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Dachbeläge und Spengler


Themen in diesem Artikel

  • Anforderungen an die Dachhaut
  • Unterdächer
  • Unterdach aus Hartfaserplatten
  • Fugenloses Unterdach
  • Schrägdeckungen
  • Ziegeldach
  • Schieferdach
  • Wellplattendach
  • Blechdach
  • Flachdächer
  • Begrünte Dächer
  • Sperrbetondächer
  • Spenglerarbeiten
  • Bauteile und Verbindungen

  • Als Bestandteil der Optik ist das Dach für die Gestaltung des Hauses unentbehrlich. Zugleich ist es aber als oberste und nach außen sichtbare Komponente am meisten gefährdet den Umwelteinflüssen zum Opfer zu fallen.

    Es steht außer Frage, dass deswegen einer präzisen Vorbereitung und den richtigen Materialien große Bedeutung zugesprochen wird. Ziegel, Schiefer, Wellplatten und Bleche sind als Dachbeläge die üblichsten Varianten, obwohl man dabei nicht die Architektur des Hauses außer Acht lassen sollte. Um Regenrinnen, die vor allem bei Flachdächern unabdingbar sind, zu installieren oder Blechdächer zu bauen, sind Spenglerarbeiten unbedingt notwendig. Die genaue Planung und die Vorabklärung mit dem Dachdecker für die Spenglerarbeiten sollten früh genug stattfinden.

    Sollten Sie Fragen zu Entscheidungen oder Baumaßnahmen haben: Unsere Expertenmeinungen und das Forum stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Sie Ihrem Traumhaus ein Stück näher zu bringen.

    Anforderungen an die Dachhaut

    Da sie von Außen deutlich sichtbar ist und einen großen Einfluss auf die kreative Aussage eines Hauses hat, nimmt die Dachhaut als äußerste Schicht eine Sonderstellung ein. Sie hat wasserdicht und frostsicher zu sein und darf sich bei heftigen Niederschlägen nicht ablösen.



    Unterdächer

    Sollte die Dachhaut beschädigt werden, fängt das Unterdach, welches darunter liegt, das eindringende Wasser auf und leitet es ab.

    Um sich vor Flugschnee zu schützen, benötigt man eine zweite Dichtungsebene, da geschuppte Eindeckungen wie Ziegel oder Schindeln da nicht ausreichen. Zu beachten sind folgende Planungsgrundsätze:

    Unterdächer haben kurzzeitig wasserdicht zu sein. Sie müssen belüftet werden. Während den Dachdeckerarbeiten dienen Unterdächer als Notdach. Damit kein Wasser nach unten dringen kann, sind Durchbrüche ordnungsgemäß anzuschließen.

    Unterdach aus Hartfaserplatten

    Hartfaserplatten, die von unten nach oben um ungefähr 10 cm geschuppt und verdeckt genagelt werden, eignen sich im Mittelland sehr gut als Unterdach.

    Die seitlichen Stöße weisen eine Überlappung von ca. 10 cm auf und befinden sich von der Hauptwindrichtung abgewandt über dem Sparren. Die kurzzeitig wasserdichten Platten lassen sich schneiden, sägen und nageln, müssen aber auf beiden Seiten anständig belüftet werden. Für den Einsatz in alpinen Gebieten eignen sich die Hartfaserplatten nur begrenzt. Stattdessen wird der Einbau von fugenlosen Unterdächern empfohlen.

    Fugenloses Unterdach

    Die aus elastischer Haut bestehenden wasserdichten Unterdächer, sollten besonders in alpinen Lagen ausgeführt werden. Die dampfbremsende Wirkung dieser Haut, die außerhalb der Wärmedämmschicht liegt, bedarf einer guten beidseitigen Belüftungsebene.

    • Bituminöse Dichtungsbahnen:
      Eine glatte Unterlage ist nötig. Durch eine heiße Bitumenmasse werden die bituminösen Beläge lokal fixiert. Dabei sind die Stöße überlappend und vollflächig zu verkleben.

    • Kunststofffolien:
      Die Entscheidung ob die Kunststofffolien, die sich offen überlappen oder verschweißen lassen, auf einer Schalung oder hängend verlegt werden, hängt von der Dicke und Reißfestigkeit ab.

