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Bodenbeläge und Unterlagsböden - Eigenschaften und Aufgaben


Themen in diesem Artikel

  • Bodenbeläge und Unterlagsböden Allgemeines
  • Anforderungen an Bodenbeläge und Unterlagsboden
  • Naturböden
  • Unterlagsbodenarten
  • Fugenlose Bodenbeläge
  • Zementgebundene fugenlose Beläge
  • Asphaltgebundene fugenlose Beläge
  • Kaltbitumenbeläge
  • Kunstharzgebundene fugelose Beläge
  • Hartsteinholzbeläge
  • bodenbeläge aus Linoleum
  • Bodenbeläge aus PVC
  • Bodenbeläge aus Textilien
  • Plattenbeläge und Holzböden
  • Natursteinplatten
  • Kunststeinplatten
  • Keramische Platten
  • Holzböden
  • Sockelabschlüsse

  • Bodenbelege und Unterlagsböden haben wichtige Aufgaben zu erfüllen. Bei Hausbau und Renovierung sind sie wesentlich und haben verschiedene Eigenschaften und Aufgaben.

    Besonders wichtig ist die Anforderung an ihre Wärme- und Schalldämmung. Aber auch Isolation und Trittsicherheit spielen wichtige Rollen. Des Weiteren steckt in ihnen, wenn das Haus/die Wohnung eine aufweisen kann, die Fußbodenheizung. Natürlich sind es nicht nur so praktische Zwecke, welche Bodenbeläge und Unterlagsböden so wichtig machen. – Auch die Ästhetik spielt mit, das Heim wird durch sie schöner. Gerade weil diese Elemente so viele verschiedene Eigenschaften besitzen, ist es schwer, die für das eigene Heim passende Art zu finden. Die Auswahl der Bodenbeläge und der Unterlagsböden ist zentral, wie auch deren fachgerechte Verarbeitung. Deshalb stellen wir Ihnen Antworten auf Ihre Fragen zur Verfügung, natürlich gratis, rasch und kostenfrei. Bei Ihren Entscheidungen helfen wir Ihnen gerne mit Expertenmeinungen und auch mittels eines Forums. Im Forum können Sie alle für Sie wichtigen Fragen stellen, um von anderen Nutzern Antworten zu erhalten und von den Erfahrungen der Anderen zu lernen.



    Bodenbeläge und Unterlagsböden Allgemeines

    Böden beeinflussen das Bild der nahen Umgebung, sie sind in ihrer Erscheinung sehr dominant.

    Der gewählte Bodenbelag sollte im Endeffekt zum betreffenden Raum und seinen Eigenschaften passen. Von zentraler Bedeutung ist es auch, dass Bodenbeläge ständig beansprucht werden. –Ausbauelemente werden im Allgemeinen immer intensiv mechanisch beansprucht.

    Anforderungen an Bodenbeläge und Unterlagsboden

    Die Anforderungen an einen Bodenbelag sind ein wichtiger Bestandteil bei der Entscheidungsfindung.

    • Anforderungen an die Widerstandskraft
      Härte und Deckschicht von Bodenbelägen bestimmen die Abreibfestigkeit. Nicht nur der Nutzbelag wird durch die vorhandenen Kräfte stark in Anspruch genommen, auch Konstruktionen, welche darunter liegen, werden dadurch beeinflusst. Je nach Nutzung mittels Fahrzeugen, Einbauten, beweglichen oder starren Gütern sind die Anforderungen verschieden.

    • Anforderungen an die Gleitsicherheit
      Im Normalfall kann man bei rauen Oberflächen eine höhere Gleitsicherheit beobachten. Hier besteht auch ein besserer Halt, als bei glatten Oberflächen. Je besser der Gehbelag an den Schuhen haftet, desto höher ist auch die Gleitsicherheit. In allen begehbaren Räumlichkeiten ist die Gleitsicherheit überaus wichtig.

