PV-Anlage: Kosten, Einsparpotenzial? - Erfahrungen?

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K

knalltüte

...
Deine Berechnungen sind über den Daumen gepeilt nicht falsch aber recht unvollständig und daher auch nicht realistisch.
Du musst noch mindestens 2 Faktoren betrachten:
...
Was sicher der Fall ist: Eine PV Anlage ist in den allermeisten Fällen eine sehr rentable Investition.
So würde ich das auch unterstreichen. Sicher ist aber das die meisten Solateure
aktuell Angebote machen mit 9.9KWp und Batterie für ca. 20K netto
Was leider oft "unsinnig" ist.

Aktuell habe ich 5 Angebote gesehen die gingen von völlig überteuert bis
zu teuer und *unsinnig (*nicht passend für Bedarf und Situation)
Eines wäre annehmbar gewesen, war aber nicht "optimal"


Der Rat sich um entsprechenden Forum umzusehen wurde bereits erteilt. Und das ist ernst zu nehmen. Die 20 - 30K die dann eventuell investiert werden rechnen sich nahezu immer (wenn denn die Anlage nicht völlig überteuert eingekauft wurde)

Regel 1: Dach voll
Regel 2: Dach voll
Regel 3: Batterie ist Liebhaberei, kann aber mit den Argumenten Autarkie und Ökologie ziehen

Versuche zu verstehen was die PV machen kann und was nicht geht.

Wenn Speicher dann Faustformel: 2x mehr KWp aufs Dach wie Speicher in KWh

Jeder setzt andere Schwerpunkte. Eine rein wirtschafliche Betrachtung ist sicher zulässig, ist das aber das was man will ?

Mal nachdenken was eventuell als Gesamtkonzept ein BEV in Verbindung mit 25KWp + ca. 16KWh Batterie bringt? Steuerlich, ökologisch, wirtschaflich ?

(bei 25KWp wird man meist auch die "schlechtere" Nordseite belegen müssen, bei DN von 35° und NordOst kommt da lau PVGIS ca. 65% von Südwest als Ergebnis raus was den PV Ertrag auch gleichmässiger über den Tag verteilt und die 50% Regelung (bei Batterie!) aushebelt)

P.S. für ein EFH nur 2600KWh für die LWWP halte ich für sehr niedrig angesetzt, aber es kann klappen. Auch der restliche Stromverbrauch erscheint mir sehr wenig.
 
DaSch17

DaSch17

Versuchs mal mit Eigenverbrauch + Einspeisevergütung
Habe mich nun ein wenig tiefer eingelesen und verstanden, dass wir uns aktuell im Wandel befinden... Weg von der Einspeisung und hin zum nahezu vollständigen Eigenverbrauch mit Hilfe eines Speichers.

Aktuell sind die Batteriespeicher aber wohl noch zu teuer, sodass die Einspeisung derzeit (und mittelfristig) noch wirtschaftlicher ist.

Unsere Eingangsüberlegung war es sich vollständig unabhängig von der externen Energieversorgung zu machen. Vielleicht ist das aber erst in den nächsten Jahren möglich -> Thema Nachrüstung Batteriespeicher.

1. Deine Lastkurve des Stromverbrauchs: Wann im Jahr brauchst Du mehr Strom und wann hast Du mehr Stromertrag aus Deiner PV Anlage?Ich habe noch keinen Haushalt gesehen, bei dem der Stromverbrauch im Winter nicht deutlich höher ist als im Sommer. Dagegen ist der Ertrag aus der PV Anlage im Sommer deutlich höher als im Winter. In der Folge wirst Du nicht in der Lage sein Dich im Winter mit Strom zu versorgen und hast im Sommer eine Überproduktion. Und da sind wir schon bei

2. Für die Überproduktion Deines Strom erhältst Du eine Einspeisevergütung von - sagen wir mal 9ct/kWh. Damit hast Du im Sommer Einnahmen.

Das Angebot von 13k für eine 6,83kWp Anlage erscheint hoch. Was ist denn da alles dabei? Andere hier im Forum haben für dasselbe Geld deutlich größere Anlagen installieren lassen.
Auch der Strompreis samt Zähler kommt mir etwas hoch vor - zumal Du für die WP sicher einen WP-Tarif bekommen kannst, der sich lohnt.

Was sicher der Fall ist: Eine PV Anlage ist in den allermeisten Fällen eine sehr rentable Investition.
Wir haben noch gar kein Angebot. Ich wollte einfach mal grob überschlagen, was das für uns finanziell bedeutet eine PV-Anlage mit ins Gesamtkonzept aufzunehmen. Die 13 TEUR sind aus dem Internet und glaube inkl. Montage und ggf. Batteriespeicher (?).

Würde nach erneuter Recherche eher eine 7 kWp-Anlage für 8.500 EUR (inkl. Montage) ansetzen. Realistischer?

P.S. für ein EFH nur 2600KWh für die LWWP halte ich für sehr niedrig angesetzt, aber es kann klappen. Auch der restliche Stromverbrauch erscheint mir sehr wenig.
Danke für Deine Anregung. Hab' das mal aufgegriffen und 6.000 kwH angesetzt (aktuell verbrauchen wir zu Zweit 2.600 kwH Allgemeinstrom ohne WP).