    Schrägdeckungen

    Sie nehmen sich das Konzept des natürlichen Schuppenkleides zum Vorbild.

    Während die liegenden horizontal verlaufen, befinden sich die stehenden Fugen in Richtung der Falllinie. So wird gewährleistet, dass sich der Wasserfluss nur dort kreuzt, wo die Überdeckung und das Gefälle am größten sind. Gewöhnlich sind Schrägdeckungen teurer als Flachdächer und weisen zusätzlich eine längere Bauzeit auf.

    Ziegeldach

    Die Ziegel, die aus Lehm hergestellt werden, können verschiedenste Farben und Formate aufweisen. Die Ziegelformate sollten schon während den Projektierungsarbeiten Berücksichtigung finden.

    • Klosterziegel
      Hauptsächlich in den Mittelmeerländern und dem Tessin vorzufinden, wird bei den Klosterziegeln zwischen dem untenliegenden rinnenförmigen Mönch und der darüber gewölbten Nonne unterschieden. Das Wasser wird durch die vertikalen Furchen geradewegs in die Dachrinne geleitet. Durch das hohe Gewicht und die aufwendigen Anschlüsse werden die Klosterziegel heutzutage nur noch im historischen Zusammenhang mit Tessinerdachlandschaften eingesetzt. In Anspruch genommen werden sie zumeist in Verbindung mit einem Unterdach aus Eternit zum Ausgleich des großen Fugendurchlasses der Deckung. Die Dachneigung beträgt ca. 20°, während der Dachbelag auf ein Flächengewicht von ca. 150 bis 200 kg/m² kommt.

    • Biberschwanzziegel
      Die Form der glatten oder vertikal strukturierten Biberschwanzziegel ist flach und brettartig. Sie sind im Rund-, Segment-, Spitz- oder Gradschnitt erhältlich. Weiters unterscheidet man noch zwischen der Doppel- und Kronendeckung. Die Dachneigung der Ziegel, die sich für alle steilen Dächer eignen, beläuft sich auf 35°. Das Flächengewicht des Dachbelages beträgt ungefähr zwischen 80 und 90 kg/m².

    • Flachziegel
      Die als Wasserfalle wirkenden Doppelfälze erlauben eine gerade laufende Eindeckung ohne jegliche Überlappung. Die Dachneigung beträgt ohne Unterdach ca. 30°, 18° bis 20° mit einem Unterdach und 15° mit einem ohne Fugen. Die Neigung ist um etwa 5° bis 10° anzuheben, sollten sich die Flachziegel in einer gefährdeten Lage befinden. Das Flächengewicht beträgt ca. 50 kg/m².

    • Pfannenziegel
      Die Doppelfälze der Pfannenziegel, die primär den Flachziegeln entsprechen, sind seitlich überhöht. Da in der Verfalzung bloß kleine Verschiebungen möglich sind, müssen der Lattenbestand und die Dachbreite auf das ausgesuchte Produkt abgestimmt werden. Ohne Unterdach beträgt die Neigung des Daches 20°, mit Unterdach 15° bis 18° grad und mit einem fugenlosen Unterdach 10° bis 12°. Wie bei den Flachziegeln ist die Neigung an exponierten Lagen um ungefähr 5° bis 10° anzuheben.

    Schieferdach

    Aus flachen, glatten oder dünnen Platten hergestellt, müssen Schieferdächer wasserdicht, frostsicher und beim Bau gut bearbeitbar sein. Moderne Produkte wie Eternit, die billiger, dünner und leichter als andere Ziegelformen sind, haben natürliche Werkstoffe wie Nadelholzschindeln oder Steinschiefer abgelöst. Durch eine verknüpfte Nutzung mit Fassadenverkleidungen aus dem gleichen Baustoff kann der ganze Baukörper ohne Dachvorsprünge mit derselben Außenhaut überzogen werden.

    • Naturschiefer
      Die Eindeckung des Naturschiefers, der blockartig abgebaut und in Dicken von 4 mm bis 5 mm abgespalten wird, findet von unten nach oben gegen die Hauptwindrichtung mit einer zwei- bis dreifachen Überlappung statt. Die Platten, deren Größe sich auf 20 bis 30 cm und 25 bis 50 cm beläuft, werden nicht genagelt. Stattdessen werden sie auf der Lattung festgeklemmt. Mit einfacher und doppelter Deckung werden auch bei dem Verlegemuster mehrere Varianten angeboten. Das Flächengewicht des Dachbelages beträgt etwa 25 bis 30 kg/m².