    • Anforderungen an die Wasserbeständigkeit
      Weil wasserdichte Beläge einen sehr großen Dampfdiffusionswert haben, ist es möglich, dass sie, ist der Unterlagsboden nicht trocken, von unterhalb abgestoßen werden. Genauso verhält es sich bei Wasser abstoßenden Belägen. In bestimmten Räumen dürfen ausnahmslos nur gegen Wasser resistente Böden eingeplant werden. Solche Räume sind Nass- und Feuchträume, Korridore, Windfänge und andere.

    • Anforderungen an die chemische Beständigkeit
      Hier wird unterschieden zwischen drei Gruppen. Dies wären Lösungsmittel, Säuren und Alkalien und Öle und Treibstoffe. Die chemische Beständigkeit ist besonders in Gebäuden, wie Lagern, Produktionsbetrieben und Laboratorien ein zentraler Punkt.

    • Anforderungen an die elektrische Isolierfähigkeit
      Probleme kann es bereiten, wenn sich Böden elektrostatisch aufladen. Um die elektrische Isolierfähigkeit zu verbessern, kann Graphit beigemischt werden. Auch der Einbau von Kupfer- oder Leichtmetallfäden in die Deckschicht trägt zur elektrischen Isolation bei. Leiten Beläge schlecht, kann dies für laufende Arbeiten mit elektronischen Gerätschaften das Versagen von Geräten durch Fehlströme bedeuten.

    • Anforderungen an die Wärmedämmung
      Zur Wärmedämmung können Wärme dämmende Materialien, wie zum Beispiel Parkettböden oder Teppiche verlegt werden. Ihre Nachteile liegen aber in der Wirtschaftlichkeit. Unbedingt sollten in Aufenthaltsräumen, in Wohnzimmern und Arbeitszimmern fußwarme Belege eingeplant werden. Welche Beläge sind also die richtigen für Bodenheizungen? Die Wirkung erhöhen können hier Bodenbelege, wie zum Beispiel keramische Platten, Kunststoffbahnen, Naturstein oder Kunststein, welche schlecht isolieren.

    • Anforderung an die Pflegefähigkeit
      Unterschiedliche Belege haben auch verschiedene Eigenschaften bezüglich ihrer Pflege. Einfärbige Belege sind komplizierter, als gemusterte. Helle Böden sind sehr empfindlich im Gegenteil zu dunklen Oberflächen. Staub sieht man jedoch auf dunklen Belägen besser. Die Reinigung ist einfacher, je weniger Staub haften bleibt. Auf glatten und harten Schichten haftet weniger Staub. Wichtig ist hier, dass man Wasser zum Reinigen verwendet kann.


    Naturböden

    Aus gewässerter und eingewalzter Erde wird der Unterboden hergestellt.

    Über diesen Unterboden wird eine Schicht aus Wandkies gelegt. In Bereichen, welche stark begehbar sind, raten wir besonders zu Betonverbundsteinen oder Zementplatten. Naturböden werden üblicherweise in Gemüse- oder Weinkellern verwendet, hier muss die Luftfeuchtigkeit höher sein. Naturböden werden nur in begehbaren Hohlräumen und in den untersten Stockwerken eingesetzt.

    Unterlagsbodenarten

    Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Unterschlagsböden. Den Schwimmenden und den Starren.

    Der Unterlagsboden sollte unbedingt so ausgewählt werden, dass er zu den technischen Anforderungen des Gehbelags darüber passt. Die Oberfläche eines Unterlagbodens muss, abgesehen von einigen Ausnahmen, so genau wie möglich im Blei ausgeführt werden. Wichtig ist auch, dass die Oberfläche besonders glatt ist. Notwendig ist ein Unterlagsboden, um Unebenheiten auf rohen Decken zu überbrücken und um Gehbeläge aufzunehmen.

