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Haustypen - Verschiedene Hausvarianten stehen zur Auswahl


Themen in diesem Artikel

  • 3 Liter Haus
  • Ausbauhaus
  • Bausatzhaus
  • Blockhaus
  • Bungalow
  • Fertighaus
  • Massivhaus
  • Minergiehaus
  • Passivhaus
  • Skelettbau

  • Über die verschiedenen Haus Typen sowie ihre Vor- und Nachteile.

    Die Anzahl an verschiedenen Bauformen eines Hauses ist enorm. Steht ein Hausbau bevor, sollte gut überlegt werden, welche Art von Haus erbaut werden soll. Nicht nur der persönliche Geschmack spielt da eine erhebliche Rolle, sondern auch der Kostenfaktor und die verlangten und benötigten Vorteile, die in jeder Hausvariante liegen. Die Entscheidung, welche Aspekte für das spätere Haus am wichtigsten sind, liegt in jedem Fall bei dem Bauherren und späteren Besitzer. Für Informationen und Vor- bzw. Nachteile sollen folgende Beiträge Aufschluss geben. Ebenfalls wird erläutert, welche Bauarten verfügbar sind und welche Materialien verwendet werden.

    Ungefähre Preise der Bauweisen in Euro:

    • Fertighäuser 150.000-300.000
    • Bausatzhäuser 50.000-125.000
    • Systemhäuser 150.000-300.000
    • Ausbauhäuser 75.000-175.000

    3 Liter Haus

    Das 3-Liter-Haus bezeichnet einen Energiestandard für die Heizwärme, die ein Wohnhaus benötigt.

    Ein 3-Liter-Haus ist somit ein Gebäude im Niedrigenergiebereich, es kommt jährlich mit nur 30 KWh Heizwärme pro Quadratmeter aus, was etwa 3 Litern Heizöl oder der der entsprechenden Menge an anderen Brennstoffen wie Kohle oder Gas entspricht. Der Begriff wird in Anlehnung an die Automobilbranche verwendet, in der das 3-Liter-Auto ein besonders sparsames Automobil bezeichnet. Allerdings gibt es noch keine verbindlichen Standards, mit denen überprüft werden kann, ob das 3-Liter-Haus auch tatsächlich nur diese Menge benötigt, von daher ist diese Grösse eher als Richtwert zu betrachten und als Hinweis auf eine besonders energiesparende Bauweise.

    In Deutschland gibt es in Celle die erste bundesweite Siedlung, die ausschliesslich mit 3-Liter-Häusern konzipiert wurde. Dabei wird deutlich, dass energiesparendes Bauen und modere Architektur sich nicht ausschliessen müssen. Es wurden elf verschiedene Häuser in verschiedenen Bauweisen errichtet, darunter die Ziegelbauweise, moderne Fertigbautechnik und Holztafeltechnik, alle Häuser sehen verschieden aus, haben aber eins gemeinsam. Die innovative Idee des 3-Liter-Hauses garantiert einen sehr geringen Energieverbrauch, was sowohl der Umwelt als auch dem Geldbeutel des Bauherrn zugutekommen wird. Denn in einem 3-Litre-Haus können bis zu 65 Prozent der sonst üblichen Heizkosten eingespart werden. Und das Besondere an diesen Häusern ist, dass in jedem eine andere Wärmeversorgungstechnik genutzt werden kann, egal, ob Wärmepumpen, Brennwertkessel oder auch Holzpelletöfen, ein niedriger Energieverbrauch ist garantiert.

    Für Bauherren, die sich entschliessen, ein 3-Liter-Haus zu bauen gibt es über die Kreditanstalt für Wiederaufbau extra ein Förderprogramm mit besonders günstigen Zinsen.



    Ausbauhaus

    In den eigenen vier Wänden zu wohnen steht in der Lebensplanung der meisten Menschen ganz oben, und viele möchten sich den Wunsch auch dann erfüllen, wenn das Budget nicht so üppig ist, dass der Traum vom Haus mit Garten ohne Probleme realisiert werden kann.

    Wenn Abstriche in der Planung notwendig sind, müssen diese jedoch nicht zu Lasten von Qualität oder Wohnfläche gehen, denn mit handwerklichem Geschick und der Hilfe von Verwandten, Freunden und Bekannten kann man sich den Traum durch die eigene Arbeitskraft erfüllen, die bares Geld spart.

