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Einbauten, Küchen und Türen - Alles was Sie wissen müssen


Themen in diesem Artikel

  • Einbauten Allgemeines
  • Zweck von Einbauten
  • Anforderungen an Einbauten, Küchen, Türen
  • Materialien für Einbauten, Küchen, Türen
  • Einbauschrank
  • Garderoben
  • Regale und Gestelle
  • Trennwände
  • Küchen
  • Küchen Grundrissplanung
  • Küchen Hauptarbeitsplätze
  • Praktische Hinweise zur Küchenplanung
  • Zimmertüren
  • Spezialtüren

  • Küchen und Türen zählen zum Bereich Einbauten und zum Bereich Innenarchitektur.

    Da man sich dort ziemlich häufig aufhält, sollte man hier auch auf Bequemlichkeit und das Optische achten. Türen wiederum sollten auch Aufgaben wie Schall und Wärmedämmung, sowohl natürlich auch den Einbruchschutz übernehmen.

    Damit man Nutzen und Komfort unter einem Hut bringt, ist es wichtig die Räumlichkeiten richtig zu
    vermessen und zu berechnen.

    Antworten auf viele Fragen finden sie sicher in unseren Fachberichten. Sollten spezifische Fragen offen bleiben, laden wir sie gerne in unser Forum ein, wo ihnen weiter geholfen wird.



    Einbauten Allgemeines

    Zu den Elementen der Innenarchitektur zählen auch die Einbauten. Dazu gehören Türen, Wand und Deckeneinbauten, Nasszellen, Garderoben, Küchen, Regale etc.



    Zweck von Einbauten

    Einbauten sind einerseits funktionell, wie Türen oder platzsparend. Dazu zählen zum Beispiel in die Wand eingebaute Regale. Außerdem wirken Einbauten optisch viel komfortabler, weil sie der Umgebung angepasst sind.



    Anforderungen an Einbauten, Küchen, Türen

    Der Besitzer möchte vor allem funktionelle Bauelemente besitzen, die auch eine lange Haltbarkeit vorweisen.

    Anforderungen an die Dimensionierung
    Bestimmte Aufgaben für Schulen, Gewerbe und Lagerhallen sollte man rechtzeitig abklären, da für bestimmte Größen keine Fertigprodukte zu Verfügung stehen. Für normale Projekte stehen jedoch reichlich Produkte zum kaufen bereit.

    Anforderungen an das Langzeitverhalten
    Bei Bodenbelägen und Einbauten sollte man auf jeden Fall auf die Qualität achten. Der Preis ist zwar etwas höher, langfristig gesehen hat man damit aber mehr Freude. Da die Elemente strapazierfähiger sind, halten sie natürlich auch länger.

    Gestalterische Anforderungen
    Bei der Gestaltung hat der Besitzer eigentlich freie Wahl. Die Einbauten können von der Farbe und vom Material her komplett mit dem restlichen Raum gleich gestaltet werden.



    Materialien für Einbauten, Küchen, Türen

    Hauptsächlich wird mit Massivholz und Holzwerkstoffen gearbeitet. Da das zweite billiger ist und gute bauphysikalische Eigenschaften aufweist kommt es heutzutage öfter zum Einsatz. Furniere und Kunstharzplatten kommen wiederum bei Belägen zur Anwendung.

    Holz
    Holz kann man leicht und dauerhaft bearbeiten. Ob massiv oder als Furnier, beides sollte man nur im trockenen Bereichen einsetzen. Außerdem ist es vom Vorteil, wenn man dem Holz einen geeigneten Schutzanstrich verpasst.

    Holzwerkstoffe
    Diese gibt es fix und fertig im Handel zu kaufen. Da sie eine geringere Rissempfindlichkeit aufweisen und ziemlich günstig sind, werden sie immer häufiger eingesetzt. Zudem haben sie eine stark reduzierte Schwind- und Quellneigung. Durch Leichtmetall oder Kunstharzplatten sind auch Verbesserungen im Bereich der Pflegeleichtigkeit möglich.

    Kunststoffe
    Bodenplatten und Folien gibt es in vielen Farben und Designs die vor allem für Beläge verwendet werden. Für Beschichtungen gibt es auch Kunststoff in flüssiger Form.