    • Eternitschiefer
      Die glatten Platten, die in unterschiedlichen Formen und Größen produziert werden, lassen sich bohren, sägen und präzise schroten. Sie lassen sich mit Hilfe von Stiften auf einer Lattung befestigen.

      Im Mittelland, wo Schneefälle nur selten auftreten, eignet sich die waagerechte Deckung. Die seitliche Überlappung der Platten, die von unten nach oben gegen die Hauptwindrichtung verlegt werden, beträgt, abhängig von der Dachneigung, 10 bis 12 cm. Für Schrägen von 18° bis 30° beläuft sich die Horizontalüberdeckung auf etwa 12 cm, von 30° bis 45° auf ungefähr 10 cm und für steilere Flächen 8 cm. Ein Flächengewicht von ca. 22 bis 25 kg/m² ist beim Dachbelag die Norm.

      Doppeldeckung und Überdeckung haben einen wesentlichen Unterschied. Bei ersterem liegen zwei Schiefer übereinander. Bei letzterem sind es drei. Um die Fugen der nachfolgenden Reihe in der Plattenmitte zum Liegen zu bekommen, werden die Schiefer der Höhe nach von unten nach oben verlegt. Die gewählte Plattenbreite ist dabei doppelt so dick wie die seitliche Überdeckung. In direkter Beziehung zu der Plattengröße steht die Dachneigung, die bei Schiefern von großem Format schätzungsweise 18°, bei mittleren Formaten ca. 15° und bei kleineren Größen ungefähr 30° beträgt. Beim Flächengewicht des Dachbelages kommt man auf etwa 25 bis 30 kg/m².

    Wellplattendach

    Für Platten von großem Format eignen sich vor allem wellenförmige Gefüge, die mit ihrer Formgebung die Flächen aussteifen.

    Die Platten, deren minimale Dachneigung ungefähr 12° beträgt, besitzen Bögen, die als Wasserrinnen dienen. Beim Dachbelag wird mit einem Flächengewicht von ca. 20 kg/m² gerechnet.

    Blechdach

    Obwohl Kupfer und Blei zu den altbewährten Bedachungsmaterialien zählen, spielt letzteres heutzutage nur noch eine nebensächliche Rolle. Stattdessen sind Kupfer, rostfreier Stahl und Aluminium derzeit die geläufigsten Materialien für großflächige Spenglerarbeiten. Hohe Körperschallschwankungen bei Regen und Hagel, sowie die Anfälligkeit gegenüber mechanischen Belastungen sind einige der Nachteile, die bei der Verwendung dieser Materialien auftreten können.

    • Aufliegende Blechdächer
      Aufliegende Blechdächer, die vom Spengler angefertigt werden, setzen eine durchgehende Unterkonstruktion, die üblicherweise durch eine Holzschalung erfolgt, voraus. Zwischen dem Blech und der genannten Konstruktion benötigt man eine vollflächig lose Unterlagspappe, wobei die Stöße eine kräftige Überlappung aufweisen sollten. Üblicherweise wird die Wasserhaut aus Kupferblech, Aluminium oder Chromstahl erstellt. Die Blechbahnen, die starken Wärmeausdehnungen unterworfen und aufgrund ihres geringen Flächengewichtes starkem Windsog ausgesetzt sind, können nicht fugenlos ausgeführt werden. In Fallrichtung des Daches befinden sich die Hauptdilatationen, während die quer angeordneten Bewegungsfugen am First und der Traufe extra dazu angeordnet werden.