    Starrer Unterlagsboden
    Am üblichsten ist bei starren Unterlagsböden der Zementbezug. Außerdem sind aber auch Kunstharzfließmassen möglich. Diese nivelieren sich selber aus.
    Die Schichtstärke ist hier eine sehr geringe. Zu Unterlagsböden aus Gussasphalt raten wir besonders in beheizten Räumen. Diese Art von Unterlagsböden stellt einen Schutz gegen die Feuchtigkeit dar, welche in solchen Räumen aufsteigt. Starre Unterlagsböden fungieren als eine Ausgleichsschicht, sie befinden sich zwischen Fertigbelag und Decke. Schalltechnisch haben sie keinerlei Bedeutung. Ausführen kann man sie in Blei oder im Gefälle.

    Starrer Unterlagsboden
    Ein schwimmender Unterlagsboden verhindert die Übertragung von Körperschall. Der Aufbau sieht folgendermassen aus: Massive Decke mit Ausgleichsüberzug. Weichfedernde Dämmschicht. Trennschicht. Schwimmender schwerer Unterlagsboden. 

    Wichtig ist, dass keine Schallbrücken zwischen dem Unterlagsboden, der ja frei schwingen soll, und den anschliessenden Bauteilen wie Boden, Wände, Türschwellen etc. vorhanden sind. Hartschaum und Korkplatten eignen sich als Trennlage nicht da sie zu steif sind. Geeignet sind Mineralfaser- und Glasfaserplatten. Die schwimmende Masse sollte nicht unter 50mm stark sein, und ein Gewicht von mindestens 120 – 150kg/m3 aufweisen.

    Fugenlose Bodenbeläge

    Hier werden normalerweise nur Ausgleichsschichten aus Zementüberzug angefertigt und keine Unterschlagsböden erstellt.

    Es kommt auf den Ausdehnungskoeffizienten des Belags an, wie Dilationsfugen angeordnet werden. Verarbeitet werden fugenlose Bodenbeläge, je nach Produkt, entweder in steifplastischer, flüssiger oder plastischer Konsistenz. Es sind beliebige Ausformungen, Gefällsbrüche und Anpassungen möglich. Zu erwähnen ist weiters, dass fugenlose Bodenbeläge an Ort und Stelle aus verschiedenen Zuschlagsstoffen hergestellt werden.

    Zementgebundene fugenlose Beläge

    Bezeichnungen für zementgebundene, fugenlose Beläge wären Zementüberzug, Vakuumbeton und Hartbeton.

    In selten begangenen Nebenräumen wird hauptsächlich Zementüberzug verwendet. Zementbezug kann nicht genau angebracht werden und ist einschichtig. Vom seinem Aussehen ist er ungleichmäßig grau. Beläge aus Zementmörtel nennt man Hart- oder Vakuumbeton. Diese werden industriell gefertigt und entstehen durch die Zugabe von Zuschlagsstoffen. In zwei Arbeitsgängen wird der Hartbeton eingebracht, und zwar in einer doppelten Schicht aus einer ein cm dicken Panzerschicht und einem zwei cm dicken Unterlagsboden. Die Herstellung mittels Vakuum ist nicht unbedingt geeignet für starke Beanspruchungen, hat aber den Vorteil, dass der Einbau rationeller funktioniert. Aussuchen kann man sich bei Hartbetonböden, ob sie eine glatte oder eine aufgeraute Oberfläche haben sollen. Auch die Farben sind wählbar. Wichtig ist hier, dass Bodenbeläge alle sechs Meter dilatiert werden müssen, weil sie einem Schwindprozess ausgesetzt sind.

    Asphaltgebundene fugenlose Beläge

    Asphaltgebundene fugenlose Beläge kann man schon nach einigen Stunden begehen. Voll ausgehärtet sind sie nach zwei Tagen.