    Metalle
    Metalle werden dank ihrer Stabilität und Wasserfertigkeit gerne als Elemente eingesetzt. Beliebt sind beschichtete Stahlbleche oder auch Edelstahl. Leichtmetalllegierungen dienen oft als Basis.

    Glas
    Glas ist modern und zeitlos, kommt vor allem bei Schiebtüren, Vitrinen, Regalen und als Abdeckung zum Einsatz.



    Einbauschrank

    Einseitige Kästen bestehen aus einem Sockel, dem Boden, einer Rückenwand und den Fronten. Es gibt aber auch zweiseitige Kästen, die zum Beispiel als Raumteiler dienen. Die meisten Elemente bestehen wiederum aus Holzwerkstoffplatten.

    Einbauschränke mit Drehtüren
    Drehtüren sind ziemlich beliebt, da sie eine einfache Handhabung haben und dauerhaft haltbar sind. Der große Schwenkbereich ist jedoch ein Nachteil. Die Frontansicht ändert sich stark wenn man die Türe einschlagend, überfälzt oder aufgesetzt montiert.

    Einbauschränke mit Schiebetüren
    Besonders bei engen Räumen kommen Schränke mit Schiebetüren ab 110 cm Elementbreiten in Einsatz.

    Rollladenschränke
    Da Rollladenschränke nur geringe Elementbreiten erlauben und ziemlich teuer sind, werden sie eher selten eingesetzt.



    Garderoben

    Garderoben findet man oft in Eingangsnähe und sie laden ein, Kleidungsstücke, Hüte und Schuhe abzulegen. Die klassische Garderobe ist 60 cm tief und weist eine starr montierte Stange die parallel zur Front verläuft auf.



    Regale und Gestelle

    Regale sind kastenförmige Behälter, die rückseitig an die Wand montiert werden. Gestelle lassen sich auch auf diese Weise montieren, häufig sind sie auch freistehend. Man trifft sie als Raumteiler, Einbauten oder als Wohnwände an. Sie dienen zu Aufnahme von Zeitschriften, Bücher etc.



    Trennwände

    Diese werden normalerweise wie Möbel auf den fertigen Bodenbelag gestellt.



    Küchen

    Die durchschnittliche Grösse einer Küche im Wohnungsbau bewegt sich zwischen 7 bis 9m2.

    Die wichtigsten Anforderungen:
    Genügend Schrankraum, die richtige Apparatewahl und ein funktionell richtiger Arbeitsablauf. Eine Ausreichende Grösse die sicherstellt dass sich mehrere Benutzer in der Küche aufhalten können. Gute Belichtung, Besonnung und Beleuchtung. Kombinationsmöglichkeiten mit Essraum und Wohnraum. Gute Beziehung zur Eingangspartie. Wirtschaftliche Anordnung der Installationen sowie den Einbau und Apparate.

    Ideal sind Küchen, die von der Eingangszone aus direkt zugänglich sind. Bei richtiger Anordnung innerhalb des Grundrisses ergibt sich auch die Möglichkeit, die Küche in Zonen einzuteilen:
    Zone zum Kochen, Spülen und Abtrocknen mit allen Apparaten. Zone für Hausarbeiten. Zone zum Essen, Zusammensitzen und Plaudern.
    Diese Einteilung hat den Vorteil, dass sich ohne gegenseitige Behinderung mehrere Personen gleichzeitig in der Küche aufhalten können.



    Küchen Grundrissplanung

    Die Wohnküchen sollten eine Bodenfläche von 13 bis 16m2 beanspruchen.

    Einfronten Küche
    Die einzeilige Anordnung ist nur für kleine Haushalte mit einem Bedarf von sechs bis sieben Normelementen sinnvoll. Sie gilt als wirtschaftlich, weil Herstellung und Montage einfach sind und keine schlecht zugängliche Ecken entstehen. Als Nachteil gelten die verhältnismässig langen Arbeitswege.

    Zweifrontenküche
    Die gegenüberliegende Anordnung eignet sich für alle mittelgrossen und grossen Küchen. Sie ist recht verbreitet, das die Herstellung und Montage einfach ist, und keine schlecht zugängliche Ecken entstehen. Die Verkehrswege sind kurz, die Verkehrsflächen gering und die Übersichtlichkeit optimal.