    • Doppelfalzdach
      Sie können aus 100 x 200 cm großen Blechtafeln, die sich hauptsächlich für Erker, Türme und Dachlukarnen eignen, oder aus 67 cm bzw. 60 cm breiten Blechbahnen bestehen. Besserer Halt und eine erhöhte Flexibilität werden durch Bänder für alle großflächigen Dächer, die nach Abzug der beidseitig hochgestellten Borde von 35 mm bzw. 45 mm eine verbleibende Falzdistanz von 59 cm aufweisen, gewährleistet. Die zeitraubenden und teuren Querfälze werden daher nicht mehr gebraucht. Für Kupferblech beträgt die maximale Bahnenlänge etwa 8 bis 10 m, während für Aluminium ein Wert von 6 bis 8 m gilt. Die Bahnbreite sollte ihn wind- und schneereichen Regionen reduziert werden. Im Normalfall wird mit einer minimalen Dachneigung von 4° gerechnet, in exponierten Lagen jedoch mit 10°. Die Montage von Schneefängern wird durch den geringen Gleitreibungswiderstand zur Pflicht. Gefälzte Blechverkleidungen, deren Materialien dampfdicht sind, können auch für Fassadenverkleidungen angewandt werden. Dadurch kann auf der warmen Seite unbehindert Kondensat entstehen. Dies lässt sich jedoch durch den Einbau einer Dampfsperre unterhalb der Schalung unterbinden.

    Flachdächer

    Flachdächer, deren Neigung geringer als 5° ist, liegen hauptsächlich über Wohn- und Nutzräumen. Deshalb muss auf einen bauphysikalisch richtigen Aufbau geachtet werden.

    Genereller Aufbau

    Man unterscheidet bei Flachdächern grundsätzlich zwischen zwei Konstruktionsarten:
    - Warmdächer, die einschalig und nicht belüftet sind.
    - Kaltdächer, die zweischalig und belüftet sind.

    • Dachplatte
      Die anfallenden Vertikallasten, bestehend aus dem Eigengewicht, Nutzlasten und Schnee, werden mit Hilfe von Dachplatten gehalten. Zu ihren anderen Aufgaben zählen die Aufnahme von Installationen und die Luftschalldämmung.

    • Gefällsüberzug
      2 % Gefälle sind bei Flachdächern die Norm. Unmittelbar über der Stahlbetonplatte liegt die Gefällsschicht. Keilförmig ausgeschnittene Dämmplatten, die unter der Dachhaut liegen, können auch das Gefälle bilden. Da die erwünschte Neigung selbständig erreicht werden kann, benötigt das belüftete Warmdach keinen Gefällsbeton.

    • Dampfsperre
      Sie ist auf der warmen Seite der Dämmung anzufinden.

    • Wärmedämmung
      Erst wenn ihre Fugen dicht sind, kann man von einer vollumfänglichen Wirksamkeit der Wärmedämmung sprechen. Dies wird durch raumseitig angeordnete Dampfsperren erreicht. Die Dämmfähigkeit der Schichten wird durch Feuchtigkeit und Nässe teils eingegrenzt. Um Hohlräume bei Verformungen zu vermeiden, empfiehlt es sich Dämmplatten doppelschichtig versetzt zu verlegen.

    • Belüftungsebene
      Durch Luftschichten über der thermischen Dämmerung wird im Winter der austretende Wasserdampf abgetrocknet. Sie transportieren im Sommer durch Konvektion Wärmeenergie nach Außen. Eine einwandfreie Durchlüftung kann durch ein Gefälle zwischen der Lufteintritts- und der Luftaustrittsstelle gewährleistet werden. Der Querschnitt der quer zur Windrichtung angeordneten Zu- und Abluftöffnungen sollte mindestens 0.2 % der entsprechenden Bodenfläche betragen.

    Begrünte Dächer

    Das Flächengewicht begrünter Dächer, die in etwa mit einem Terrassendach vergleichbar sind, ist sehr hoch, weil die Humus- und Filterschichten ein größeres Gewicht aufweisen als normale Gehbeläge. Die Begrünung kann entweder intensiv oder extensiv erfolgen. Hier ist vor allem das nicht belüftete Dach mit Wärmedämmung geeignet. Durch geringe Tragfähigkeiten der oberen von belüfteten Flachdächern, kann es zu einer Einschränkung der Begrünung kommen.



    Sperrbetondächer

    Für die Herstellung von wasserundurchlässigen Betonplatten, sind einwandfrei funktionierende Gleitlager wichtig, weil die Wärmedämmung warmseitig angeordnet wird und die Betonplatte demzufolge hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Durchbrüche von Entlüftungsröhren und ähnlichem sind deshalb kritisch, weil sie nur schwer abzudichten sind.