    Im Normalfall sind Böden aus Gussasphalt zwei bis 3,5 cm stark. Sie sind wasserdicht und auch dampfundurchlässig. Die Oberfläche ist abgesplittet und abgesandet. Bitumen und Naturasphalt zusammen ergeben Gussasphalt. Aber es sind auch Zuschlagstoffe enthalten. Die Erzeugung funktioniert schnell und frei von Wasser. Die Ausnahme ist der Ausgleichsüberzug, hier ist Wasser enthalten.

    Kaltbitumenbeläge

    Kaltbitumenbeläge kann man schon nach ein paar Stunden begehen, nach zwei Tagen sind sie voll ausgehärtet.

    Ein Zementüberzug fungiert hier als Unterlage. Wie viele Zuschlagstoffe die Kaltbitumenbeläge enthalten, hängt ab von der Beanspruchung. Hauptsächlich bestehen Kaltbitumenbeläge aber aus einer Bitumenemulsion.

    Kunstharzgebundene fugelose Beläge

    Kunstharzgebundene, fugenlose Beläge sind nach zwei Tagen hart, aber schon nach einigen Stunden kann man sie begehen.

    Böden aus Kunstharz werden aus Polyester und Epoxydharzen hergestellt. Außerdem sind Zuschlagstoffe, je nach der Beanspruchung des Bodens, enthalten. Ein Zementüberzug fungiert hier als Unterlage.

    Hartsteinholzbeläge

    Hartsteinholzbelege werden aus Magnesitzement hergestellt.

    Je nach Beanspruchung sind auch Zuschlagstoffe enthalten. Ein Zementüberzug stellt die Unterlage dar. Er wird mit einem Anstrich aus Kunststoff oberflächlich isoliert. Mit Wasser wird das Ausgangsmaterial, welches vorher trocken geliefert wurde, auf der Baustelle gemischt und als Mörtel verarbeitet. Die Trocknungs- und Aushärtungszeit ist mit einer Woche, wegen dem einschichtigen Aufbau von 1,5 bis 2,5 cm, sehr kurz.

    Bodenbeläge aus Linoleum

    Oxidiertes Leinöl und synthetische Harze ergeben zusammen mit unterschiedlichen Zuschlagsstoffen Linoleum.

    Bahnen aus Linoleum bekommt man in verschiedenen Stärken. Das Material wird durchgehend eingefärbt und fast alle Farben sind möglich. Selbst marmorierte Strukturen können eingearbeitet werden. Der große Vorteil an Linoleum ist, dass es sehr einfach zu reinigen ist. Außerdem wird es vollflächig verklebt und ist ziemlich elastisch und fußwarm. In Nassräumen raten wir von einer Verwendung von Linoleum allerdings unbedingt ab. Wichtig ist bei Linoleumböden ein glatter, ebenmäßiger, trockener und staubfreier Boden.

    Bodenbeläge aus PVC

    Das Kürzel PVC steht für das Material Polyvinylchlorid und besteht aus mehreren Lagen.

    Eigenschaften bezogen auf zum Beispiel mechanische Beanspruchung, Wasserbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit und Leitfähigkeit können variiert werden, weil der Aufbau so komplex ist. Bahnenbeläge aus PVC werden häufig verwendet. Praktisch ist es auch, dass man sie für Nassräume verwenden kann. In unteren Stockwerken raten wir ausdrücklich davon ab, sie ohne dem Zufügen einer noch dichteren Schicht zu verlegen. Diese zusätzliche Schicht ist wichtig, weil PVC Dampf bremsend wirkt. Oberflächlich haben PVC Bahnen oft eine Struktur, sind aber manchmal auch glatt. Hergestellt werden können sie einfärbig oder mit mehreren Farben. Die Stärke des Materials liegt zwischen 1,5 und acht mm.

    Bodenbeläge aus Textilien

    Fasern aus Wolle, sowie synthetische Materialien können zu Teppichen verarbeitet werden.