    Winkelküche
    Winkelküchen kommen vor allem in grösseren Haushalten in Frage, sie bieten in quadratischen Räumen eine gute Kombinationsmöglichkeit mit einem Tisch. Sie sind in der Regel um einiges teurer als die ein- oder doppelzeiligen Ausführungen und weisen ein Eckelement auf. Ein Nachteil der sich mit Hilfe von speziellen Eckelementen nicht wettmachen lässt.

    Dreifrontenküche
    U-Küchen bedingen grosse Räume und eine entsprechend hohe Anzahl von Elementen. Aufgrund ihrer Ecken sind sie in der Herstellung teuer. Wenn sich der Abstand zwischen den beiden Schenkeln 1.75m nicht unter- und 2.35m nicht überschreitet, ergeben sich aus arbeitstechnischer Sicht sehr angenehme Verhältnisse.

    Masse und Normen
    Kücheneinbauten bestehen aus genormten Elementen. Sie gewährleisten den passgenauen Einbau von Apparaten wie Backöfen, Kühlschränke etc. Leider ist die Standardisierung der Geräte nicht einheitlich, die schweizerischen Unternehmer sind von den europäischen Massregelungen abgewichen.
    Die Unterbauelemente sind gemäss den europäischen Normen 60cm breit, 60cm tief und 90cm hoch. Der Sockel ist 12cm hoch und 10cm von der Front zurückversetzt. Sie fabrizieren auch Schränke mit Breiten von 30, 40 und 50cm die als Ausgleichselemente dienen. Die Schweizer Normen sind 55cm breit, 60cm tief und 90cm hoch. Der Sockel ist 10cm hoch und springt 6 bis 10cm zurück. Sie fabrizieren auch Schränke mit Breiten von 24.5 und 40cm. Die Hängeschränke befinde sich 45 bis 60cm über den Unterbauelementen, sie sind in beiden Normreihen 30 – 35cm tief und 60 – 80cm hoch. Die Breite entspricht denen der Unterbauelemente. Die Hochschränke sind in beiden Normreihen 40 – 60cm tief und 2 – 2.3m hoch. Die Breite entspricht denen der Unterbauelemente.

    Die Küchen sollten bereits während der Rohbauphase geplant werden.

    Küchen Hauptarbeitsplätze

    Als Hauptarbeitsplätze dienen vor allem die Kombination, aus Herd, Backofen, Spül- und Tropfbecken sowie Arbeitsflächen.

    Von links nach rechts ergibt sich für einen Rechtshänder folgende Reihenfolge:
    Abstellfläche mindestens 27.5cm breit und 60cm tief. Tropfteil mindestens 55cm breit und 60cm tief. Spülbecken, mindestens 55cm breit und 60cm tief. Bei grösseren Anlagen sind zwei Becken vorzusehen. Abstellfläche, mindestens 55cm breit und 60cm tief. Herd mindestens 55cm breit und 60cm tief. Abstellfläche mindestens 27.5cm breit und 60cm. Dies entspricht einer Kombination mit mindestens 5 Normelementen.

    Praktische Hinweise zur Küchenplanung

    Die nachfolgenden Hinweise können als Checkliste für die Küchenplanung berücksichtigt werden.

    • Bei der Grundrissplanung festlegen ob es sich um eine Arbeits-, Ess- oder Wohnküche handelt.
    • Fensteranordnung richtig Planen und die Fensterbrüstungshöhe hinter der Kombination auf 1.2m Höhe ab Boden anordnen.
    • Klare und einfache Anforderungen anstreben und Normmasse sowie minimale Arbeitsplatzabmessungen einhalten
    •  Auf die Angaben des Herstellers achten.
    • Den Herd nicht vor dem Fenster anordnen und einen Dampfabzug vorsehen.
    • Kühlschrank wenn möglich in einem Hochschrank anordnen, nicht direkt neben einem Backofen.
    • Mindestens 500 Liter frei Verfügbares Schrankvolumen, zwei Schubladen und zwei Auszüge in der Nähe des Herdes vorsehen.
    • Unter den Hängeschränken indirekte Beleuchtung vorsehen und Kombination sowie Arbeitstisch mit je einem Doppelstecker vorsehen.

