Vestaxx Fensterheizung - Erfahrungen?

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Zuletzt aktualisiert 04.06.2023
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OWLer

OWLer

Kleine Ergänzung zur Klimawirkung: man sollte natürlich bei derzeitigem Gritmix und maximaler Photovoltaik-Unterstützung von 1/3 (Ausführung oben "Tageslänge") mal gegenrechnen, ob nicht eine Gasheizung sogar günstiger für unser Klima wäre, die könnte ich mit bestehender FBH/Heizkörpern zusätzlich nach 20 Jahren noch umstellen auf Wärmepumpe und könnte damit sogar doppelt sparen.
 
D

driver55

Ich habe zu Beginn mal gelesen, der „Kollege“ hat eigentlich keine Zeit. Dafür biste hier aber schwer am kämpfen.

Wie kalt/warm sind eigentlich die Fußböden bei der Fensterheizung?
Morgens im Winter barfuß ins Bad, bzw. durchs gesamte Haus?! :rolleyes:
Selbst mit FBH hat man in Neubauten nur z.B. 25…26°, aber ohne ist der Boden, vor allem Fliesen, doch eisekalt.
 
P

profil65

Wie kalt/warm sind eigentlich die Fußböden bei der Fensterheizung?
Was für eine frage;) wollte ich schon immer wissen, Ist das benutzten von Hausschuhen verboten?o_O oder werden nur noch Häuser mit Fußbodenheizungen gebaut ... Fragen über Fragen.

  1. Solche Heizsysteme z.B. bei Passiv/Plus Energie oder Sonstigen Gebäuden die nur wenig und/oder selten Beheizung brauchen eine sinnvoll.
  2. Nicht jeder kann/möchte die maximal mögliche Haustechnik bezahlen.
  3. Kleine Split Klimaanlagen mit denen man auch zu Heizen kann in Kombi mit Photovoltaik sind auch eine Option.
Viertens freue ich mich sehr das Luftwärmepumpen von einer steigenden Anzahl Menschen (nicht allen!) inzwischen nicht mehr als "Exotische" unausgereifte Modeerscheinung gesehen werden die in einigen Jahren keiner mehr haben will.
 
WilderSueden

WilderSueden

  1. Solche Heizsysteme z.B. bei Passiv/Plus Energie oder Sonstigen Gebäuden die nur wenig und/oder selten Beheizung brauchen eine sinnvoll.
  2. Nicht jeder kann/möchte die maximal mögliche Haustechnik bezahlen.
Den ersten Punkt kann ich akzeptieren, dann ist die Konkurrenz aber Luftheizung, Infrarot, Heizlüfter aus dem Baumarkt. In die Richtung wird aber gar nicht argumentiert, stattdessen wird davon geredet wie man sich dann eine Photovoltaik leisten kann. Wer auf (quasi) Passivhaus geht, der hat offensichtlich genug Geld für eine große Anfangsinvestition.
Der zweite Punkt wird schnell zum Pyrrhussieg. Denn wenn man der Argumentation "Geld sparen" folgt, dann dürfte der Neubau nach GEG mit Wärmepumpe und Photovoltaik der Sieger sein und nicht der EH40 mit Fensterheizung und Photovoltaik.
 
C

Christian 65

Genau das schmeckt mir nicht und deshalb auch mein eingehender Hinweis an "Kill your darling". Hier ist jemand anscheinend felsenfest von seinem Produkt überzeugt und eckt mit jedem an, der es infrage stellt und Bedenken anmeldet.

So, das nervt mich hier so sehr, dass ich Excel tatsächlich noch angeworfen habe.

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Das Ergebnis über übliche Finanzierungszeiträume, die zugleich den Zielwert der Wärmepumpe-Lebensdauer darstellen, überrascht mich überhaupt nicht. Ich sehe alle meine Thesen und Warnungen vor dem System bestätigt. Wenn mich wer fragt, würde ich niemanden das System Fensterheizung empfehlen.

Da auch das Thema Nachhaltigkeit angesprochen wurde, habe ich das auch nochmal kurz ganz grob gegengecheckt. CO2e für deutschen Stahl ca. 2,5kg angenommen, PE-Fußbodenrohr 17x2 mit 2kg CO2e. Produktionsoverhead ist mit pauschal 25% gerechnet.

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Bin übrigens auch Ingenieur @Vestaxx GmbH und auf der Arbeit ab und zu mit Ermittlung von CO2 Footprints zu tun, sodass ich mit meiner langjährigen Fachkompetenz behaupte, dass das gute Richtwerte sind.

Problematisch ist natürlich das CO2e des deutschen Gritmixes. Da gab es vor dem Krieg ambitionierte Ziele, die ich nun wo noch ostdeutsche Braunkohlemeiler angelaufen sind, sehr stark in Zweifel ziehe. Ich unterstelle unserer Regierung einfach mal, dass wir das <25% zu 1990-Ziel dann 10 Jahre später in 2040 erreichen.

So habe ich dann einfach mal den Strom gerechnet. Dass es so gut laufen wird, daran habe ich leider sehr große Zweifel!
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Das sehr ernüchternde Ergebnis mit den von mir gewählten Input-Paremetern ist, dass wir über die Laufzeit von 15 Jahren 16 Tonnen CO2 inkl. Gestehungskosten und Betrieb mehr ausstoßen. Je länger wir das weiter laufen lassen, desto schlechter wird die CO2-Bilanz der Fensterscheibenheizung.

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Wesentlich schlechtere Bilanz der Fensterheizung zur Wärmepumpe, natürlich aufgrund des Wirkungsgrades.

Und jetzt argumentiere bitte nicht mit der Gratis-Photovoltaik. Das Argument habe ich bereits mit der ersten Rechnung widerlegt. Über den Finanzierungszreitraum ergeben sich keine nennenswerten Unterschiede aus Kostensicht, somit ist die Photovoltaik in beiden FÄllen On-Top zu bewerten. Zudem ist zu beachten, dass von November bis Februar 63% des Tages nicht ein einziges Photon von der Sonne direkt auf die Photovoltaik-Flächen geschickt wird. 2/3 wird also mit dem Gritmix geheizt und das letzte 1/3 ist in der Regel so sonnenverhangen, dass selbst die 15 kWp Süd-Photovoltaik nicht einmal den Grundverbrauch des Hauses ohne Heizung decken kann. Ein paar sonnige Tage reißen es das dann wieder raus, wenn kein Schnee auf den Modulen liegt.

Photovoltaik und Heizung gehört für die Betrachtung streng getrennt. Daher ist es für mein Empfinden äußerst unlauter, dass hier Werbung mit der Gratis-Photovoltaik für das Heizsystem gemacht wird.

Da ich noch nicht genug habe, gucke ich gleich nochmal in meine Heizlastberechnung und stelle dazu noch einmal ein paar kritische Fragen bezüglich Heizen des Kellers und meiner Bäder, wo ich keine großen Fensterflächen installieren kann.

Also, du gehst bei deiner Rechnung davon aus daß die Wärmepumpe mit FBH 23.000€ mehr kostet als die Fensterheizung?
Habe ich das richtig verstanden?
Also, man spart 23.000€ bei den Erstellungskosten und könnte das Geld für etwas anderes ausgeben??
Oder keine Zinsen dafür Zahlen??

Ja, dann ist ja alles klar.
 
C

Christian 65

hab das jetzt im Kopf nachrechnen müssen:
also dann spare ich in 20 Jahren nochmal ca 16.000€ an Zinsen?
oder verrechne ich mich da?hab mal 3,5% zinsen angenommen
 
Zuletzt aktualisiert 04.06.2023
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