Finanzierung mit ING realisierbar?

4,90 Stern(e) 25 Votes
Hallo liebe Forum - Mitglieder,

seit einer Weile war ich eine stille Mitleserin hier im Forum und nun möchte ich euch auch unsere Ausgangslage schildern und um Eure Einschätzung bitten, ob die Zusage seitens der Bank (InG-Diba) realistisch zu erwarten ist.

Ich (w) 30, Netto-Einkommen (Teilzeit) -1830€
Mann (m) - Netto - Einkommen (Vollzeit) - 2730€ + 13 Gehalt ( in die Finanzierung angegeben) + Selbstständigkeit (mind. 500€ / mntl. – haben wir rausgelassen)

Kredite: Mann 280€ / monatlich - Autokredit, jedocals Konsumkredit aufgenommen Restschuld: 15T€ (noch 3-4 Jahre Laufzeit)

Ich: Kamera -50 € mntl. + Handy 40€ mntl.bis 2023

Aktuelle Miete:660 € warm (müssen aber in den nächsten 1,5-2 Jahren umziehen wg Platzmangel).

Unsere Schufa Scores lt. den Selbstauskünften: ich - 97,6% und Mann - 98,5%
Kein Dispo bzw. mein Mann hatte ein Dispo, ließ es aber vor der Antragstellung löschen und für die ING-D entsprechend vermerken.

Noch kein Kind, kommt aber, daher großer Zeitdruck bei der Abwicklung der Finanzierung ( Ziel ist es vor meiner ET im nächsten Jahr eine bewilligte Finanzierung zu bekommen).

EK: durch bisher einen sehr großzügigen Lebensstil meinerseits (Reisen jeden Monat, etc.) kein nennenswertes EK: 30 t.E auf dem Konto. Davon haben wir 20 t. E als EK angegeben. Jetzt wird aber zielbestrebt monatlich gespart)

So viel zu unserer finanziellen Lage.

Zum geplanten Kaufobjekt:

mit sehr viel Glück haben wir unser Traumgrundstück südwestlich von Berlin gefunden (im Speckgürtel) und reservier .540m2 165.000€

Darauf soll ein 165m2 großes Haus entstehen (Stadtvilla, ohne Keller).
Kauf-NK ( Notar, GES): 13.800€ ( werden wir vom EK bezahlen)

Die gesamte Beleihungssumme inkl. Hausbau beläuft sich auf 499.000€ T.€ inkl. Außenanlagen, Puffer für Unerwartetes, Puffer für Küche, etc. Da mein Mann aus der Bauingenieur- Branche kommt und auch eigene ausführende Firma im Bereich Bau gemeinsam mit seinem Vater hat, haben wir EL in der Höhe von 48. T€ eingeplant und in der Finanzierung angegeben.

Unser Antrag ist bereits seit 2 Wochen bei der ING-Diba in der Bearbeitung und unsere Nervosität steigt vom Tag zu Tag. In der Vorprüfung haben wir grünes Licht bekommen, jedoch bin ich wegen unseren Konsumkrediten und wenig EK ziemlich skeptisch und verunsichert.

Jedoch werten wir diese Möglichkeit, ein Haus in unserer Traumlage zu bauen, als aktuell sehr passend und in Anbetracht der aktuellen Mieten und steigenden Immobilien/Baupreisen als relativ günstig und für uns tragbar (Gehaltserhöhung kriegen wir beide jährlich).
Die Frage, die ich gerne stellen möchte, ist, seht ihr auf dem Weg zur Zusage von der Bank irgendwelche Stolpersteine? Wie hoch ist die Chance auf eine Zusage bzw. Risiko einer Absage in Anbetracht unserer aktuellen Finanzen?

Vielen Dank und einen schönen 3 Advent.

LG
Jana
 
Zuletzt bearbeitet:
Für Finanzierungen bin ich kein Experte, da gibt es andere.

Was mich eher wundert, sind die geringen Baukosten bei euch. Da hätte ich deutlich mehr erwartet.
Von großzügigem Konsum von jetzt auf gleich zu Sparsamkeit und direkt Bauen, finde ich persönlich auch schwierig. Aber ich nehme mal an, dass ihr Bauzwang habt?

