Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?

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F

Farilo

Ja dann eben nur zum Thema: als Verkäufer hatte ich, ohne Einbußen beim Preis zu haben, absolut keinen Stress beim Verkauf meines Hauses, musste nur noch die Auswahl des Käufers treffen und musste den Makler nicht einmal bezahlen.
Joedreck; Das is ja jetzt einfach dahingesagt...
Ich mein, wenn Du z.B. für 400k verkauft hast und der Makler vom Käufer 28k erhalten hat, dann hättest Du ja durchaus die 28k ohne Makler bekommen können. Ergo hast du diese verpasst. Aber, dafür hast du ja die von Dir als sehr gut empfundene Leistung erhalten. Ist ja auch okay und das respektiere ich auch.

Ich persönlich verzichte nicht auf 28k, um dem Makler diese für Bilder, Infos und einige Besichtigungen zu geben.
Jeder so wie er mag. Aber später schön reden is halt nicht.
Wie immer gilt: Wer die Musik bestellt, muss zahlen. Das passiert in diesem Fall halt hintenherum
 
J

Joedreck

Ich gebe dir bei der theoretischen Rechnung recht. Ist auch nicht zu widerlegen. Spiegelt aber die Realität nicht richtig wider, meiner Meinung nach.
Denn es gibt viele Eventualitäten in der Praxis.
Eventuell sucht der Käufer online nur nach Häusern bis 400 000€ und stößt auf das für 428 gar nicht.
Eventuell denkt er nicht soweit und sagt: das Haus ist mir keine 430t€ wert sondern nur 410t€ und beachtet die Ersparnis nicht (ja Menschen gibt es...)
Eventuell bin ich ein schlechter Verhandler und gehe zu weit im Preis runter.
Vielleicht verschrecke ich den Käufer, weil er mir nicht sympathisch ist und mein Haus eigentlich an den nicht abgeben möchte.
Das alles ist nicht abwegig und rede nichts schön.
Ich habe einen angemessenen Preis erzielt. Ich beobachte schon seit Jahren den Markt und kann grob einschätzen was welches Haus wert ist. Jedenfalls bei der offerierung.
Möglich, dass ist 5000€ verschenkt habe. Aber im ernst: das sind doch keine zahlen bei heutigen Preisen
 
P

PowerBauer

Ehrlich gesagt Zweifel ich daran, dass du 14000€ (VK 200t€ 7%Courtage) aus deiner eigenen Tasche bezahlen würdest.
Ich würde mein Haus verschiedenen Maklern als Verkaufsobjekt anbieten, wenn ich mich für einen Makler entscheiden sollte. Und dann wird da ganz klar diktiert, dass maximal 1% abfällt.
Mal davon ausgehend, dass ich ein Haus im Wert von ca. 450k an einer nicht schlecht nachgefragten Lage besitzen würde. Da finde ich selbst 4500€ einen sehr guten Lohn für die "Arbeit", die dann beinahe ein Selbstläufer ist. Für über 30'000€ mache ich das selber und da "ertrage" ich auch kurzzeitig komische Leute (wenn ich die nicht eh vorher aussortiere).

Möglich, dass ist 5000€ verschenkt habe. Aber im ernst: das sind doch keine zahlen bei heutigen Preisen
5000€ sind viel Geld. Das scheint erst mal nicht viel bei der Gesamtsumme, aber ich kenne einige Häuslebauer, die dafür 2 Monate arbeiten gehen (einzeln gesehen). Das kann ich beim Makler nicht behaupten...
 
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F

Farilo

Ich gebe dir bei der theoretischen Rechnung recht. Ist auch nicht zu widerlegen. Spiegelt aber die Realität nicht richtig wider, meiner Meinung nach.
Denn es gibt viele Eventualitäten in der Praxis.
Eventuell sucht der Käufer online nur nach Häusern bis 400 000€ und stößt auf das für 428 gar nicht.
Eventuell denkt er nicht soweit und sagt: das Haus ist mir keine 430t€ wert sondern nur 410t€ und beachtet die Ersparnis nicht (ja Menschen gibt es...)
Naja, wenn ein potenzieller Käufer ein Haus bis Max 400k sucht, dann findet er deines zwar, klickt dann aber wieder weg weil da ja steht + Maklergebühr. Dieses "Argument" ist also Augenwischerei.

Es gibt nicht umsonst Seiten die sich ausschließlich auf Verkäufe ohne Makler spezialisiert haben... Da sind zwar auch einige "Fallen" zu beachten, das Prinzip ist aber klar und die Mehrheit ist auch ohne Makler (egal ob vorne oder hinten herum).

Eventuell bin ich ein schlechter Verhandler und gehe zu weit im Preis runter.
Vielleicht verschrecke ich den Käufer, weil er mir nicht sympathisch ist und mein Haus eigentlich an den nicht abgeben möchte.
Das alles ist nicht abwegig und rede nichts schön.
Ich habe einen angemessenen Preis erzielt. Ich beobachte schon seit Jahren den Markt und kann grob einschätzen was welches Haus wert ist. Jedenfalls bei der offerierung.
Möglich, dass ist 5000€ verschenkt habe. Aber im ernst: das sind doch keine zahlen bei heutigen Preisen
Wenn die Lage gut ist, brauchst Du heutzutage nicht zu verhandeln. Der Preis steht und fertig. Wenn nicht er, dann der nächste.

