Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?

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Richtig.
Darüber hinaus hätte in diesem Fall der Verkäufer auf eine ordentliche Stange Geld verzichtet.

Wir verstehen uns
Oder du hättest einfach 6% Maklergebühr bezahlt.
Wie es bei dir konkret ist weiß ich nicht. Aber fängt der Käufer an zu handeln (in vielen Gegenden), Word einfach der nächste Käufer gefragt der nicht handelt.
Durch den Markt fallen momentan unglaubliche Szenarien an.
 
Hm, ich lese hier nur, dass der Käufer nicht zur Kasse gebeten werden soll - was ich ganz genauso sehe.
Während unserer langen Suche hatten wir aber noch ganz andere Probleme mit Maklern. Sie waren zu 98% nicht hilfreich, d.h. sie kannten die Objekte kaum, mussten jede Frage an den Verkäufer weitergeben. Dann natürlich das übliche Schönreden von negativen Eigenschaften, nicht selten bis hin zu dreisten Lügen. Verkauf nur an Käufer die bei der eigenen Bank einen Kredit abschließen. Massen-Besichtigungen und 400€ Gebühr um auf eine Interessenten-Liste zu gelangen, um nur mal ein paar Beispiele unserer schlechten Erfahrung zu nennen.
Wo kein Makler im Spiel war hatten wir dagegen immer sehr freundliche Besichtigungen. Ich glaube davon profitiert auch ein Verkäufer.

Ich meine daher: Wer mal als Käufer mit einem Makler zu tun hatte, wird das als Verkäufer sich selbst und dem Käufer nicht antun.
Ich scheine wohl eine Ausnahme zu sein.
Der Makler für das neue Haus war flexibel, umfassend informiert und hat sich um fehlende Auskünfte bemüht.
Ich habe für den Verkauf zwar einen anderen Makler ausgewählt, aber auch nach sorgsamer Auswahl.. Dieser wurde sogar während den Besichtigungen gelobt von den Interessenten bei der Zweitbesichtigung.
 
Es gibt auch gute Makler, und das ist gut so.
Nicht immer den größten im Ort nehmen, die sind auch gern Larifari, wenn es um Peanuts geht.
Ein kleiner mit einer guten Agenda (Ausbildung), kann man meist im Web nachlesen.
 
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Es gibt auch gute Makler, und das ist gut so.
Die gibt es ohne Zweifel. Und sie sollen auch entlohnt werden, auch das ist nicht das Thema. Es soll aber bitte schön derjenige die Leistung bezahlen, der davon was hat. Und das ist nun mal primär der Verkäufer, der den Makler ja schließlich beauftragt. Entgegen der ständig wiederholten Auffassung hier, hat der Käufer eben NICHT die Wahlmöglichkeit sich für oder gegen die Leistung des Maklers zu entscheiden. Die Frage, ob kaufen oder nicht, ist eine andere und hat mit der "wer die Musik bestellt, zahlt auch" zunächst nichts zu tun. Also schön Äpfel und Birnen auseinander halten, sonst gibt es Obstsalat. Ist zwar gesund, hilft hier aber nicht weiter [emoji6]


Und das immer wieder bemühte Argument, dass der Markt nun mal so ist bzw. es regelt, zieht auch nur bedingt. Grundsätzlich bin ich ein großer Freund von freier Marktwirtschaft. Es gibt aber Auswüchse, die es einzudämmen gilt, um einen fairen Wettbewerb am Markt zu gewährleisten. Meines Erachtens sind wir beim Immobilienmakeln weit darüber hinaus, den Markt sich selbst zu überlassen. Beim Vermieten wurde ja auch entsprechend reagiert, aus guten Gründen.
Was mich persönlich aber echt erschreckt, ist das einigen doch echt der moralische Kompass verstellt zu sein scheint: anders kann ich mir es nicht erklären, dass man ohne mit der Wimper zu zucken es gutheißt, dass man Leistung für sich in Anspruch nehmen kann, aber jemanden anderes die Zeche dafür zahlen lässt. [emoji44] Echt traurig...
Ein kleiner mit einer guten Agenda (Ausbildung), kann man meist im Web nachlesen.
Vielleicht sollte man dem Ganzen einen Riegel vorschieben, den IHK-Wald-und-Wiesen-Maklerschein verbannen und den Maklerberuf schützen. Mit einer anständigen Ausbildung zur Immobilienkauffrau/Mann ggf. Fachwirt obendrauf verknüpfen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es den seriösen Maklern sehr helfen könnte, das Verhältnis zwischen guten und schlechten Maklern zugunsten der guten zu verschieben. Im Moment scheint es mir so, dass es weitaus mehr schwarze Schafe gibt...