    Auf verschiedenste Arten werden diese zu Bodenbelägen gemacht. Wählen kann man zwischen äußerst vielen Farben, Strukturen, Schnitten und Geweben. Wir raten unbedingt dazu, Wolle vorzuziehen, sollte der Preis jenen der synthetischen Teppiche nicht übersteigen. Bahnenbeläge aus Textilien müssen stets mit doppelseitigem Klebeband an Ort und Stelle fest gemacht werden. Wichtig ist auch, dass Teppiche nur ausgelegt werden dürfen, nicht aber vollflächig verklebt. Die Oberfläche eines Teppichbodens ist weich und trittsicher. Hinzu kommt, dass sie fußwarm ist. Je nach Verarbeitung dämmen Teppiche auch noch Schall und Wärme.

    • Nadelfilz
      Die Struktur von Nadelfilz ist keine einfache Gewebestruktur, sondern gepresst und geschlossen. Gestaltet werden kann Nadelfilz glatt oder rippenförmig. Zur Herstellung werden Kurzharzfasern, Wolle und Haargarne verwendet. Ein Trägergewebe und quer laufende Fasern, welche eine dünne Schicht bilden, ergeben ein Nadelfilzgewebe. Ober- und Unterschicht werden durch Nadelstiche miteinander verbunden.

    • Schlingenflor
      Quer sitzende Schlingen und ein Trägergewebe zusammen machen einen Schlingenflor aus. Kunstfasern, Haargarne oder Wolle werden zu diesem Gewebe verarbeitet. Der Flor hat stets geschlossene Schlingen, egal, ob er dichter oder weniger dicht, glatt oder mit Struktur, tief oder hoch ist. Um den Trittschutz zu verbessern, können im Handel unterschiedliche Rückenbeschichtungen erworben werden.

    • Schnittflor
      Quer verlaufenden Schlingen werden, bei allen Produkten unterschiedlich, geklebt, gewoben oder eingenadelt. Hinzu kommt noch ein Trägermaterial. Hinterher werden die Schlingen, um den Schnittflor fertig zu stellen, aufgeschnitten oder Klebenoppen verwendet. Fasern schießen hier von der Oberseite nach unten, um dann in einem Bett aus Leim stecken zu bleiben. Ansonsten sieht die Herstellung fast gleich aus, wie bei einem Schlingenflor. Wichtig ist aber, dass geschlossene Schlingen unempfindlicher sind, als offene. Offene sind dem Schmutz stärker ausgesetzt. Zu erwähnen ist auch, dass Velours-ähnliche Flächen häufig einen unregelmäßigen Glanz haben.

    Plattenbeläge und Holzböden

    Die ältesten Gehbeläge überhaupt bestehen aus Ton, Naturstein und Holz.

    Vorteile dieser Böden ist, dass sie unelastisch sind, aber sehr beständig und zäh. Bei Böden, welche im kleinen Format ausgelegt werden, ist es wichtig, gut auf die Bildung von Fugen zu achten. Diese müssen in ihren Eigenschaften jenen der Platten so ähnlich wie möglich sein. Von zentraler Bedeutung ist es auch, dass sie parallel und gleichmäßig ausgerichtet und ordentlich aufgeteilt werden. Auch der Schmutz soll keinen Halt darauf finden. Der Trittschallschutz dieser Beläge ist schlecht, deshalb sind schwimmende Unterlagsböden zu empfehlen. Das Verhalten über eine längere Zeit ist bei harten Platten und Hartholzböden äußerst gut.

    Natursteinplatten

    Je nach Ausgangsmaterial verändern sich bei Natursteinplatten die Belagsstärke und deren Eigenschaften.

