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KfW 55 - Lüftungsanlage ja/nein? - Erfahrungen

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Ich tu mir einfach sehr schwer damit: Die bauen alle zusammen bestimmt um die 120 Häuser im Jahr, alle KfW 70 und keiner hatte anscheinend Probleme damit, bzw. "vermisst" diese Lüftungsanlage nicht
Die müssen ja auch nicht drin wohnen, bzw. sind dann sicher Fensterfalzlüfter eingebaut. Und zu den Bewohnern: was man nicht kennt vermisst man nicht. Ich erlebe es immer bei meinen Schwiegereltern: Haus von 2013, gut dicht gebaut ohne jede Form einer Lüftung. Wenn wir da mit den Kindern und mal noch Onkel/Tante zu 8 im Wohnzimmer sitzen bekommt man nach einer halben Stunde Erstickungsängste - da werden dann alle 30 Minuten alle Fenster und Türen aufgerissen, weil schon die halbe Belegschaft kurz vorm Einschlafen ist. Dann bekommt man einen Kälteschock, wird wieder munter, nur um dann bei geschlossenen Fenstern wieder langsam wegzudösen. KFW spielt hier garkeine Rolle, sondern zu 90% wie gut und dicht Fenster und Türen sind. Meine Frau hat nach so einem Tag immer Kopfschmerzen - aber das mag auch ander Gründe haben :D..

Ist somit der Baustoff nicht entscheidend für das Raumklima, bzw. kann ein bestimmer Baustoff Schimmel nicht verhindern?
Ein Baustoff ist schon relevant für das Raumklima, aber entscheidend ist am Ende das Zusammenspiel. Die Aussage "Ich baue mit Poroton Ziegel, das kann nicht schimmeln" ist einfach falsch.
 
Ist es möglich, dass ich mir nach einem Gewerk umschaue, das mir die Lüftungsanlage einbaut? Ist dies parallel zum Hausbau einzubauen bzw. kann dies (zentrale Anlage) auch nachträglich eingebaut werden, oder muss ich das entsprechend mit meinem GU koordinieren?
Natürlich kann auch eine Fremdfirma die Lüftungsanlage einbauen. Allerdings müssen die Termine dann sehr genau koordiniert werden. Die Rohe für die Lüftungsanlage liegen ja zumeist auf dem Rohfussboden, d.h. sie kommen noch vor der Fußbodenheizung und dem anschließenden Estrich. Da muss der Einbautermin schon passen. Nachträglich lässt sich sowas nicht mehr einbauen.
 

Mycraft

Moderator
Früher hatte man Autos mit Kurbeln an den Fenstern und Telefon mit Schnur etc. hat auch keiner was vermisst und hatte "Probleme damit". Man ist halt einfach zur Telefonzelle an der Ecke gegangen.

Was man nicht kennt vermisst man auch nicht.

Problem beim Hausbau ist aber...durch die moderne und im Prinzip auch gewollte Bauweise wird so dicht gebaut, dass kein natürlicher Luftaustausch stattfinden kann(im Gegensatz zu den Häusern der Eltern und Großeltern). Sprich heutzutage benötigt man schon irgendeine Art von Zwangsbelüftung sofern man "frische Luft" im Haus haben mag. Denn wie Lumpi geschriben hat niemand kann die Lüftungsintervalle einhalten. Eine weitere Krux an der Sache ist. Kaum jemand ändert sein Lüftungsverhalten und es wird weiter gelüftet wie in der Mietwohnung vor dem Hausbau.

Das merkt man schnell wenn man ein Messgerät aufstellt.

Natürlich wird immer behauptet man lüftet richtig und ausreichend und auch die GU's sagen: "Sie müssen nichts weiter machen als Lüften" Die kennen es ja in der Regel auch nicht anders. Solange kein Umdenken im Kopf stattgefunden hat wird weiter gebaut wie bisher. Warum auch man hat es ja schon immer so gemacht.

Die Aussage über die dreckigen Rohre ist einfach mal der Gipfel der Unkenntniss. Sicherlich verdrecken die Rohre nach und nach allerdings handelt es sich hierbei in der Regel um die Abluft. Erfahrungswerte zeigen aber dass auch nach 10 Jahren die Lüftungsrohre für die Zuluft wie neu aussehen. Ist ja auch kein Wunder es kommt ja nur die frische und gefilterte Luft hinein. Dreck hat da nichts verloren. Vorausgesetzt man wohnt natürlich nicht in unmittelbarer Nähe einer Kohlegrube und tauscht die Filter nach den vorgaben der Hersteller bzw. dann wenn die Anlage einen vollen Filter meldet.
 
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Finde das alles auch echt plausibel...

Verstehe nur nicht, wie dieses Denken sich aktuell noch durchsetzen kann...

Liegt wohl daran, dass die ganzen Bauherren keinen Gedanken daran verschwenden und halt das machen, was der GU sagt.
Ich werd mir jetzt einen Termin machen bei einem Lüftungsinstallateur hier in der Nähe und mir mal seine Meinung dazu anhören. Dann kann ich den GU auch damit konfrontieren.

Das Problem ist einfach, dass nun mein ganzes Bild über die verschiedenen GU sich komplett verändert hat :D
 
Warst du schon in einem Neubau nach EnEV 2016 oder KfW55?

Die GUs machen in der Regel, das was einfach ist und wenig Fehleranfällig ist. Die haben ja auch keine Lust, sich nachher mit dir herumzuärgern. Loch in die Wand und Gebläse rein, ist mega easy.

Natürlich kann man auch ohne Lüftung in den neuen Häusern wohl wohnen und Schimmel hab ich in den Häusern auch nicht gesehen. Geht aber besser und die Luftqualität ist riechbar und auch fühlbar besser mit KWL.
 

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