Warum der Zeitdruck mit der Finanzierung? Werden eure Finanzen dann schlechter?

Und zu guter Letzt: wenn der Antrag eh schon bei der Diba liegt, dann wartet doch einfach ab ;-) Trotz Corona (oder wegen?) lief die Baufi dieses Jahr wieder sehr gut und sicherlich wird es dort keinen Arbeitsmangel geben :)
 
Die Frage, die ich gerne stellen möchte, ist, seht ihr auf dem Weg zur Zusage von der Bank irgendwelche Stolpersteine? Wie hoch ist die Chance auf eine Zusage bzw. Risiko einer Absage in Anbetracht unserer aktuellen Finanzen?
Die ING ist mir bekannt als Bank, die nur Standard-Geschäfte macht.
Keine Ahnung, wie ihr das alles angegeben habt, aber als zusätzliche Stolpersteine sehe ich die Küche in der Finanzierung und 48.000€ Eigenleistung. Ich fürchte du wolltst positiveres hören, aber eigentlich hilft nur warten auf die Zusage oder Absage.

Ansonsten sehe ich das ähnliche wie Ysop***. Wirkt alles etwas knapp und sehr optimistisch. Bau wird möglicherweise teurer, Einkommen sinkt temporär für Kindert usw. Auf der anderen Seite stehen aktuell 5k netto. Damit geht schon was.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Bestellen Sie jetzt kostenlos Hauskataloge, Smarthome-Info
Puh also eure Kreditsumme bei gleichem Netto haben wir auch, also das ist schon machbar.
Nur hatten wir sehr viel mehr Eigenkapital und einen wirklich ganz anderen Lebensstil.

Euer Vorteil ist, dass du schon Teilzeit arbeitest, also mit Kindern vermutlich weiter dieses Einkommen hättest oder? Das ist bei uns ein bisschen der Knackpunkt :-(

Die Baukosten irritieren mich auch stark. Da sind wir weit drüber und wir machen auch ganz viel selber.

Vielleicht erstmal das Grundstück kaufen und 3 Jahre möglichst viel abzahlen?
Dann hättet ihr deutlich mehr EK und schonmal gelernt zu sparen ;-)
 
Man kann euch nur die Daumen drücken, dass euch die Bank vor diesem Unsinn bewahrt.
Perfekte Vorlage für die finanzielle und möglicherweise auch persönliche Katastrophe.
 
Danke für die schnelle Antwort,

Zeitdruck bei der Finanzierung aus mehreren Gründen: das wichtigste ist die Elternzeit die ich ab 2021 antrete. Dann sinkt mein Einkommen fürs Jahr, aber da ich wie gesagt sowieso in Teilzeit arbeite, schätze ich (natürlich erstmal optimistisch) dass ich zum jetziger Arbeitsstundenzahl (20 std im Home Office) nach einem Jahr zurückkehren kann. Somit wird mein Gehalt wieder auf dem selben Niveau + 200€ Kindergeld ( das ich aber sowieso fürs Baby aufbrauchen werde).

Der zweite Grund, ist dass das Baugebiet, wo wir das Grundstück reserviert haben, zu 90% ausverkauft ist. Kaufen wir es jetzt nicht, werden wir dort wohl gar nicht mehr bauen können.

Der dritte Grund ist jetzt auch nicht unwichtig und ist mit den ständigen Preissteigerungen eng verbunden. Selbst in 1,5 - 2 Jahren sind die Preise noch um einiges gestiegen, was das Ziel „Eigenheim“ von uns noch weiter entfernt.

Was die Lebensanpassung angeht, gebe ich dir recht, der Lebensstil wird sich auch durch das Kind sowieso ändern. Und, zugegeben, auch wenn die Umstellung auf eher sparsamere Lebensweise in der Wirklichkeit schwerer fällt, als gedacht, erfüllen die Reisen, Klamotten und sonstige Konsum - Erlebnisse einen iwann auch nicht mehr. Zudem es ja auch alles nicht komplett wegfällt, sondern vllt auf die ein paar Jahre runtergeschraubt wird – so sehe ich das, vllt tatsächlich zu optimistisch...
 
Oben