    Verlegt werden Natursteinplatten in Repräsentationsbauten, öffentlichen Gebäuden, Einfamilienhäusern und Wohnungen. Unterschieden werden kann zwischen Natursteinen, welche geschichtet sind und jenen, die ungeschichtet sind. Schiefer, Solnhofer und Jurakalkplatten gehören zu den geschichteten Arten. Ihre Oberfläche ist griffig und rau. Man kann sie zu verschiedenen Stücken brechen. Granit, Syenit, Porphyr, Marmor und Muschelkalk zählen zu den Blocksteinen. Blocksteine muss man zersägen und ihre Oberfläche schleifen. Als Platten oder Pflastersteine werden sie schließlich in den Geschäften verkauft. Bodenheizungen kann man perfekt mit Natursteinen kombinieren. Da diese Steine sehr aufwändig sind in ihrer Herstellung, sind sie natürlich auch im Verkauf teurer als andere Arten.

    Kunststeinplatten

    Platten aus Kunststein sind in unterschiedlichen Formaten erhältlich.

    Die aus Beton gefertigten Platten werden entweder auf einen Unterlagsboden geklebt oder es liegt ein Mörtelbett als Unterbau darunter. Kunststeinplatten sind zwischen drei und sechs cm stark. Ihre Vorteile liegen bei der Unempfindlichkeit gegenüber Wasser, im günstigen Preis und bei der Tatsache, dass sie einfach zu reinigen sind. Leider haben sie aber nur eine schlechte Wärmedichtung und auch vor Trittschall schützen sie nicht unbedingt gut. Auch die Materialstärke ist sehr groß. Großteils werden Kunststeinplatten beim Bau von Terrassen, Treppenhäusern, Hallen, Läden und Korridoren verwendet. Für Terrassen sind sie, wegen ihrer frostsicheren Eigenschaften, besonders gut geeignet.

    Keramische Platten

    Für Boden- und Wandverkleidungen werden oft keramische Platten verwendet.

    • Tonbodenplatten
      Kalkarmer Ton und Lehm werden zusammen zu Tonbodenplatten gemacht. Bevor sie glasiert werden, werden sie bei 1200°C gebrannt. Ihre Stärke beträgt minimal zwei cm und man kann große Unterschiede bei den Maßen erkennen. Tonbodenplatten sind gelblich oder rot-bräunlich. Sie sind nicht besonders hart und nicht beständig gegen Frost. Nachdem sie verlegt wurden, kann es passieren, dass einige Jahre lang Kalk ausgeschieden wird.

    • Klinkerbodenplatten
      Zu kalkfreien Klinkertonen wird Feldspat hinzugefügt. Dadurch wird alles verflüssigt. Gebrannt werden sie, nach dem Formen, im Ofen bei ungefähr 1300°C. Danach werden sie auch glasiert. Klinkerbodenplatten haben den Vorteil, dass sie einfach zu reinigen sind. Außerdem sind sie wasserunempfindlich und ebenso unempfindlich gegen viele Säuren, Öle, Treibstoffe und Lösungsmittel. Weiter Vorteile liegen in den trittsicheren Eigenschaften und der Härte des Materials. Vom Aussehen her ist Klinker gelblich oder rot-braun und hat des Öfteren flammenförmige Muster. All diese Eigenschaften der Oberfläche gelten, sofern die Platten farblos glasiert wurden.

    • Steinzeugbodenplatten
      Steinzeugtonen ohne Kalk werden zu Steinzeug verarbeitet. Bodenplatten aus Steinzeug gehören zur Feinkeramik. Bei 1400°C werden die Formlinge bis zur Sinterung gebrannt und so zu einem wasserunempfindlichen, pflegeleichten, maßhaltigen Material gemacht. Eine Glasur ist wegen der dichten Scherben nicht notwendig. Der Belag ist zwischen sechs und 15 mm dick und neben den schon genannten Eigenschaften unempfindlich gegen einige Säuren, Öle, Lösungsmittel und Treibstoffe. Oberflächlich sehen die Platten matt und ruhig aus, da die Fugen unauffällig und schmal sind. Wählen kann man zwischen den unterschiedlichsten Farben. Auch viele verschiedene Muster sind erhältlich. Bestens geeignet sind diese Platten auch für die Verwendung an der frischen Luft.