    Nahezu alle Anbieter von Häusern haben als Variante ihrer Modelle das so genannte Ausbauhaus, bei welchem der gesamte Innenausbau als Eigenleistung realisiert wird: Es müssen keine Handwerker bezahlt werden.
    Man erwirbt das Haus vom Bauträger inklusive aller notwendigen Materialien, kann es aber nicht schlüsselfertig beziehen. Das Haus wird aufgestellt, das Dach wird errichtet sowie Fenster und Türen eingesetzt. Die Eigenleistung kann nun, je nach Können und Budget, variieren. Manche Bauherren übernehmen nur die Malerarbeiten und das Verlegen der Teppiche. Die Spanne der möglichen Eigenleistung reicht jedoch bis zum kompletten Innenausbau, angefangen von der Heizungsanlage über die Energieversorgung bis hin zum Einbau von Bad und WC.

    Auch der Aussenputz bzw. die Verklinkerung der Fassade kann selbst erledigt werden. Dabei sind alle Materialien bis zur letzten Schraube bezahlt und konnten vorher ausgesucht und aufeinander abgestimmt werden. Der Bauherr übernimmt dann den Einbau bzw. die Verarbeitung. Dazu sind neben dem handwerklichen Geschick auch Fachkenntnisse gefragt, denn die Inbetriebnahme der Heizung oder des Stroms erfordern vorherige Abnahme durch die Bauaufsicht.

    Bausatzhaus

    Besonders wenn beim Hausbau auf das Budget geachtet werden muss, bietet sich ein Bausatzhaus als optimale Alternative an.

    Die Anbieter solcher Sätze bieten ihren Kunden eine Reihe von unterschiedlichen Haustypen an, die dann in Eigenregie selbst gebaut werden können. Durch auch für Laien verständliche Anleitungen und mit der Hilfe von Fachleuten, die den Bauherren mit Rat und Tat zur Seite stehen, bietet solch ein Bausatzhaus die Chance, enorm an der Kostenschraube nach unten drehen zu können.

    Hinzu kommt die Möglichkeit vor allem im Innenausbau noch mehr seine eigenen Wünsche und Vorstellungen in die Vier-Wände einbringen zu können. So kann das eingesparte Geld, welches für die Handwerker gespart wird, in eine grössere Wohnfläche oder eine bessere Ausstattung des Hauses investiert werden. Trotzdem sollte einem klar sein, dass schon etwas Durchhaltevermögen und ein gewisses handwerkliches Talent vorhanden sein sollte, wenn man sich an solch ein Bausatzhausprojekt wagt.

    Bedingt durch viele Eigenleistungen und beschränkte zeitliche Kapazitäten, kann es schon einige Zeit dauern bis der Traum vom Haus verwirklicht ist. Auch über die Doppelbelastung aus eigentlicher Arbeit und zusätzlich dem Hausbau, sollte auf alle Fälle vor dem Projekt gut nachdacht werden. Auf der anderen Seite bietet diese freie Zeiteinteilung dem Bauherren die Möglichkeit, relativ stressfrei an seinem Haus arbeiten zu können.



    Blockhaus

    Blockhäuser werden sehr gerne gekauft. Die Varianten eines Blockhauses sind hierbei vielfältig, sie kommen als Gartenhaus, Wochenendhaus, Ferienhaus oder als Wohnhaus zum Einsatz.

    Blockhäuser vermitteln ein behagliches Wohnklima, erhöhen das Wohlbefinden, haben einen angenehmen Duft von Nadelhölzern, besitzen eine günstige Raumakustik und eine luftfeuchtigkeitsregulierende Wirkung der Holzwand, sind strahlungs- und magnetfeldfrei und eine Alternative für Asthmatiker und Allergiker. Blockhäuser sind schnell montiert und bezugsfertig.

    Das Blockhaus und seine Blockwände werden mit übereinanderliegenden Balken errichtet und mit dicken Holzdübeln untereinander verbunden. Es werden u.a. Vierkant und Rundbalken verwendet. Zwischen den Balkenanlagen und den Eckverbindungen werden nicht sichtbare Dichtungsbänder eingebaut. Die Blockbalken werden mit langen Grewindestangen angezogen. Weiterhin kommen T- Leisten in den ausgefrästen Wandnuten zum Einsatz. Die industriell vorgefertigten Blockhäuser ermöglichen gegenüber den Naturstammhäusern niedrigere Arbeitsaufwendungen und eine höhere Passgenauigkeit der Bauteile.

    Holzhäuser benötigen einen chemischen und physikalischen Schutz, zu dem chemischen Schutz zählt u.a. der vorbereitende und bekämpfende Holzschutz gegen Schädlinge. Zum physikalischen Schutz zählen lichtundurchlässige Pigmente zum Schutz des Holzhauses und gegen Strahlung, es kommen u.a. Öle und Wachse zum Einsatz. Vorauswirkend kommt auch der Konstruktion des Holzhauses eine Bedeutung zu, so muss das Fundament des Holzhauses u.a. hoch genug sein und Schutz gegen Bodenfeuchtigkeit bieten.

