HPS-System - picea als Strom- und Wärmequelle?

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Nida35a

Picea wurde entwickelt für das Einfamilienhaus der nahen Zukunft,
Passivhaus und Plusenergiehaus.
Die Fertighausfirmen sind sehr interessiert das System als eierlegende Wollmilchsau mit dem Haus zu verkaufen.
Jetzt sind die Kunden noch die Tester und für privat ein teures Hobby.
 
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T_im_Norden

Das ist falsch gedacht, jeder aus erneuerbaren Energien erzeugter Strom der eingespeist wird verringert den Eintrag herkömmlich erzeugten Stromes.

Durch die europäischen Verbundnetze kann dein eingespeister Strom verteilt werden, das ergibt dann eine Ausnutzung von ca. 90%.

Nutzt du stattdessen dein Speichersystem werden nur 40 % des erzeugten Stromes für deinen Speicher genutzt, die zusätzlich 50% die bei der Einspeisung mehr anfallen würden müssen dann anderweitig erzeugt werden.
 
Tolentino

Tolentino

Wasserstoff als Speichermedium lohnt sich nur im großen Maßstab. D.h. in der Tat sollte man das eher den Netzbetreibern oder von mir aus den Energieerzeugern (von irgendwas müssen die ja leben, wenn irgendwann nur noch dezentral Strom erzeugt wird) überlassen.
Das hat doch irgendein Professor mal erklärt und hier flog die Beschreibung zum Video rum?
 
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TestDaf

Bei der Beschreibung ist aber auch einiges an Schönfärberei bei.

Die Herstellung von Wasserstoff aus H2O via Elektrolyse ist ein energieverbrauchender Prozess. Wenn dabei Abwärme entsteht die genutzt werden kann, dann nur weil das Wasser vorher mit deinem PV Strom erwärmt wurde. Da wäre es natürlich sinnvoller den Strom direkt zu nutzen bzw. in das Energienetz einzuspeisen.

Mir wären die Wartungskosten bei so einer Anlage über 30 Jahre auch zu riskant, zu mal Wasserstoff aufgrund der geringen Größe sehr leicht diffundieren kann. Das ist ja keine Heizung oder ein Stromspeicher, sondern eine physikalisch-chemische Anlage im Industriemasstab. Wenn der Hersteller in 5, 8, oder 10 Jahren Konkurs anmeldet steht man da mit seinem Elektrolysegerät und H2-Speicher.

Von den Kosten nicht zu reden.
Gasheizung mit Solarthermie: 15k Anschaffung
Gas Kosten / Jahr: 800 Euro x 30 Jahre = 24k
Wartung: 5k

Da komme ich in 30 Jahren großzügig gerechnet auf die Hälfte der Kosten inkl. aller Heizkosten und Warmwasser. Da muss man schon sehr viel Idealismus im Blut haben um über eine Anschaffung von 100k nachzudenken wo die Folgekosten nicht kalkulierbar sind. Evtl. könnte man mit den überschüssigen Geld der Umwlt auch anderweitig gut helfen.

Ich weiß, dass der Gaspreis auch steigen wird in den nächsten 30 Jahren, bin aber sicher, dass die Gasheizung eine längere Lebenserwartung hat als das Picea System.

Eine ähnliche Rechnung kann man natürlich auch für Wärmepumpen oder Geothermie aufmachen. Werden auch beide ökonomisch sinnvoller sein und ökologisch nicht weit entfernt sein.

Meine Empfehlung wäre auch das Dach mit PV vollmachen und den überschüssigen Strom ins Netz zu speisen. Von dem gesparten Geld dann noch ein Elektroauto kaufen und ein paar Bäume pflanzen.
 
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rdwlnts

Also gut für die Umwelt ist dieses System sichert nicht. Etwas, daß über 60% der Energie verschwendet, statt damit Kohle-, Öl- oder Atomstrom zu ersetzen, schadet eher der Umwelt.
 
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