    • Mosaikböden
      Die Böden, welche aus glasieren Ton- oder auch Steinzeugscherben hergestellt werden, sind im Format klein bis mittel angelegt. Auch Glasscherben stehen zur Auswahl. Weil eine rationelle Verarbeitung wichtig ist, bringt man die Scherben auf ein Trägermaterial auf. Die Steine sind sehr klein, deshalb macht man sie auch sehr dünn. Diese Beläge können auch auf geschwungene Flächen aufgetragen werden.

    Holzböden

    Holz ist praktisch zu verarbeiten. Veredelt man es richtig, stellt auch das Reinigen kein Problem mehr dar.

    Zu empfehlen ist die Verwendung von Holzböden in trockenen Räumen. Der große Vorteil eines Holzbodens ist, dass er fußwarm ist. Wie hart oder abriebfest der Boden ist, hängt ab von dem verarbeiteten Holz. Nicht zu vergessen, weil besonders wichtig, ist das Schwinden und Wachsen rund um Fugen. Besonders bei Wandanschlüssen ist dies zu beachten.

    • Holzpflaster
      Bei Sand oder Gussasphalt wird Holzpflaster verlegt. Das sogenannte Hirnholz stellt die Gehfläche dar. Holzpflaster wird aus Fichtenholzklötzen gemacht, welche zwischen fünf und 10 cm stark sind. In den gewünschten Maßen werden die Klötze im Werk hergestellt und kesseldruckimprägniert. Ihre Vorteile sind, dass sie sehr schlagzäh sind und den Schall dämpfen. Ihr Aussehen ist im Vergleich gröberer, als das anderer Böden. Deshalb findet man Holzpflaster auch selten in Schlafzimmern oder Wohnräumen. Normaler ist es schon, diese Art Boden in einem Bastelraum, in Kinderhorten oder Werkstätten einzuplanen.

    • Parkett
      Parkett besteht aus gekämmten oder gefederten Riemen. Kurz-, Mittel- oder Langriemen nennt man ihn je nach Länge der Riemen. Im Vergleich ist Parkett eine teurere Variante. Verarbeitet kann er durch Nageln oder Kleben werden. Wegen des hohen Preises gibt es auch schon einige andere Produkte, welche als weniger kostenintensive Alternativen angeboten werden. Diese Alternativ-Parkette weisen Würfel-, Mosaik- oder auch Brettformen auf. Unten sind sie mit einer Holzwerkstoffplatte verdoppelt, weil sie sonst nur ungefähr halb so stark wären, wie Parkett. Weil es wichtig ist, dass ein Verbund mit einer glatten Unterlage besteht, wird vollflächig verklebt. Die Aufbringung auf einen Unterlagsboden ist allgemein üblich, weil somit die Dämmung des Trittschalls gegeben ist. Vorteile sind, dass die Holzbelege, welche aufgebracht werden, frei sind von Fugen, staubfrei sind und besonders einfach zu pflegen. Entweder die Oberfläche wird am Bau oder schon im Werk versiegelt. Ohne Versiegelung besteht das Problem, dass Parkett nur mittels Öl behandelt werden kann. Dieses weist aber nur eine sehr spärliche Schutzwirkung gegen Verschmutzungen auf. Wesentlich dicker wird übrigens Industrieparkett hergestellt. Viele miteinander verklebte Buchen- oder Eichenklötze werden miteinander verklebt und im Aussehen kann diese Art Parkett Fehler im Holz aufweisen.

    Sockelabschlüsse

    Sockelabschlüsse müssen wichtige Anforderungen erfüllen.

    Von der Funktion her zählt man sie zu den Böden. Wände werden durch sie geschützt vor Beschädigungen oder Verschmutzung. In Nassräumen ist es wichtig, dass sie wasserundurchlässig sind und keinen Schall durch schwimmende Unterlagsböden transportieren.

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