    Bei der Montage von Blockhäusern kann man Bausätze für das Haus kaufen und die Montage selbst durchführen oder die Montage bis zur Schlüsselübergabe durchführen lassen. Die Montage sollte von Fachkräften, Handwerkern und Montagespezialisten durchgeführt werden um eine hohe Montagequalität abzusichern.

    Eigenleistungen bei der Montage sind u.a. möglich bei Keller und Bodenplatte, Dacheindeckung, Aussentüren und Aussenfenster, Innentüren, Treppen, Abwasserleitung, Sanitärinstallation, Heizung, Malerarbeiten und Fussboden-Beläge.



    Bungalow

    Bungalows sind einstöckige Häuser, die ihren Ursprung in Indien haben.

    Das Wort kommt aus dem Hindu. Bungla heisst soviel wie Land, deshalb bedeutet Bungalow auf Deutsch übersetzt auch Landhaus. Heutzutage sind Bungalows wieder stark im Trend. Ein Bungalow zu bauen ist nämlich kostengünstiger als ein grösseres Haus, bietet jedoch auch genug Raum zum Leben. Deshalb ist es besonders wichtig den Platz optimal zu nutzen. Doch Bungalows müssen nicht zwangsläufig klein sein. Auch ein sehr grosses, einstöckiges Gebäude ist ein Bungalow.

    Bungalows haben diverse Vorteile
    Wir kennen Bungalows alle als Garten- oder Ferienhaus. Jedoch bietet dieses einstöckige Wohnvergnügen weit mehr als nur Ferienerholung. Dadurch, dass sie keinerlei Treppen besitzen sind sie von immensem Wert für Familien mit behinderten Angehörigen, die sich unter Umständen schwer tun, über Treppen zu gehen. Ausserdem entstehen beim Bau eines Bungalows weit geringere Kosten, als beim Bau eines mehrstöckigen Hauses. Und dabei bietet es leicht genug Platz für eine Familie.

    Bungalows werden in den verschiedensten Formen gebaut
    Die meisten Bungalows haben ein Flachdach. Das ist jedoch nicht zwangsläufig so. Bungalows kennen die verschiedensten Bauweisen und werden in unzähligen Formen gebaut. Weit verbreitet ist jedoch eine quadratische, rechteckige oder u-förmige Bauweise. Es sind jedoch auch weit innovativere Formen möglich. Sie können zum Beispiel auch ein rundes Bungalow bauen lassen. Es ist auch möglich, ihr Bungalow als Fertighaus zu bestellen oder selbst eines zu planen oder planen zu lassen.

    Arten von Bungalows
    In den USA ist der Trend Bungalows zu bauen schon älter als in Europa. Dort kennt man auch einige Unterteilungen von Bungalows. Die erste Kategorie ist die der Ranched Bungalows. Bei diesen sind auf der einen Seite Schlaf- und Aufenthaltszimmer und auf der anderen Seite befinden sich Küche und die sanitären Anlagen. Ein Raised Bungalow ist leicht erhöht gebaut, sodass mehr Licht in den Keller eindringen kann. Es kann auch ohne Keller erhöht gebaut werden, jedoch verliert man da den Vorteil des Lichtes im nicht vorhandenen Keller.
    Die dritte Variante ist das Chalet Bungalow. Diese Kategorie besitzt sogar einen zweiten Stock, es wird jedoch als Bungalow klassifiziert, da die Räume, in denen man hauptsächlich lebt, sich alle auf einem Stock befinden.

    Tipps
    Planen Sie sorgfältig, um den Platz optimal ausnutzen zu können.
    Planen Sie ihr Bungalow selbst oder kaufen Sie ein Fertighaus.
    Wenn Sie in ihrem Eigenheim alles auf einer Ebene haben möchten, ist ein Bungalow genau die richtige Lösung.
    Individuelle Lösungen bieten weniger Raum als genau geplante Fertighäuser.



    Fertighaus

    Das Fertighaus ist die moderne Antwort auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit, die sehr gerne mit einem günstigen Preis und grosser Flexibilität in Verbindung bringt. Folglich ist die grosse Beliebtheit, die diese Form des Bauens aktuell erfährt nicht verwunderlich.