Und um den Beitrag mit etwas Positiven zu beenden. Auch ich habe schon gute Erfahrungen gemacht. Als Mieter eine Wohnung gesucht und gefunden. Und selbstverständlich war ich da gerne bereit für diese Dienstleistung auch zu zahlen, da ich einen Nutzen davon hatte.
Beim jüngsten Grunderwerb hingegen war der Nutzen für mich als Käufer nicht messbar. Der einzige "Nutzen" bestand darin, den QM-Preis zu erfahren und die Flurnummer. Der Makler war fit, gut informiert und freundlich und für die Verkäuferin auch sicher von hohem Nutzen. Ich hätte nur lieber für mich entscheiden wollen, ob mir die beiden Infos 3,5% zzgl. MwSt wert sind oder nicht. Und die hatte ich nicht, und darum geht es. Also bitte die "so ist halt der Markt"-Karte stecken lassen, die hat mit der Fragestellung nämlich nichts zu tun. [emoji6]
 
Ja dann eben nur zum Thema: als Verkäufer hatte ich, ohne Einbußen beim Preis zu haben, absolut keinen Stress beim Verkauf meines Hauses, musste nur noch die Auswahl des Käufers treffen und musste den Makler nicht einmal bezahlen.

Wenn sich jede Diskussion nur auf das eigentliche Kernthema konzentriert, ohne auch Hintergründe und Variationen zu betrachten, ist jedes Thema hier nur 3 Antworten lang. Und auch du könntest dir dann ganz viele Kommentare bezüglich Moral etc auch sparen [emoji6]
 
Oh, habe ich da einen wunden Punkt erwischt? Ich schrieb lediglich von mir, wie mir das vorkommt. Musst Du ja nicht so sehen. [emoji6]

Meine vielen (?!) moralischen Kommentare beschränken sich exakt auf den einen da oben, ich wäre daher sehr erfreut, wenn Du davon absehen würdest, mich als Oberlehrer darzustellen. Das bin ich nicht und so verstehe ich mich auch nicht. Ich habe aber durchaus eine subjektive Meinung und nur die habe ich hier wiedergegeben. Ich habe nicht dem Anspruch, dass jeder die teilt oder damit klarkommt. Wenn letzteres, ist es eher das Problem desjenigen, nicht meins. [emoji6]

Zum Inhalt: die Diskussion kann meinetwegen in alle möglichen Richtungen gehen, finde ich sogar sehr spannend und erfrischend. Nur sollten Argumente schon irgendwo miteinander zu tun haben, sonst ist es müßig sich über etwas auszutauschen und zu diskutieren. Daher schrieb ich, dass mein Punkt sich auf die Kostenverteilung bezieht, nicht auf die Regeln des Marktes, was aber nicht heißt, dass man das nicht anbringen oder besprechen kann. Nur bin ich dann halt raus, weil es für mich eine andere Diskussion ist und für mich wie ein Ausweichen auf einen Nebenkriegsschauplatz vorkommt.

Keine Ahnung, ob das Dir jetzt weiterhilft, ich wollte es zumindest aber versucht haben [emoji4]

Und zum Thema Makler beim Verkaufen. Ich würde ich aus den u.a. von Dir genannten Gründen sehr wahrscheinlich ebenfalls auf einen guten Makler zurückgreifen, weil ich a) wohl ein schlechter Verkäufer wäre, b) nicht die Zeit habe und c) auch keinen Bock ewig vielen Interessanten immer den gleichen Kram zu erzählen. Nur würde ich die Kosten für die Beauftragung übernehmen, weil es Leistung ist, die ich in Anspruch nehme. Um das Thema einen Schritt weiter voranzubringen: kann man eigentlich als Verkäufer dem Makler untersagen Provision/Courtage vom Käufer zu nehmen? Oder sind das zwei Rechtsgeschäfte, sprich, das was der Makler mit dem Käufer ausmacht, geht den Verkäufer nichts an?!
 

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