Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?

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Das habe ich dem Besitzer auch gesagt, auch dass er zwar einen Vertrag mit uns machen müsste, jedoch als Verkäufer nichts bezahlen muss, ...
Warum eigentlich? Warum hat aus Deiner Sicht der KÄUFER die Zeche für Leistung zu zahlen, die der Verkäufer von Dir in Anspruch nimmt?

Sprich, er will noch den halben Lohn unserer Arbeit.
Können wir es mal konkret machen, was genau für gut 16k in diesem Fall gearbeitet wird?

Vielleicht hilft diese Transparenz ja auch dem Makler, um die ganzen Kritiker zu überzeugen, wenn sie sehen wofür die Knete verlangt wird?
 
Dass es sich bei solchen Profisionen, gerade wenn sie prozentual berechnet werden, immer um eine Mischkalkulation handelt, müsste eigentlich jedem klar sein.
Natürlich kann man sagen, wenn ein Kunde bereits vorhanden ist und man vielleicht 1-2 Besichtigungen macht, dann ist das mit ca. 12 k€ mehr als gut bezahlt.
Ich habe leider keine Ahnung, wie Du auf die ca. 16000.- kommst.
3% von 400.000 € sind 12.000 €, die 0,57 sind Märchensteuer, die bekommt wieder nur der Staat fürs nichts tun.
Die 12.000 müssen auch noch versteuert werden, sprich es bleiben vielleicht 7.000 € übrig, wenn da nicht noch Kosten für Anzeigen, Büro, Mitarbeiter, Werbung usw. wären.
Wie gesagt, wenn man so ein Objekt schnell verkauft, ist das durchaus ein gutes Geschäft, jedoch kommt das auch nicht jeden Tag zustande.
Davon abgesehen, richtig Geld wird dann doch eher mit größeren Anlageobjekten verdient, da liegt die Provision schnell mal im mittleren 6-stelligen Bereich und da es hier nur sehr wenige Interessenten/Käufer gibt, ist der eigentliche Zeitaufwand für Besichtigungen sogar deutlich geringer.
Im Gegensatz dazu rufen dann öfter Leute an, die ihre Schrottimmobilie bereits lange angeboten haben.
Diese wurden oft schon zu Tode angeboten, mit zig verschiedenen Preisen usw.
Da sind Abrisshäuser in der Pampa, wo selbst das Grundstück "nichts" wert ist, da die Gemeinde Baugrundstücke nahezu verschenkt, damit die Leute im Ort bleiben.
Diese "Häuser" sollen dann ca. 50.000 kosten und man weiß schon, das kauft eigentlich keiner.
Wenn man es anbietet melden sich jedoch trotzdem sehr viele Leute zum besichtigen, so dass man nur Kosten und Aufwand hat, jedoch im Endeffekt nichts dabei rauskommt.
Ok, solche Häuser nehme ich gar nicht erst auf, aber es gibt eben auch noch etwas dazwischen, sprich wo man auf die investierte Zeit und Kosten umgerechnet vielleicht einen Stundenlohn zw. 10 und 20 € hat, aber auch nur, wenn man das Objekt verkauft.
Es muss einfach jeder für sich entscheiden, aber was schadet einem denn ein Allgemeinauftrag, bei dem man auch weiterhin selbst das Haus verkaufen kann und keinerlei Kosten hat?
Diesen würde ich IMMER abschließen, da der Makler doch mehr potenzielle Kunden hat, die dann vielleicht einen entsprechend höheren Preis zahlen, so dass man am Ende als Verkäufer dennoch ein besseres Geschäft macht.
 
Ich habe leider keine Ahnung, wie Du auf die ca. 16000.- kommst.
3% von 400.000 € sind 12.000 €, die 0,57 sind Märchensteuer, die bekommt wieder nur der Staat fürs nichts tun.
Rückwärts gerechnet: 4,75% Maklerprovision abzgl.. MwSt. macht knapp 4% von 400k macht 16.000 EUR...

...ist aber auch egal, ob es 16k oder 12k sind. Mich hat nur interessiert, wo welche Arbeit und Kosten entstehen. Mischkalkulation ist sicherlich ein Aspekt, dennoch entsteht bei mir der Eindruck eines krassen Missverhältnisses zwischen Aufwand und Honorar, der aber auch dem distanzierten Blick von Aussen geschuldet sein kann.

Die Frage, aus welchen Gründen Du allerdings Käufern Geld für Leistung abnimmst, die Du für den Verkäufer erbringst, bleibt aber leider unbeantwortet....
 