    Der Markt hat rund 3200 verschiedene Module hervor gebracht, die zu einem individuellen Haus zusammengestellt werden können. So bleibt auch der Individualismus keinesfalls auf der Strecke, wenn man sich für ein Fertighaus entscheidet. Gerade dieser Individualismus schlägt sich auch in vielen anderen Bereichen wie dem Preis, dem Dach oder der Möglichkeit ein Niedrigenergiehaus mit den Modulen und zusätzlichen Dämmstoffen zu bauen, nieder.
    Zu den Haustypen gehören u.a. Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser, Bungalows, Blockhäuser, Landhäuser, Villen und Designerhäuser.

    Die kurze Bauzeit für schlüsselfertige Fertighäuser ist ein entscheidender Grund für die Wahl von Fertighäusern, meist beträgt die Zeit vom Vertragsabschluss bis zum Bau des Fertighauses nur wenige Monate. Damit dieser Vorteil der kurzen Bauzeit auch wirklich jeden überzeugt, bieten viele Bauherrn und Unternehmen eine Bauzeitgarantie an, die tatsächlich viele Kunden anzieht. Verschiedene Daten aus der Marktforschung belegen, dass zurzeit Fertighäuser weitaus öfter gewählt werden als die traditionellen Massivhäuser.

    Einem grossen Paket an Vorteilen gibt ein gesunder Verstand schliesslich sehr selten eine Absage und so könnte es auch passieren, dass Sie von einem Fertighaus zu träumen beginnen, wenn Sie die Berichte anderer in unserem Forum hören oder sich genauer informieren.



    Massivhaus

    Die meisten Häuser in Deutschland werden in der der Massivhausbauweise gebaut. Dies bedeutet das keine Bausätze oder ähnliches verwendet wird und noch Stein auf Stein gesetzt wird.

    Wie der Name Massivhaus schon sagt, handelt es sich bei solchen Häusern um äusserst robuste und langlebige Häuser, welche bei richtiger Pflege über mehrere Generationen bewohnt werden können. Zwar dauert der Bau eines solchen Massivhauses in der Regel etwas länger, da auch eine Trocknungszeit des Mauerwerks eingerechnet werden muss. Dafür stehen den Bauherren aber auch mehr Möglichkeiten zur Verfügung, dass ihre Wünsche und Vorstellungen im Grundriss des Hauses berücksichtigt werden können.

    Vorteilhaft auf die klimatischen Verhältnisse im Haus wirken sich sicherlich die dicken Betonwände eines Massivhauses aus. Zum einen wird im Winter die Wärme bessere gedämmt und geht nicht so schnell verloren. Zum anderen haben in den Sommermonaten, die dicken Mauern einen kühlenden Effekt. Besonders in Zeiten hoher Energiekosten ist dies sicherlich ein positiver Aspekt, sich für den Bau eines Massivhauses zu entscheiden. Zum anderen wird durch die bessere Isolation, auch der höhere Preis für die Fertigstellung eines solchen Hauses gerechtfertigt, da sich die höheren Kosten in der Regel innerhalb von wenigen Jahren amortisieren.

    Ein weiterer Pluspunkt eines Massivhauses ist die gute Isolierung gegenüber Lärmquellen, dies gilt sowohl für Quellen im als auch für Quellen ausserhalb des Hauses. Vor allem wenn geplant wird eine Einliegerwohnung zu vermieten, kann dies ein grosser Vorteil sein, da es kaum zu Lärmbelästigungen kommen kann.



    Minergiehaus (Schweiz)

    Minergie ist eine weltweit geschützte Marke für das nachhaltige Bauen. Die Marke Minergie gehört den Kantonen Zürich und Bern. Der Verein Minergie betreibt die Zertifizierung wie auch das Marketing dieses Labels.

    Es gibt verschiedene Energiestandards in der Schweiz. Minergie jedoch ist der wichtigste für Niedrigenergiehäuser, mit dem Nachfolger „Minergie P“, welches ähnlich ist wie der Passivhaus Standard in Deutschland (siehe Rubrik Passivhäuser). Die Anforderungen sind für zwölf Gebäudekategorien (MFH, EFH, Verwaltung, Schulen, Verkauf, Restaurants, Versammlungslokale, Spitäler, Industrie, Lager, Sportbauten, Hallenbäder) verschieden definiert. Ebenso verschieden sind die Anforderungen bei der Sanierung von Altbauten und für Neubauten.
    Zurzeit werden rund 13 Prozent der Neubauten und 2 Prozent der Sanierungen in der Schweiz nach MINERGIE Standard zertifiziert. Es handelt sich dabei meist um Wohnbauten. Bei den anderen Kategorien existieren teilweise noch nicht mal ein einziges gebautes Gebäude. Ziel des nationalen Energie-Programmes „Energie Schweiz“ ist ein Marktanteil von 20 Prozent der Neubauten bis 2010 und 5–10 Prozent der Sanierungen.