Würde meine Berechnung nach Euren Anregungen wie folgt korrigieren:

Parameter:
- 7 kWp-PV-Anlage für 8.500 EUR inkl. Montage (= Anteil Annuität Hausbankdarlehen: 26 EUR)
- Wartungskosten 420 EUR p.a.
- Produktion der PV-Anlage: 850 kWh/kWp p.a. = 5.950 kwH p.a.
- Gesamtverbrauch 6.000 kwH; davon 2.600 kwH WP
- kalkl. Eigenverbrauchsquote: 45 %
- Einspeisevergütung: 8 Cent/kWH (da Fertigstellung EFH für 11/2021 geplant ist)
- WP-Stromtarif: Grundpreis 90 EUR/p.a.; 20 Cent/kWh
- Allgemeinstromtarif: Grundpreis 150 EUR/p.a.; 29 Cent/kWh
- steuerliche Betrachtung erst mal ausgeblendet

Gesamtkosten mit PV-Anlage p.a.:
- Annuität Darlehen 312 EUR
- Wartungskosten 420 EUR
- WP-Stromtarif: 90 EUR + 413 EUR (2.600 kWh - 536kWh* x 0,20 €)
- Allgemeinstromtarif: 150 EUR + 365 EUR (3.400 kWh - 2.142kWh* x 0,29 €)

*Produktion PV-Anlage 5.950 kwH
davon Einspeisung: 55% = 3.273 kWh
davon Eigennutzung: 45 % = 2.678 kWh (davon 20 % für WP; 80 % Allgemeinstrom)


= 1.750 EUR abzgl.. 262 EUR (Einspeisevergütung 3.273 x 8 Cent) = 1.488 EUR (124 EUR p.m.)

Gesamtkosten ohne PV-Anlage p.a.:

- WP-Stromtarif: 90 EUR + 520 EUR (2.600 kWh x 0,20 €)
- Allgemeinstromtarif: 150 EUR + 986 EUR (3.400 kWh x 0,29 €)

= 1.746 EUR (146 EUR p.m.)

Vorteil der PV-Anlage:

258 EUR p.a. bzw. 22 EUR p.m.
 
A

Andre77

Wenn dein Dach so groß ist das nur eine 7 kWp Anlage darauf passt, dann ja, ansonsten Dach voll. Wurde hier aber schon gesagt. Dein Dach verdient Geld. Um so größer die Anlage um so weniger ist der Preis pro kWp. Wartungskosten von 420€ / Jahr sind meiner Meinung nach viel zu hoch angesetzt. Was willst du denn warten? Eine PV Versicherung nicht vergessen, kostet 50-70€ im Jahr. Und schauen das deine Private Haftpflicht PV mit abdeckt. Falls umherfliegende Module Schäden bei anderen anrichten.

Wärmepumpe mit über den Hausstrom laufen lassen. Spart die 2. Zählergebühr. Allgemeinstrom bekommst auch schon für weniger als deine 29ct. Seit jetzt Anfang Mai habe ich z.b. 0,2293 €/kwh. Immer schön den Anbieter wechseln und Boni mitnehmen.
 

Anhänge

H

halmi

so schwer ist dass doch eigentlich gar nicht, du musst doch bloß ausrechnen was dir die Anlage einbringt, also sprich Eigenverbrauch + Einspeisevergütung und dann den Invest gegenüberstellen. Du vermischt hier viel zu viel, deine Wartungskosten sind auch viel zu hoch.

Beispiel:

10 kWp Anlage kostet 12.500€

die macht dir deine 10.000 kWh p. a.

davon 6500 kWh Einspeisung und 3500 kWh Eigenverbrauch.

6500kWh x 9,875 Cent (meine eigene Vergütung) = ~650€ p. a.
3500kWh x 25,07 Cent (meine Stromkosten) = ~875€ p. a.

= ~1525€ p. a.

Da kannst jetzt dann noch deine paar Kröten an Zinsen mit verrechnen und meinetwegen noch 150€ für Wartung, Reparatur und Versicherung. Schlussfolgerungen daraus überlasse ich dir selbst.
 
G

guckuck2

Ab 2021 geht die CO2 Besteuerung los. Aktuell wird wieder bekundet, den Großteil der Einnahmen sollten der Reduktion der EEG Umlage um 75% zu Gute kommen. Bundesweit würde die kWh Strom damit ca. 5 Cent günstiger.

Das setzt Kalkulationen pro Speicher natürlich noch stärker unter Druck. Auch der (wirtschaftliche) Wunsch nach hohem Eigenverbrauch bekommt dadurch einen Dämpfer
 
F

Fuchur

Einspeisevergütung: 8 Cent/kWH (da Fertigstellung EFH für 11/2021 geplant ist)
an die 8 Cent glaube ich nicht. Einerseits kratzen wir heute schon ganz nah an den 8,x, andererseits ist die Entwicklung des EEG nach dem 52GW-Deckel völlig offen. Persönlich halte ich es für vollkommen ausgeschlossen, dass die Förderung wieder nach oben geht. In der Diskussion sind eher unterschiedliche Modelle mit deutlich geringerer Einspeisevergütung (Ziel: Eigenverbrauchsanlagen).