    Spenglerarbeiten

    Die An- und Abschlüsse der Dachdeckung bildend, sind Spenglerarbeiten sehr sorgfältig zu planen und erfordern eine gewissenhafte Zusammenarbeit mit dem Dachdecker.

    • Materialien
      Die Lebensdauer einer Spenglerarbeit hängt im Wesentlichen von der Wahl der Materialien ab. Zu achten ist darauf, dass sie sich mit anderen metallischen Materialien vertragen, da man unwillkommene chemische Reaktionen vermeiden will.

    • Chromnickelstahl
      Eine Legierung aus Eisen und Chrom, Nickel, Molybdän oder Mangan bezeichnet man als Chromnickelstahl. Korrosionsbeständig und unempfindlich gegenüber Säuren und Laugen, kann er genietet, gefalzt, geschweißt und bei Feinblech auch gelötet werden. Erhältlich sind Tafeln von 200 x 100 cm und Bänder von 100, 165, 200, 250, 330, 400, 450, 500, 670 und 1000 mm Breite mit unterschiedlichen Oberflächen. Weitgehend säurefest, eignen sich die Tafeln vor allem für Kaminrohre, Kamineinfassungen und Abdeckungen.

    • Kupfer
      Kupfer, das älteste Gebrauchsmaterial, ist ein Werkstoff, der in vielen Sparten des Bauwesens (zum Beispiel Trinkwasser-, Heizungs-, Heizöl-, Gas-, Flüssiggas- und Solarinstallation, sowie in Regenwassernutzungsanlagen und bestimmten Abwassersystemen) Verwendung findet. Es kann genietet, gefalzt, weich gelötet und auch geschweißt werden, sollte das Material stark genug sein. Tafeln sind in den Formaten 200 x 100 cm erhältlich. Bänder bekommt man in den Breiten 250, 330, 400, 500, 670 und 1000 mm. Kupfer, welches mit unedleren Metallen korrodiert werden kann, erhält zu Beginn eine braune Oxydhaut die sich später noch verändern kann.

    • Aluminium
      Aluminium, das meistens aus Bauxit gewonnen wird und sich nieten, falzen und schweißen lässt, ist das häufigste Metall der Erde. Die Vorteile sind die hohe Witterungsbeständigkeit, die hohe Zugfestigkeit und das geringe Gewicht. Tafeln sind in den Maßen 200 x 100 cm erhältlich. Für Bänder gelten alle gebräuchlichen Abwicklungen bis 1250 mm.

    • Verzinktes Stahlblech
      Die Tafeln von 200 x 100 cm und Bänder in allen gebräuchlichen Abwicklungen bis 1250 mm Breite eignen sich hauptsächlich für anspruchslose Spenglerarbeiten.

    • Blei
      Blei und Bleiverbindungen sind giftig. Das schwerste und dichteste Gebrauchsmetall, dient vorwiegend als Dichtungsmaterial. An der Luft bildet sich schützendes Bleioxid. Am Markt sind Breiten in Rollenform von 420, 1000 und 1300 mm erhältlich und wird zu Streifen verarbeitet. Leider ist Walzblei ziemlich kostspielig.



    Bauteile und Verbindungen


    • Dachrinnen
      Dachrinnen sind in vielen verschiedenen Formen erhältlich. Sie können rund oder eckig, sichtbar oder verdeckt, aufliegend oder mit Hackenbefestigung ausgeführt werden. Aus zwei Teilen, sowie dem Behälter und Einlauf bestehend, weisen sie ein minimales Gefälle von 0.5 % auf. Ein zusätzliches Quergefälle findet man bei der eckigen Ausführung. Diese eignen sich gut für verdeckte Montagearten, als auch für fassadenbündige Dächer. Im Gegensatz zu runden Dachrinnen sind sie jedoch material- und arbeitsintensiver. Das höchste Fassungsvermögen im Verhältnis zum Materialaufwand haben die runden Rinnen, die beschränkt begehbar sind.

    • Dilatationen
      Je nach Metallart dehnen sich Spenglerbleche pro Meter um 1 bis 2 mm aus. Durch Dilatationen werden diese Ausdehnungen ungefähr alle 6 m aufgenommen.

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