    Der Minergiestandard ist ansatzweise mit den deutschen Standards KW40 (Neubauten) und KW60 (Sanierungen) vergleichbar.



    Passivhaus

    Ein Passivhaus ist die Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses, es benötigt etwa 80 Prozent weniger Heizenergie als ein Niedrigenergiehaus.

    In Passivhäusern wird im Sommer und im Winter eine angenehme Temperatur erreicht, ohne ein separates Heizungssystem und ohne Klimaanlagen. Es bietet seinen Bewohnern erhöhten Wohnkomfort und benötigt dabei nicht einmal 15 KWh Strom pro m² im Jahr. Der primäre Energiebedarf einschliesslich für die Zubereitung von Warmwasser und Strom liegt nur bei 120 KWh für jeden Quadratmeter jährlich. Rechnet man das in Heizöl um, dann liegt der Bedarf beim Passivhaus im Jahr bei nicht einmal 1,5 Litern pro Quadratmeter. Dabei folgt das Passivhaus nur zwei ganz einfachen Prinzipien, jegliche Wärmeverluste werden vermieden und alle Wärmegewinne werden optimal genutzt. Die Wärme bleibt einfach im Haus. Das wird durch eine äusserst gut gedämmte Gebäudehülle mit Dämmstärken von bis zu 40 cm und durch Fenster mit einer Dreifach-Wärmeschutzverglasung erreicht. Für genügend frische Luft sorgt eine sogenannte Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung. Besonders Allergiker und Asthmatiker können von der pollenfreien und staubarmen Luft im Passivhaus profitieren.

    Zusätzliche Wärme wird im Passivhaus durch die Fenster, durch Haushaltsgeräte oder die anwesenden Personen produziert und genutzt, Jalousien schützen im Sommer vor Überhitzung der Räume. Das Passivhaus spart seinem Besitzer Energie und Geld, die Mehrkosten des Passivhauses werden durch die entsprechenden Fördermöglichkeiten durch die Kfw aufgefangen und auf lange Zeit betrachtet, macht sich das Passivhaus durch die enorme Einsparung von Energie bezahlt.

    Passivhäuser sind nicht auf spezielle Bauweisen festgelegt, es gibt sie in Massivbauweise, aus Holz oder auch in Mischbauweise. Jeder gute Architekt kann ein Passivhaus planen und bauen, selbst Hersteller von Fertighäusern bieten mittlerweile Passivhäuser an.



    Skelettbau

    Der Skelettbau zählt zu den ältesten Bautraditionen im Bauhandwerk.

    Der heute angewandte Skelettbau ist hingegen eine moderne Ständer- oder Gerippebauweise. Stützen und Pfosten fangen die darüber liegende Traglast ab und leiten sie direkt in das Fundament weiter. Die Bauweise ist ein Gerippe aus Holz, Stein, Stahl oder Stahlbeton.

    Charakteristisch für den modernen Skelettbau ist die aufgelöste, in einem relativ grossen Raster geordnete Tragestruktur aus Stützen und Träger. Die Raumbildung erfolgt üblicher Weise durch nichttragende Wände und Fassaden. Zur räumlichen Aussteifung ist die Anordnung von Scheibenelementen gemäss den Aussteifungsprinzipien erforderlich.

    Der Skelettbau ist ein Tragegerüst aus fachmännisch miteinander verbunden Balken. Beim Riegelbau und Fachwerkbau wird diese Vorgehensweise angewandt. Man stellt sich ein Gerüst aus vertikalen Ständern, schrägen Streben und horizontalen Riegeln vor. Dieser Skelettbau wird nach dem Richten mit Dämmstoffen versehen und im Innen- und Aussenbereich mit Holz verkleidet. Bei dem Skelettbau können alle erdenklichen Dämmstoffe, wie Zellstoffgranulate, Mineralwolle, Kork oder biologische Faserwolle, verwendet werden. Um ein optimales Raumklima zu erreichen, empfiehlt es sich, Faserdämmstoffe zu verwenden.

    Der Vorteil der Skelettbauweise liegt in der flexiblen Grundrissgestaltung, die mit verhältnismässig geringem Aufwand auch nachträglich noch verändert werden kann. Ausserdem können die vorgefertigten Elemente, die meist ein geringes Eigengewicht haben, mit kleineren Fahrzeugen oder Kränen bewegt werden. Dies erweist sich als besonders vorteilhaft für schlecht zugängliche Grundstücke. Ein weiterer Pluspunkt ist die grosszügige Planung mit offener Raumgestaltung.



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