Fazit: Wirtschaftlichkeitsberechnungen für 2021 sind verschenkte Lebenszeit und aktuelle Angebote haben bis dahin eh keine Gültigkeit mehr.
 
DaSch17

DaSch17

Wenn dein Dach so groß ist das nur eine 7 kWp Anlage darauf passt, dann ja, ansonsten Dach voll. Wurde hier aber schon gesagt. Dein Dach verdient Geld. Um so größer die Anlage um so weniger ist der Preis pro kWp. Wartungskosten von 420€ / Jahr sind meiner Meinung nach viel zu hoch angesetzt. Was willst du denn warten? Eine PV Versicherung nicht vergessen, kostet 50-70€ im Jahr. Und schauen das deine Private Haftpflicht PV mit abdeckt. Falls umherfliegende Module Schäden bei anderen anrichten.

Wärmepumpe mit über den Hausstrom laufen lassen. Spart die 2. Zählergebühr. Allgemeinstrom bekommst auch schon für weniger als deine 29ct. Seit jetzt Anfang Mai habe ich z.b. 0,2293 €/kwh. Immer schön den Anbieter wechseln und Boni mitnehmen.
Es passt sicherlich mehr darauf. Aber wir würden ganz gerne nur so viel aufs Dach machen, wie wir theoretisch auch selbst verbrauchen können. M. E. macht es keinen Sinn das gesamte Dach mit PV vollzupacken, wenn gar nicht genau klar ist was mit der Einspeisevergütung in der Zukunft passiert.

Nachdem ich mich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt habe, gehe ich davon aus, dass langfristig die Einspeisung so gut wie gar nicht mehr gefördert wird und mit technischer Weiterentwicklung der vollständige Eigenverbrauch via Speicher die Zukunft ist. Wieso sollte ich dann mehr PV haben als notwendig und im Zweifel die Überproduktion vernichten? Dann lieber jetzt weniger PV und in ein paar Jahren, wenn die Batteriespeicher leistungsstärker und günstiger sind, einen solchen nachrüsten.

Wie hier schon geschrieben ist der Strompreis stark von der Bezugsregion abhängig. Es gibt sicherlich auch Angebote für 24-25 Cent pro kWh, aber ich rechne dann lieber konservativ mit 29 Cent...

Die 420 EUR p.a. setzen sich zusammen aus Wartung/Verschleiß, Reinigung und Versicherung.

so schwer ist dass doch eigentlich gar nicht, du musst doch bloß ausrechnen was dir die Anlage einbringt, also sprich Eigenverbrauch + Einspeisevergütung und dann den Invest gegenüberstellen. Du vermischt hier viel zu viel, deine Wartungskosten sind auch viel zu hoch.

Beispiel:

10 kWp Anlage kostet 12.500€

die macht dir deine 10.000 kWh p. a.

davon 6500 kWh Einspeisung und 3500 kWh Eigenverbrauch.

6500kWh x 9,875 Cent (meine eigene Vergütung) = ~650€ p. a.
3500kWh x 25,07 Cent (meine Stromkosten) = ~875€ p. a.

= ~1525€ p. a.

Da kannst jetzt dann noch deine paar Kröten an Zinsen mit verrechnen und meinetwegen noch 150€ für Wartung, Reparatur und Versicherung. Schlussfolgerungen daraus überlasse ich dir selbst.
Deine Berechnung ist sicherlich korrekt wenn ich wissen will, wann sich meine PV-Anlage amortisiert. Mir geht es aber eher um den wirtschaftlichen Vorteil ggü. der üblichen externen Stromversorgung.

an die 8 Cent glaube ich nicht. Einerseits kratzen wir heute schon ganz nah an den 8,x, andererseits ist die Entwicklung des EEG nach dem 52GW-Deckel völlig offen. Persönlich halte ich es für vollkommen ausgeschlossen, dass die Förderung wieder nach oben geht. In der Diskussion sind eher unterschiedliche Modelle mit deutlich geringerer Einspeisevergütung (Ziel: Eigenverbrauchsanlagen).

Fazit: Wirtschaftlichkeitsberechnungen für 2021 sind verschenkte Lebenszeit und aktuelle Angebote haben bis dahin eh keine Gültigkeit mehr.
Der Meinung bin ich auch, s. o.

Daher wäre meine Strategie: PV-Anlage kalkuliert für den Eigenverbrauch jetzt aufs Dach und in den ersten Jahren die Einspeisevergütung mitnehmen. Sobald sich die Investition in einen Speicher lohnt, diesen anschaffen und die Unabhängigkeit von externer Energie feiern. Ist der Gedanke gänzlich falsch?

Wir müssen uns aber schon jetzt für oder gegen eine PV-Anlage entscheiden. Das Hauskonzept wird ja schon jetzt bzw. bis Ende des Jahres fix erarbeitet.
 
Zuletzt aktualisiert 27.05.2022
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