ihr raten?

Vorab vielen Dank an alle die sich die Mühe machen zu antworten
Nicht jeder muss in ein Einfamilienhaus. Eure Einkommen ist da einfach zu gering. Die Tipps mit dem Sparen hier sind ja ganz niedlich...ändert bei Euch aber vermutlich nichts. Um mit dem Einkommen ein Einfamilienhaus zu packen, bräuchte es ein ganz erhebliches Eigenkapital. 100-150k sollten es da schon sein. Wie lang wollt Ihr sparen? 20 Jahre? Das ist alles Käse..Eine günstige Eigentumswohnung und/oder Einkommen erhöhen.
 
Zuletzt aktualisiert 20.04.2024
Im Forum Liquiditätsplanung / Finanzplanung / Zinsen gibt es 3117 Themen mit insgesamt 67463 Beiträgen


Ähnliche Themen
Alle Bilder dieser Forenkategorie anzeigen
Oben