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Es muss einfach jeder für sich entscheiden, aber was schadet einem denn ein Allgemeinauftrag, bei dem man auch weiterhin selbst das Haus verkaufen kann und keinerlei Kosten hat?
Diesen würde ich IMMER abschließen, da der Makler doch mehr potenzielle Kunden hat, die dann vielleicht einen entsprechend höheren Preis zahlen, so dass man am Ende als Verkäufer dennoch ein besseres Geschäft macht.
Du bist jetzt trotzdem nicht darauf eingegangen, warum ausgerechnet der Käufer die Maklerprovision bezahlen sollte.

Verstehe auch nicht so ganz, was es für einen Vorteil haben sollte, sein Haus über einen Makler anzubieten, außer, dass es potenzielle Käufer doch eher abschreckt aufgrund der Provision.

Warum meinst du, dass ihr auf mehr potenzielle Käufer zurückgreifen könnt, als wenn man das Objekt im Scout o.ä. anbietet?
Vor 20 Jahren als es noch kein Immoscout gab könnte ich mir das durchaus vorstellen, aber mittlerweile doch nicht mehr. Sind das dann die über 70-80 Jährigen die nicht wissen wie man einen PC oder Smartphone bedient?
 
Es gibt viele Gründe, den Makler zu nehmen. Frau G. stammt aus Wolfenbüttel. Hat hierher geheiratet. Eltern versterben. Frau G. und ihre auch ortsfern lebende Schwester erben Elternhaus in W. Sie beauftragen Makler mit Verkauf.
Frau A. verstirbt kurz nachdem ihr Mann ihr voranging. Drei Kinder leben über Europa verstreut. Makler.
Ehepaar A. aus HH möchte ein Ferienhaus an der See. Sie beauftragen Makler, hier zu suchen. Firma K. verkauft ein Gebäude. Makler soll es richten. Her S. möchte sich von drei vermieteten Wohnungen trennen. Makler. Usw. Karsten
 
Bei uns ist es üblich, dass normalerweise sowohl Käufer als auch Verkäufer jeweils 3% plus MwSt bezahlen, verhandeln können dann natürlich beide Seiten. Wenn jemand ein 500.000 € Haus verkaufen möchte und sagt, er bezahlt aber nur 1,5%, dann kann man das eben machen oder nicht. Wenn sich das Haus mit hoher Wahrscheinlichkeit gut verkaufen lässt, macht man das dann eben trotzdem.
Genauso kann der Käufer sagen, mehr als 550.000 kann er incl. Kaufnebenkosten nicht aufbringen und dann kann man eben sagen ok, er muss dann nur z.B. 10.000 zahlen.
Das ist doch alles frei verhandelbar und wird zumindest hier auch oft so gemacht.
Mit dem Immoscout ist genau das, was viele denken, dem aber nicht so ist. Es gibt zahlreiche Portale, bis hin zu kostenlosen und es gibt eben in Deutschland immer noch sehr viele Leute, die einfach schon 1-2 Jahre selbst erfolglos etwas passendes gesucht haben und deshalb keine Lust mehr darauf haben und einen Makler beauftragen. Das bedeutet, diese Leute sind irgendwann auch bereit, mehr auszugeben als jemand, der gerade erst mit der Suche beginnt.
Wenn man hier dann den Preis eh etwas höher ansetzt (verhandeln wollen eh viele), dann ist derjenige evtl. bereit, mehr zu zahlen als derjenige, der gerade erst angefangen hat zu suchen.
Außerdem gibt es heutzutage sehr oft Menschen, die wegen dem Job umziehen und dann im neuen Wohnort einen Makler beauftragen. Diese Leute stehen oft unter Zeitdruck und sind allein deshalb öfter bereit, mehr als üblich auszugeben.
Man sollte sich auch nicht die Frage stellen brauche ich das "unbedingt" oder ich bekomme mein Haus auch so los, sondern den Makler als Chance zu sehen, der das Haus evtl. schneller und/oder teurer verkauft.
Und wie gesagt, bei einem Allgemeinauftrag hat man 0,0 Nachteile sondern nur zusätzliche Optionen. Wenn man das Haus nachweislich privat verkauft, hat man dem Makler gegenüber Null Kosten oder Verpflichtungen und der Vertrag ist beendet.
Hat der Makler einen Käufer, den man mit seiner privaten Anzeige nicht erreicht hat, so hat man diesen als zusätzliche Option und selbst wenn einem dessen Nase nicht passt und er den aufgerufenen Preis zahlen würde, so muss man nicht an ihn verkaufen.
Das letzte Wort hat man immer selbst mit seiner Unterschrift beim Notar. Deshalb, es gibt keinen Nachteil.
 

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