Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?

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Zu dem Zahedi noch ein Nachtrag: Da sehe ich jetzt den hohen Aufwand nicht. Der stellt doch nur sein Stativ auf? Wer aber natürlich den Fotografen noch dafür bezahlen muss, dass er einen Assistenten mitbringt, welcher dann noch die Wohnung putzt und herrichtet, ... ja. Dazu muss ich hoffentlich nichts sagen.

Wie gesagt, viele der aufgezählten Kosten könnten wesentlich kleiner sein und die Qualität des Exposé nur unwesentlich schmälern - und keinesfalls die hohen Maklerprovisionen rechtfertigen.
 
@ruppsn
Oder auch andere

Lassen wir doch mal die Fotogeschichte außen vor (der Zahedi macht daraus übrigens einen Aufwand mit Homestaging, mehreren Assistenten etc. für einen ganzen Tag, insofern fallen dort höhere Produktionskosten, vergleichbar eines Werbetages, an)

Meine Zitate von Dir/ von Euch haben nichts mehr mit sachlicher Diskussion zu tun.
Das müsst ihr doch selbst erkennen.
Ich habe nur versucht, hier im Forum auf eventuelle bzw definitive Kosten aufmerksam zu machen, sodass sich eine hohe Courtage schnell wieder relativiert. Gerade auch, wenn ein Makler nicht nur schnell verkäufliche Objekte im Angebot hat, sondern auch einige Leichen, ob das nun am Zustand, Lage oder Kaufpreis liegen sollte. Im Schnitt ist der Verdienst dann durchschnittlich- ob nun für einen Angestellten, einen Selbstständigen, der allein vor den Aufgaben steht oder ein Franchise-Unternehmen mit Geschäftsführung.
Einen Auftrag nicht anzunehmen, ist auch nicht so ganz einfach.

@toxmolotow wie auch @Peanuts74 , die auch die Kehrseite wie ich sehen, haben sich aus dieser Diskussion zurückgezogen. Warum nur? Ich mach das aber jetzt auch.

Off Topic:
Es ist dennoch immer wieder zu lesen, dass für viele Männer ein schickes bzw. hochwertiges Auto (eben diese, die man sich nur für die Firma im Leasing leisten kann) ein rotes Tuch darstellen, wenn man sie denn mal erwähnt.

Einen schönen Tag Euch
 
Hm? Du hattest ins Feld geführt, dass der Makler hohe Kosten hätte und dies mit etwas zu hoch gegriffenen Beispielen hinterlegt. Nur weil ich und andere dem vehement und mit konkreten Zahlen widersprochen haben, heißt das doch nicht, dass die Diskussion unsachlich wird. Ich finde es aber schade, dass Dinge in den Raum gestellt werden (z.B. zu hohe Kosten bei Fahrzeug, Drohnen, IS24, ...), diese widerlegt werden, und daraufhin die Diskussion mit dem Verweis auf Unsachlichkeit eingestellt wird. Das ist doch kein Austausch von Argumenten.
-> Die Sache mit Männern und Größenvergleich, das finde ich unsachlich. Das wurde aber von dir eingeführt.

Zum Thema: Das immer wieder, vor allem von @Nordlys gebrachte Argument für die Makler ist ja auch: "Weil der Markt momentan so ist".

Der Markt ist aber nun mal auch momentan so, dass jeder Pimpf mit einem Handy und diversen Tippfehlern eine Immobilie an normaler bis gefragter Lage los wird, und dafür massiv zu viel Geld von der falschen Seite erhält. So gesehen und erlebt.

Klar gibt es seriöse Makler, und klar gibt es auch jene Luxusobjekte, für die ein ganzer Werbetag gerechtfertigt ist. Aber das ist eigentlich eher die Ausnahme. Und ich wollte in der Eingangsfrage weder die Luxusobjekte noch die unsanierten Bauernhöfe auf dem Land ansprechen, sondern den Hauptteil, den Massenmarkt für Otto Normalverbraucher.

Ausnahmen gibt es immer, keine Frage. Aber gerade weil die Debatte teilweise auch recht emotional geführt wird, ist der "Markt" ganz offensichtlich ein sehr übervoller Trog, der deswegen auch zu viele Schweine anlockt. Wäre die Einstiegshürde höher, oder der Verkäufer der Zahler, würde sich das alles ausdünnen und die Qualität enorm steigen.
 
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Kein EFH in guter Lage wird nicht gekauft, weil Bilder zu dunkel sind oder leicht verschwommen. So einfach ist das.
Ich denke das Thema "Bilder" ist in diesem Zusammenhang absolut overrated.

