Bunter Garten-Plauder-Bilder Thread

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Macht nur keiner, den Abstand wahren. Kaum am Ziel, läuft doch jeder wie ne Ameise herum

ist der Egoismus nicht eher frech und erbärmlich? Keiner muss Ausflüge machen. Demnächst kommt noch das Ding mit „um die Kindheit gebracht“.
Auch Erwachsene, nicht nur Kinder würden gern Aktivitäten machen. Ältere, die sich noch Träume erfüllen wollen, solange sie das körperlich noch können, aber es jetzt nicht (mehr) geht...

... Deine Worte. Aber der bleibt lieber jetzt zu Hause, als dass er einer Vielzahl von jüngeren Menschen antrifft, die jetzt unbedingt das Wetter zum Bespassen nutzen wollen und dadurch eher angesteckt werden könnten.

Ja, möchte ich auch. Seit Monaten immer der gleiche Sch*, wo gehen wir diesmal spazieren? Aber sagt mal: wo ist Euer Problem, mal eine Durststrecke durchzuleben? Ihr seid echt Memmen. Es ist für alle nervig. Aber noch nerviger ist, dass es trotz Impfung immer diesen Maskenzwang geben wird, weil 10% der Meinung sind, sie haben Bespassungsrechte. Solang es diese unsolidarische Einstellung gibt, kommen wir aus dieser Misere nicht raus.
Und damit bin ich raus hier. Ich setze mich täglich einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko aus, um im medizinischen Bereich den Laden am Laufen zu halten und dann muss man sich noch dumm anmachen lassen. Danke dafür. Da weiß man wieder wofür man es macht.
 
Ich verstehe den Zusammenhang nicht, sorry.

Ich ziehe meinen Hut vor allen Leuten die jetzt pflegen, betreuen, medizinisch tätig sind - oft bis an ihre Leistungsgrenze. Ich habe echt gekotzt, als das Gejammere vor Weihnachten los ging, daß man "so" ja gar nicht richtig Weihnachten feiern kann, weil man nicht mehr alle zusammen feiern könnte. Da hab ich mich gefragt, wie sich dieses Gejammere wohl in den Ohren einer Intensivschwester anhören muß, die nicht darüber nachdenken kann, WIE sie Weihnachten am liebsten feiern würde, sondern OB sie überhaupt zwischen ihren Schichten dazu kommt.

Das die Situation auf der Intensivstation aber so ist, daß unsere medizinische Versorgung am Limit ist, daran sind nun wieder Leute mit schuld, die sich eben nicht an die Regeln halten.

Und gerade dann verstehe ich nicht, warum man sich jetzt nicht mal erst etwas einschränken kann. Ich behaupte ja nicht, daß das Spaß macht. Das macht es wohl keinem - aber es ist in meinen Augen einfach gerade unumgänglich und wenn ich Ausflugsziele sehe, die völllig überlaufen sind und das Resultat eines solchen Tages ist, daß ein eh schon überstrapaziertes Krankenhaus sich dann noch um eine Latte von Unfallopfern kümmern darf, ist zumindest MEIN Verständnis gleich Null.
Es gibt andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung und auch wenn die nicht so schön, hipp, aufregend und en vogue sind - sie sind gerade das, was halt noch geht.

Ich kann auch gerade das Gejammere um verlorene Jahre und was alles nicht geht einfach nicht mehr hören. Keiner von uns hat sich das ausgesucht, aber es ist halt so. Wir haben Häuser, Wohnungen mit Heizung, wir haben Essen, wir müssen nicht fürchten, daß wir ausgebombt werden - wir können halt gerade mal nicht für einen absehbaren Zeitraum genau immer das machen, was wir so gerne machen würden. Nicht schön, aber es geht deutlich schlimmer würde ich meinen!