Einen Käufer zu verschrecken is ja quatsch! Es geht ums Geschäft. Und wenn der Käufer sieht, dass Du die Immo ohne Makler anbietest, dann wird er Dir schon den Allerwertesten pudern.
Und solltest Du dein Haus nicht an solch einen "Idioten" abgeben wollen, dann halt nicht. Nächster kommt.

Aber nur weil "er" ein Idiot ist dann auf 28K zu verzichten ist ne Ansage

Man kann sich drehen und wenden wie man will... Ein Makler ist ein teurer Spaß. So oder so.
Und ob man sich diesen Service leisten möchte oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

In einer guten Lage dann aber einen wirklichen Sinn für einen Makler zu sehen, ist mMn, wenn man ganz ehrlich ist, nicht zu finden.
Ausnahmen, wie bereits erwähnt:

- Man wohnt woanders und hat keine Zeit für Besichtigungen (Selbst dafür gibt es WEITAUS günstigere Varianten)
- schlechte Lage
- Verkäufer ist knapp 100Jahre alt und schlecht auf den Beinen.

Alles andere is mMn unsinnig.
Unsinnig heißt ja aber nicht gleich, dass man es nicht macht. Jeder wie er mag.
 
ypg

ypg

Und dann wird da ganz klar diktiert, dass maximal 1% abfällt.
....Da finde ich selbst 4500€ einen sehr guten Lohn für die "Arbeit"...
Ich kann Dein Denken nachvollziehen, aber als Verkäufer von (geschmierten) Brötchen verdient man besser.

Dein Denken ist naiv - es geht nicht um den reinen Aufwand der Stunden, sondern werden von der Courtage immens fixe Kosten bezahlt. Und ich rede nicht von dem hochwertigen Pkw, mit dem sie vorfahren.
(Obwohl, mal davon abgesehen... respektiert Ihr einen Makler, der mit einer alten Blechkiste vorfährt?)
Sofern es mir bekannt ist, nimmt IS24 von Gewerblichen pauschal einen vierstelligen Betrag monatlich. (So war es zumindest 2005!)
Immonet rechnet auch separat ab, dazu kommen noch andere sowie ggf Zeitungsannoncen. Lehrgänge und Netzwerkpflege fallen neben Bürokosten noch an, die Software ist auch sauteuer.
Wenn das Jahr für einen kleinen Betrieb gut läuft, dann sind das plusminus 4 vermittelte Häuser.
Ein Monatsgehalt wird da nicht unbedingt üppig ausfallen.
Und die, die es haben, sind auch schon seit 25/30 Jahren dabei.

Da ich uA für Makler fotografiere, habe ich mal früher mit denen Gespräche geführt (jetzt weniger, da auch sie an der Dienstleistung sparen) Außerdem werden die Angebote meiner Kunden von mir etwas beobachtet

Ich weiß selbst, wie das ist, wenn man Werte von ü 10000 als Equipment vorweisen soll bzw. muss, aber der Kunde nur 29€ pro Stunde, wenn überhaupt bezahlen möchte.

Gute Regelung steckt in der Vermietung: hier zahlt mittlerweile der Besteller.
 
P

PowerBauer

Das sehe ich anders.

(Obwohl, mal davon abgesehen... respektiert Ihr einen Makler, der mit einer alten Blechkiste vorfährt?)
Ja, denn für mich zählt nicht das Erscheinungsbild, sondern die Qualität der Arbeit. Mein letzter Makler fuhr in einem Q5 vor und war (sorry) eine totale Flachzange und Labertasche.
Gut, in abgeranzter Kleidung und Schrottkarre sollte er auch nicht auftauchen, aber das macht ja auch keiner. Aber wenn ein großes Auto automatisch Respekt erzeugt, habe ich ein sehr merkwürdiges Weltbild.

Sofern es mir bekannt ist, nimmt IS24 von Gewerblichen pauschal einen vierstelligen Betrag monatlich. (So war es zumindest 2005!)
Immonet rechnet auch separat ab, dazu kommen noch andere sowie ggf Zeitungsannoncen.
Google sagt: 2015 kosteten 3 Monate lang Promi-Anzeige (dickstes Paket) gerade mal 400€. Zitat: "Die Immobilienscout24 Kosten liegen damit im obersten Preisbereich".

Ich weiß selbst, wie das ist, wenn man Werte von ü 10000 als Equipment vorweisen soll bzw. muss, aber der Kunde nur 29€ pro Stunde, wenn überhaupt bezahlen möchte.
Wenn ich mir die Immobilienfotos so anschaue, dann reicht eine einfache DSLR mit Weitwinkelobjektiv, für 1000-2000€ wird man da locker (!) fündig. Und oft sind die Fotos nicht besser als mit dem Handy geschossen.

Was ich sagen will: Der Geldfluss ist scheinbar in Einnahmen und Ausgaben enorm, könnte aber relativ problemlos minimiert werden.

Zum kleinen Betrieb mit 4 Immobilien im Jahr: Da scheint der Markt übersättigt und/oder man selbst nicht gut genug zu sein. Mein Mitleid hält sich da eher in Grenzen... da gibt es weitaus härtere Jobs mit weniger Bezahlung.

Ich hoffe auch, dass bald eine Regelung gefunden wird, dass der Besteller auch beim Kauf bezahlt. Dann wird sich der Markt endlich wieder etwas entspannen.
 

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