    Es ist wichtig die Küchenplanung schon in der Rohbauphase, in Zusammenarbeit mit dem Hersteller und den Spezialisten voranzutreiben.

    Zimmertüren

    Das Türblatt und der Rahmen sind die wichtigsten Bauteile bei Türen. Folgende Verbindungen sind zwischen Blatt und Rahmen üblich: Stumpfer Einschlag Überfälzter Einschlag Einfache und doppelte Dichtung.

    Die Dichtungen und das Blatt sind zuständig für die Lärmschutzeigenschaft der Türe. Schallhemmende Konstruktionen mit einer elastischen Dichtung oder mechanischen Pressdichtung mit Drückerkupplung werden im Bereich der Schwelle eingebaut. Nassräume benötigen Nachstromöffnungen, Zimmereingangstüren wiederum normalerweise gar keine Schwelle.

    Türblätter gibt es fertig zu kaufen, es gibt Hohltüren, Volltüren, sowie gestemmte und verglaste Türen. Am besten geeignet sind massive Spannplatten die 36 - 40 mm dick sind. Ebenso ist zu beachten, dass das Türblatt verzugsfrei bleibt.

    Stahlzargentüren
    Diese sind in einfacher Ausführung erhältlich, man kann sie aber mit zusätzlichen Dichtungen ausstatten. Da der Rahmen aus stählernem Profil besteht, kann man ihn unmittelbar nach der
    Rohbauvollendung einsetzen. Dies erspart eine Menge Zeit. Zudem sind Stahlzargentüren weitverbreitet und ziemlich preiswert.

    Futter und Verkleidungstüren
    Diese werden erst nach Fertigstellung des Innenputzes montiert. Da der dreiteilige Rahmen aus Massivholz oder Holzwerkstoffen besteht erschwert es die Montage, die ziemlich teuer ist.

    Blockzargentüre
    Blockzargentüren bestehen ebenso aus Massivholz oder Holzwerkstoffen. Diese wird nach Fertigstellung der Gipsarbeiten montiert. Da ein Maurer sehr exakt arbeiten muss ist sie ziemlich teuer, wirkt aber am Ende sehr elegant.

    Blendrahmentüre
    Blendrahmentüren werden einseitig direkt auf die Wand montiert. Diese Methode ist zwar einfach und preisgünstig, bietet aber nur auf einer Seite genug Schutz im Kantenbereich. Aufgrund ihres Aussehens, werden sie eher in Nebenräume eingesetzt.



    Spezialtüren

    Jene Türen mit besonderer Durchgangsbreite oder sonstigen Ansprüchen an die Luftschalldämmung etc. müssen schon in der Rohbauphase eingeplant werden, da spezielle Maßnahmen erforderlich sind.

    Schallhemmende Türen
    Da diese entweder aus Holz oder Stahl sind und Dichtungen aufweisen sind sie ziemlich schwer.

    Wärmedämmende Türen
    Besonders für Laubengangtüren, Keller- und Kühlräume eignen sich die so genannten
    warmedämmenden Türen. Sie sind meist aus Metall gefertigt, das sich aufgrund der klimatischen Unterschiede nicht verzieht. Neben dem erforderlichen Wärme- und Feuchtigkeitsschutz bringen sie auch ein gutes Stehvermögen mit.

    Schiebe- und Harmonikatüren
    Schiebetüren werden vor allem in Sälen und Gaststätten eingesetzt. Die beweglichen Teile sind an einer Deckenschiene angebracht und werden am Boden von Rollen geführt. Eine freie Mauerfläche oder ein Hohlraum ist erforderlich um der Türe im offenen Zustand Platz zu gewähren. Es gibt mechanische und automatische Schiebetüren, jedoch weisen sie wenig Luftschalldämmung auf.

    Automatiktüren
    Diese werden bei großen Supermärkten, Banken etc. eingesetzt. Sie öffnen sich automatisch wenn jemand das Gebäude betritt und schließen sich danach gleich wieder.



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