Ein Makler engagiert eventuell einen Fotografen damit es "professioneller" rüber kommt und er dem Verkäufer, der den Spaß ja am Ende durch die verpasste Einnahme (Maklergebühr) bezahlt, eine Daseinsberechtigung vorgaukelt.
Aber mit dem Verkauf als solches hat es meiner Meinung nach wenig zu tun. (Vernünftige Lage vorausgesetzt).
Wir sprechen ja nicht über ein Motorrad, Auto, Boot, Hotelzimmer, Toaster via Ebay oder oder oder..

Frage an die User hier:

Wer von euch würde beim Verkauf einer vernünftigen Immobilie (Gute Lage und guter Zustand) heutzutage einen Makler engagieren? (Vorausgesetzt ihr seid nicht 100Jahre alt und entsprechend schlecht zu Fuß oder wohnt weit von der Immo entfernt).
Wer würde es tun und warum?

Das würde mich tatsächlich mal interessieren.
 
Nochmal ein konkretes Zahlenbeispiel zwischendurch (Hervorhebungen vom Original):

Los geht es [bei angestellten Maklern] oft schon bei 25.000 Euro brutto jährlich, das Ende kann je nach Manager-Position und Qualifikation bei über 100.000 Euro brutto pro Jahr liegen. Als Einstiegs-Lohn wird oft 36.000 Euro brutto jährlich angegeben. Je nach Steuererklärungsklasse und Lebenssituation ist das Netto-Jahreseinkommen mit einem vergleichsweise „normalen Job“ vergleichbar.
[...]
Durchschnittlich verdienen [selbstständige] Makler im Monat 2.500 bis 6.000 Euro, demzufolge 30.000 bis 72.000 Euro jährlich, wobei es sich auch bei diesen Werten (monatlich und jährlich) um einen reinen Umsatz und nicht um einen Nettogewinn handelt.

Nach oben hin sind in der freiberuflichen Tätigkeit keine Grenzen gesetzt, sodass sich durch die eigenen Strategien und Tätigkeiten große Gewinne erwirtschaften lassen.​

Ja, das richtig große Geld fährt man natürlich nicht in jedem Fall ein. Aber man muss sich dabei definitiv keine Sorgen über Geld machen, und das mit einem Job, der praktisch keine Vorkenntnisse oder Ausbildung benötigt. Andere studieren jahrelang oder rackern sich körperlich ab, um weniger zu verdienen. Da ist schon klar, dass Missgunst erwacht, vor allem, wenn die Arbeit dann wie so häufig schludrig gemacht wird.

Aber das ist nicht das Thema. Die Frage von @Farilo ist nämlich genau der Kern:
Wer von euch würde beim Verkauf einer vernünftigen Immobilie (Gute Lage und guter Zustand) heutzutage einen Makler engagieren? (Vorausgesetzt ihr seid nicht 100Jahre alt und entsprechend schlecht zu Fuß oder wohnt weit von der Immo entfernt).
Wer würde es tun und warum?

Das würde mich tatsächlich mal interessieren.
 
Ich noch mal

. Ich finde es aber schade, dass Dinge in den Raum gestellt werden (z.B. zu hohe Kosten bei Fahrzeug, Drohnen, IS24, ..
Nein, wie Du sehen kannst, habe ich überall ein Fragezeichen gesetzt, da ich eben nicht weiss, was die Dinge genau kosten. Ich weiß aber, dass es sich für einen Freiberufler nicht lohnt, für unter 200€ loszuziehen.

P.s. und der Blick ins Internet bestätigt zB bei Drohnen meine Mutmaßungen

Die Sache mit Männern und Größenvergleich, das finde ich unsachlich.
Ja, ich finde, ich darf dann auch mal auf diesen Waggon aufspringen und kurz mitfahren

jeder Pimpf mit einem Handy und diversen Tippfehlern eine Immobilie an normaler bis gefragter Lage los wird, und dafür massiv zu viel Geld von der falschen Seite erhält. So gesehen und erlebt.
Sorry, bei uns ist das nicht so... wir haben hier ein Haus von Viebrock aus 2014 (Bauhausstil), das ist einfach zu teuer, obwohl es anscheinend kostendeckend verkauft werden soll. Das wurde jetzt zwischenvermietet... der (gute) Makler dümpelt seit 1,5 Jahren mit dem Objekt herum.
Anderen Häusern/Maklern geht es ebenso.

Klar gibt es seriöse Makler, und klar gibt es auch jene Luxusobjekte, für die ein ganzer Werbetag gerechtfertigt ist. Aber das ist eigentlich eher die Ausnahme
Hier in unserer Gegend gibt es die meisten Einkommensmillionäre aus Niedersachsen. Das liegt an der Nähe zu Hamburg (-> gute Verdienstmöglichkeiten)
Da sind Luxusobjekte keine Seltenheit.

Zur Info:
Ich habe mein Haus 2013 selbst ohne Makler verkauft. Das hat sich im u200000€-Segment befunden.
Wenn ich mein jetziges verkaufen müsste, ich weiss nicht, ob ich nochmals auf einen Makler verzichten würde.
 
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