Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?

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Hi Farilo,
Jetzt bitte ich auch höflichst darum, dass Du mir eine Frage beantwortest.
Klar, mache ich

Frage:

Ein Angebot steht wo auch immer für ein EFH in Höhe von 414k EUR. Der Hinweis, bei Unterschrift wird keine Maklergebühr in Höhe von 3,5% zzgl. MwSt. fällig. Wer zahlt hier die Maklergebühr nicht? Oder anders ausgedrückt: auf welchem Konto stehen nachher die 14k nach der Transaktion neben den 400K? Beim Verkäufer oder beim Makler?
Ist das ein reales Szenario?

Gut, spielen wir das Spielchen: Am Ende der Transaktion stehen 414k EUR beim Verkäufer auf dem Konto, keine Frage.

Die Aufteilung in 400k und 14k ist aber in dem Fall total willkürlich! Warum fragst Du nicht "Oder anders ausgedrückt: auf welchem Konto stehen nachher die 64k nach der Transaktion neben den 350K?" Oder: "auf welchem Konto stehen nachher die 4k nach der Transaktion neben den 410K?"

Meines Erachtens mischt Du zwei Sachverhalte, die nichts miteinander zu tun haben.

Und um es nochmals klarzustellen; Makler haben eine absolute Berechtigung! Ganz klar!
(Wann habe ich schon mehrfach weiter hinten beschrieben.)
Bestimmt aber nicht in der heutigen Zeit für "normale" Objekte in vernünftiger Lage.
Und hier stimmen wir zu 100% überein
 
Hier sind Leute unterwegs, die sind mir auch im Forum schon aufgefallen, die kennen selbst simpelste Usancen in Notarverträgen nicht, die werden doch ohne Makler übers Ohr gehauen. Jedenfalls ist die Gefahr gross. Und zur Provision, es ist wie überall,,Du zahlst im Küchenstudio, beim Autohändler und eben auch beim Immohandel den Lohn des Verkäufers mit. Nur in anderen Branchen wird er nicht ausgewiesen. Auch im Aktiengeschäft zahlste den Kursmakler.
Mein Rat, wenn ich nicht sattelfest bin in dem Geschäft, immer mit Makler. Das sollte es mir wert sein. Karsten
 
...die kennen selbst simpelste Usancen in Notarverträgen nicht, die werden doch ohne Makler übers Ohr gehauen. Jedenfalls ist die Gefahr gross.
Jau, das ist mir auch schon aufgefallen, warum allerdings ein Makler bei notariell relevanten Themen die Situation retten sollte, erschließt sich mir nicht. Haben Makler auch nur ansatzweise juristische Grundkenntnisse, also nicht selbst eingeredete, sondern nachgewiesene Fähigkeiten, um eine juristische Einschätzung geben zu können? Wohl kaum, oder? Ganz davon abgesehen, dass er es nach dem RDG gar nicht dürfte..
Und im Übrigen ist es doch auch der Job eines Notars dem Laien die komplexen Sachverhalte des Vertrags zu erläutern...und das finde ich auch ganz in Ordnung so, da da zumindest ein Jurastudium vorzuweisen ist.

Beim Rest stimme ich schon zu, auch wenn der Versuch eine Analogie zum Autoverkäufer etc. daran scheitert, dass dort die dritte Partei fehlt. Beim Autoverkäufer kaufe ich als Kunde einen PKW, ein direktes Geschäft zwischen Käufer und Verkäufer. Wo ist da der Vermittler, der dem Verkäufer eine Leistung anbietet, die der Käufer blechen darf.

Aber ich denke wir drehen uns im Kreis, da ist kein Zusammenkommen, muss ja auch nicht sein. Abschließend noch mal fürs Protokoll: keiner, oder zumindest ich, hat ein Problem mit einer Provision. Es geht nur darum, ob es fair ist, dass jemand für den Vorteil eines anderen zwangsweise zu zahlen hat. Überraschend für mich, dass das dann doch viele vollkommen normal und in Ordnung finden...ist mir aber am Ende des Tages dann doch wurscht, die Erde dreht sich dennoch weiter.
 
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Hallo, ich will noch mal zurück zum Grundthema (
Makler für Eigentümer - Nutzen / Vorteile?).
Nutzen/Vorteile sind klar.
Es gibt viele Gründe, den Makler zu nehmen. Frau G. stammt aus Wolfenbüttel. Hat hierher geheiratet. Eltern versterben. Frau G. und ihre auch ortsfern lebende Schwester erben Elternhaus in W. Sie beauftragen Makler mit Verkauf.
Frau A. verstirbt kurz nachdem ihr Mann ihr voranging. Drei Kinder leben über Europa verstreut. Makler.
Ehepaar A. aus HH möchte ein Ferienhaus an der See. Sie beauftragen Makler, hier zu suchen. Firma K. verkauft ein Gebäude. Makler soll es richten. Her S. möchte sich von drei vermieteten Wohnungen trennen. Makler. Usw. Karsten
An diesem Beispiel erkennt man schön, wer den Makler in Auftrag gibt. Und meiner Meinung nach muss hier auch der Besteller bezahlen und nicht der Käufer.

Der Makler macht seine Arbeit. Dies mal außen vor gelassen. Aber warum soll der Käufer etwas bezahlen was er nicht bestellt hat, sondern lediglich angeboten bekommen hat.
Ein anderes Bsp.: Wenn ich mir ein Auto kaufen will und sehe in der Zeitung ein "Angebot", dann fahre ich dort hin und kaufe das Auto ohne zusätzliche Gebühren. Der Anbieter(Autohaus) macht ja Werbung für sich und das muss er dann auch bezahlen. Nur bei Häusern ist es meiner Meinung nach leider alles zu verdreht. Denn der Verkäufer macht ja auch nur Werbung für sein Haus über einen Makler und das soll dann der Käufer bezahlen? Sorry, aber ich bin dafür, "Zahlen soll der, der auch den Service bestellt"!
 
Genau genommen bietet der Makler dem Käufer ja auch einen Service, er schaltet die Anzeigen und bezahlt auch teuer Geld dafür, so dass der Käufer überhaupt das Objekt findet.
Anders hätte er gar nicht die Möglichkeit, sich um das Objekt zu bemühen.
Außerdem sollte ein guter Makler neutral sein und zwischen beiden Parteien vermitteln oder auch verhindern, dass der Käufer übers Ohr gehauen wird.
 
Genau genommen bietet der Makler dem Käufer ja auch einen Service, er schaltet die Anzeigen und bezahlt auch teuer Geld dafür, so dass der Käufer überhaupt das Objekt findet.
Anders hätte er gar nicht die Möglichkeit, sich um das Objekt zu bemühen.
Außerdem sollte ein guter Makler neutral sein und zwischen beiden Parteien vermitteln oder auch verhindern, dass der Käufer übers Ohr gehauen wird.
Also sorry du tust gerade so, als wäre es Maklern vorbehalten Immobilien in den gängigen Plattformen zu inserieren. Das ist doch totaler Unsinn. Jeder kann im Scout inserieren, klar kostet halt etwas, aber das ist im Vergleich zum Kaufpreis ja vernachlässigbar.

Wo ist bitte der Unterschied zwischen den Inseraten wenn es einmal der Makler, oder der Verkäufer inseriert?

Das Problem ist doch, dass einige Makler sich geradezu den Verkäufern aufdrängen. Selbst wenn man glasklar in die Anzeige schreibt, dass Makleranfragen nicht erwünscht seien, bekommt man tausende Anrufe von Maklern, die alle scharf auf die Provision sind.
 

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