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ᐅ Makler Betrug oder Steuerhinterziehung ?


Erstellt am: 07.01.21 15:52

Nina34343407.01.21 15:52
Hallo Zusammen,

wir kaufen uns grade ein Haus und jetzt war etwas sehr komisches passiert und ich bin nicht sicher ob und wenn ja was ich tun sollte.
Kurz zum Hintergrund, nach langer langer suche und unzähligen Besichtigungen haben wir es geschaft ein Haus zu bekommen.
Die Besichtigung musste ganz kurzfristig erfolgen, es war auch keine zeit, dass mein Partner teilnehmen kann. (klugerweise habe ich alles gefilmt)
Mein Partner hat das Haus nie von Innen gesehen, war aber aufgrund der Videos und Location trotzdem überzeugt und wir haben den Kaufvertrag unterschrieben.

Nun zur Situation:
Den Makler haben wir (fast) zum ersten mal bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags gesehen, ansonsten gab es nur ein paar Telefonate, wo er die Finanzierungsbestätigung haben wollte und uns den Notartermin mitteilte.
Aller anderer Kontakt und auch die Besichtigung erfolgte mit der Nachbarin, die eine Freundin des Eigentümers ist.
kurz vor dem Notartermin wollte sich der Makler nochmal treffen, dort bot er mir an, dass ich die 20.000€ Maklerprovision nach dem Notartermin gleich Cash bezahlen könnte, die Steuer könnten wir uns ja sparen, das wären immerhin fast 3000€.
(Ich muss zugeben ich dachte in dem Moment, er meinte wir könnten die 3% sparen, ich sagte auch, na soviel dürfte es eigentlich nicht sein)
Daher habe ich das Angebot abgelehnt, was ihm sichtlich nicht so super gefiel...
Im nachhinein habe ich das jemand anderem Erzählt und dann auch selbst gemerkt, dass er eigentlich gesagt hat schwarz, komplette ohne 16% oder 19%.
Ein nachrechnen hat das auch bestätigt, wir hätten dann ca. 17.000€ bezahlt.
Trodzdem war ich froh abgelehnt zu haben, da wir die Provision mit finanzieren und dann auch keinen Nachweis gehabt hätten gezahlt zu haben.

Jetzt kommt aber der witzige teil.
Wir erhielten jetzt eine Rechnung über die 20.000 den vollen Betrag und auf der Rechnung steht, dass aufgrund der Kleinunternehmerregelung keine Steuer fällig wird.
Das verwirrt mich nun sehr. Wenn er keine Steuer abführen muss, wie konnte er uns dann vorher das Angebot machen.
Das Unternehmen macht auch einen großen eindruck, bietet sehr viele Dienstleistungen an, laut Webseite seit 20 Jahren. (rein theoretisch ist es natürlich trotzdem möglich, dass er Kleinunternehmer ist)
Ich versteh das alles nicht.
Gleichzeitig ist er aber auch wohl ein sehr guter Freund des Eigentümers, den wollen wir natürlich nicht verärgern, weil wir das Haus noch nicht übergeben bekommen haben.
Das Zahlungsziel der Rechnung ist übermorgen.

Ich bitte um Ratschläge.
Lg
Winniefred07.01.21 16:03
Ein Makler, der ein Kleinunternehmer ist? Wickelt der nur 2 Geschäfte im Jahr ab oder wie? Bei den Summen kommt man ganz, ganz schnell über den Kleinternehmerstatus. Das ist schon bisschen kurios. So eine Provision ist ja eh schon hoch, aber in diesem Fall mit so wenig Arbeit und so viel krimineller Energie ja schon fast abwitzig. Aber gut, muss man leider schlucken, also die Provision.
Marco18007.01.21 16:05
nun ja, erstens ist dies als Dienstleistung immer steuerpflichtig, insofern kenne ich keine Regelung, die das mal locker unterbindet. Aber die Höhe der Provision steht auch im Notarvertrag drin. Wenn also dort die Summe nicht genannt wird, oder eine andere Summe gefordert wird, ist beides formaler Steuerbetrug
Zweitens wird die Maklergebühr erst fällig, wenn das Geschäft abgeschlossen ist, frühestens mit der notariellen Bestätigung der Kaufpreiszahlung in Richtung FA bzgl. Grunderwerbsteuer. Inhaltlich könnte es Euch egal sein, denn Ihr habt ja den Vertrag unterzeichnet und keinen finanziellen Schaden.

Informell ist das übliche Praxis vieler Makler und z.T. auch Eigentümer. Häufig kommt man nicht mal zum Zug, wenn man die Regeln nicht akzeptiert. Es bestätigt wie so oft den schlechten Ruf von Maklern. (Sorry an die ehrlichen Makler, aber Ihr scheint in der Minderheit zu sein)
Schelli07.01.21 16:09
Die Kleinunternehmerregelung geht nur bis 22.000 p.a.
Es handelt sich um Steuerhinterziehung. Wenn man das machen möchte sollte man Folgendes bedenken: Die USt ist ein durchlaufender Posten, da hat zwar der Käufer einen Vorteil, der Makler aber keinen Nachteil. Hinten dran hängen aber noch ca. weitere 40% Steuern für den Makler. Fairness unter Ganoven würde bedeuten Rechnungsbetrag netto abzüglich 20%. Dann natürlich einen Zweizeiler vom Makler, dass er keine Forderungen an Euch stellt.
Sparfuchs7707.01.21 16:19
Schelli schrieb:

Kleinunternehmerregelung geht nur bis 22.000 p.a.

Mal angenommen als Käufer bekomme ich die Rechnung wie oben dargestellt über 20K€. Damit ist er bei diesem Geschäft ja erst mal unter dieser Grenze (und die muss man als nicht Unternehmer erst mal kennen). Woher soll man als Käufer wissen ob das so Rechtens ist? Ich kenne den Makler ja nur für dieses eine Geschäft? Ich würde per se davon ausgehen das der Makler weiß wie er seine Rechnung zu stellen hat, die 20k bezahlen und die Rechnung an die Bank weiter leiten. Zumindest wenn er mir vorher nicht so ein Angebot gemacht hätte.
nordanney07.01.21 16:28
Nina343434 schrieb:

Den Makler haben wir (fast) zum ersten mal bei der Unterzeichnung des Kaufvertrags gesehen, ansonsten gab es nur ein paar Telefonate, wo er die Finanzierungsbestätigung haben wollte und uns den Notartermin mitteilte.
Habt Ihr überhaupt einen Maklervertrag abgeschlossen inkl. Widerrufsbelehrung? Wie ist dieser ausgestaltet?
Nina343434 schrieb:

dass aufgrund der Kleinunternehmerregelung keine Steuer fällig wird.
Wenn er es so schreibt, würde ich es akzeptieren. Ist nicht Deine Aufgabe, ihn steuerlich zu durchleuchten oder zu beraten.
Marco180 schrieb:

Zweitens wird die Maklergebühr erst fällig, wenn das Geschäft abgeschlossen ist, frühestens mit der notariellen Bestätigung der Kaufpreiszahlung in Richtung FA bzgl. Grunderwerbsteuer. Inhaltlich könnte es Euch egal sein, denn Ihr habt ja den Vertrag unterzeichnet und keinen finanziellen Schaden.
Nein. Es ist ein Vermittlungsvertrag (normalerweise, siehe 652 Baugesetzbuch). Fällig und zahlbar nach Abschluss des Kaufvertrags.

P.S. Ein Makler ist nicht verpflichtet, irgendwelche Tätigkeiten auszuüben. Gerade das schadet der Maklerei ungemein.
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