Und wenn ich dann lese: ich wohne ja am Stadtrand und habe einen Garten - tja dann: nutzen! Dürfte für Kinder ausreichen. Die wollen sich in erster Linie bewegen, da braucht's keinen Schnee, keine Rodelbahn und kein Eislaufstadion dafür, das geht auch so.
Ich wohne bei den Bergen, ich habe keine 15km Regel, weil unser Landkreis unter dem 200er Inzidenzwert liegt - ich fahre trotzdem nicht zum Tourengehen an mir durchaus wohlbekannte weniger besuchte Berge. Ich will das Risiko nicht eingehen, daß ich mit gebrochenem Bein oder gerissenem Kreuzband einem KH zu Last falle. Ich gehe spazieren, riskiere immerhin mal eine Radltour und schaue meinen Nichten und Neffen zu die am Schlittenberg runterrutschen, weil auch sie gerade nicht zum Skifahren kommen. Wir haben halt das Glück, gerade Schnee vor der Haustüre zu haben.
Im Sommer hätten wir lieber Meer gehabt...
 
Und damit bin ich raus hier. Ich setze mich täglich einem deutlich erhöhten Infektionsrisiko aus, um im medizinischen Bereich den Laden am Laufen zu halten
Danke.

Das Ausleben unserer eigenen Freiheit in dem luxeriösen Maße, in dem wir das in Mitteleuropa genießen dürfen funktioniert nur in einem Rahmen, der das ermöglicht, indem ein Interessensausgleich zur Freiheit der Mitmenschen geschaffen und organisiert wird. Mancher hat vergessen, dass er als Teil dieser Organisation, die wir Demokratie nennen eine Mitverantwortung trägt. Diese besteht nicht darin, sich hin und wieder zu einer Wahl zu begeben, sondern vor Allem darin sich zu beteiligen und zu interessieren (im eigentlichen Sinne des Wortes inter (lat. zwischen) und esse (sein), also "dazwischen zu sein" - sprich Teil zu nehmen --> beteiligen).
Wir haben vergessen, dass wir überwiegend ein Leben in Privilegien führen und haben vergessen das Wichtige vom Erwünschten zu unterscheiden. Ich schließe mich da ausdrücklich mit ein, denn derzeit muss ich oft über mich selbst lachen wie schwer ich mich mit der einen oder anderen Einschränkung tue. Beispiel: Ich kann am Samstag das Wohnmobil nicht in die Werkstatt bringen, da die nicht im 15km Radius ist. Fand ich echt ärgerlich. Und dann musste ich lachen, denn die Wichtigkeit dessen ist objektiv betrachtet wirklich marginal - genau wie ein Ausflug nach Winterberg.
 
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Darfst du sicher dein Womo nicht in die Werkstatt bringen? Bei uns sind Einkäufe auch außerhalb erlaubt und eine Reparatur ist keine Freizeitbeschäftigung. Das ist ja eigentlich das Einzige was eingeschränkt ist.
 
Den 15km Radius darf ich für eine nicht notwendige Fahrt nicht verlassen und das ist ja auch verständlich. Dem Virus ist es egal zu welchem Anlass er verbreitet wird. Die logische Konsequenz ist einfach die Reparatur zu einem späteren Zeitpunkt erledigen zu lassen. Die Werkstatt ist 120km entfernt. Abgesehen davon wäre es - auch wenn es erlaubt wäre - keine rücksichtsvolle Aktion. Nicht alles was erlaubt ist, ist auch gleich richtig. Wenn ich aufrichtig bin muss ich feststellen, dass ich zwar nicht machen kann was ich will, dass aber gleichzeitig mein Leben dadurch nicht wirklich eingeschränkt ist. Dasselbe gilt für einen Rodelausflug nach Winterberg oder Ähnliches - einfach mal lassen.
 
Wenn du das Womo nicht brauchst ist es nicht notwendig.
Im Nachbarlandkreis streiten sie gerade wann es ein Tagesausflug oder eine sportliche Aktivität ohne Ausflugscharakter ist.
Bei einer Inzidenz von über 300.
Dafür sperren sie wieder alle öffentlichen Parkplätze
 
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