Gas+Solarthermie vs Fotovoltaik+Wärmepumpe

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Eigenheimler

Eigenheimler

Wenn ich mich nicht ganz irre, dann bekommt man aktuell für den eingespeisten Strom deutlich weniger Vergütung als zu Beginn der PV Anlagen. Ich bezweifle das bei steigenden Strompreisen die Vergütung ebenfalls steigen wird, eher in die andere Richtung!

 
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Saruss

Wenn die Strompreise wirklich steigen, wird auch die Einspeisevergütung steigen.
In den letzten Jahren ist aber Strom nicht wirklich viel teurer geworden, es wurden nur Steuern/Umlagen erhöht. Seit 4 Jahren ist der Strompreis sogar für den Endverbraucher nahezu konstant.
 
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Tom1607

@Sarrus : Deine Aussage ist etwas plakativ ..... Wie viel Leute wohnen mit dir, wie viel Fläche musst du beheizen .... Im Prinzip kann man sagen eine WP mit einer Durchschnittlichen AZ von 3 benötigt für 1kw Wärme etwa 10cent reine Verbrauchsenergie ohne Investitions kosten. Wenn Ihr zu 3. seit und jeder jeden Tag 5 Minuten Duscht sind deine 300€ Strom schon weg. Geheizt ist da noch nichts und verlustwärme ist auch nicht berücksichtigt
 
S

Saruss

@Sarrus : Deine Aussage ist etwas plakativ ..... Wie viel Leute wohnen mit dir, wie viel Fläche musst du beheizen .... Im Prinzip kann man sagen eine WP mit einer Durchschnittlichen AZ von 3 benötigt für 1kw Wärme etwa 10cent reine Verbrauchsenergie ohne Investitions kosten. Wenn Ihr zu 3. seit und jeder jeden Tag 5 Minuten Duscht sind deine 300€ Strom schon weg. Geheizt ist da noch nichts und verlustwärme ist auch nicht berücksichtigt
Deine Aussagen sind sehr plakativ. Es fehlen ebenfalls jegliche Begründungen und Berechnungen (ZB Investition hole ich in 30Jahren nicht raus...9% Rendite....Ich würde immer Solarthermie einsetzten etc pp). Also Fass dich da mal erst an die eigene Nase bitte. Du findest hier im Forum übrigens sämtliche Details über meinen "Bau"(ich habe sämtliche Baukosten etc aufgeschlüsselt) und in einem Beitrag über Wp Erfahrung auch etwas über meine Nutzung. Davon ab misst man Energiemenge in Kwh, nicht wie oben von dir in KW.
Dein Beispiel mit dem duschen kostet mich mit der Wp übrigens Max. 500kWh Strom, also etwa 100Euro. Das ist noch ein gutes Stück von den 300 Euros weg.Und mit Arbeitszahl von 3 kostet eine Kwh Wärme mit Wp kostet mit aktuellen Preisen 6,6C also noch mal 35%weniger als du sagst.
Also los, ab an deine Nase und nächstes mal weniger plakativ antworten.
 
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Tom1607

Ich habe mir jetzt mal deinen Thread angeschaut ... hübsches Haus.

Du nennst einen Verbrauch in deinem Thread von 2000kwh das wären für mich rund 600€ Heizkosten und Warmwasser entgegen der von dir genannten 300€.

Nun die 9% Rendite sind schnell erklärt. Ich habe eine installierte Leistung von 30kw/Peak. Die Anlage kostete 57'€ netto und erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Ertrag von 5465€ netto. (steuern und Abschreibung habe ich jetzt mal nicht berücksichtigt).

In 2015 habe ich 1800kwh Strom bezogen und 34000kwh eingespeist. Ich bekomme für die eingespeiste kwh 0,16€

ich zahle für die kwh 0,31€ Strom inkl. MwSt.

Mein Gebäude hat eine beheizte Fläche von etwas über 600qm was mit einer WP nicht effizient zu beheizen wäre. Da ich eine Dachfläche von über 400qm in kompletter Südrichtung habe ist es für mich zielführend da ST und PV zu installieren und zu nutzen.

Meine Heizung (Vaillant GBT, 2000l Pufferspeicher, Vaillant Solarstation) hat rund 12k gekostet.

Damit habe ich etwa 8k weniger Investition als deine Heizung. Dafür bekomme ich ca 100rm Holz.

Und was das Holz angeht. 1 RM Buchenholz kostet aktuell ca. 80€. Der RM Holz (ca.550kg) entspricht einer Heizleistung von 2000kwh => oder 0,045€/kw

Heizöl liegt bei 50cent/Liter und hat einen Heizwert von 11kwh => ähnlich ist es beim Gas !!

Wenn ich jetzt die Kosten anschaue dann hole ich die Mehrkosten in eine WP überhaupt nicht rein insofern ist meine Aussage durchaus richtig.
 
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Saruss

Der Verbrauch der Wp ist aus dem ersten Jahr, als alles richtig trocken war ist der Verbrauch im 2ten Jahr erheblich gesunken (auf den Wert, den ich schrieb). Bei uns ist Strom 10C die Kwh billiger. Das macht in den Rechnungen erheblich was aus. Der Vergleich der Energiemenge wie du es tust hinkt vorne und hinten, den du berücksichtigst den Wirkungsgrad nicht. Dieser ist bei Holz, Gas und Öl nämlich unter 1 (weniger Wärmeenergie die man bekommt, als chemische Energie, die man "reinsteckt"). Daher kann sich eine Wp sehr wohl deutlich mit den anderen Energieformen messen.
Davon ab, gibt es für jede Heizlast eine passende Wärmepumpe, wer was anderes Behauptet hat sich an dieser Stelle noch gar nicht erkundigt. So gibt es bestimmt auch eine passende für 600qm.
Meine SoleWP hatte eine JAZ von 6 im letzten Jahr(zugegeben, auch für diese Technik über dem Mittelwert von ca 5), dass heisst, meine Kwh Wärme kostete bei meinem Strompreise unter 4C und schlägt Holz, Gas und Öl bei meinen Preisen vor Ort. Und das bei absolut keinem Aufwand(Kamin)und Lagerfläche, und absolutem Minimum an Wartung (nichts).
Je höher der Bedarf an Wärmeenergie ist, desto mehr lohnt sich eine effiziente Heizung und desto besser kann man hohen Invest einholen.
Das mit der Pv bei dir ist super, die meisten haben aber nicht solche großen Süddachflächen. Und gerade mit Pv würde eine Wp ja gut harmonieren. Die macht ja dann im Sommer und Übergangszeit kostenneutral Warmwasser und ggf. auch ein wenig heizen wenn ne kalte Nacht kommt. Definitiv besser als Solarthermie.
 
T

Tom1607

nun ich habe mich durchaus informiert und ich habe auch nicht geschrieben nicht möglich sondern ineffizient und nicht in 30 Jahren rentabel.

Was die Strompreise angeht bin ich, da ich einspeise, an einen Versorger gebunden und kann nicht auf einen günstigeren ausweichen.

Das ich nicht mit wirkungsgrad von 1 rechnen kann ist mir klar und wenn hier alles auf die Goldwage gelegt wird dann ist das halt so. Mein Ofen hat einen Wirkungsgrad der über 80% liegt. Ich habe im Brennraum eine Temperatur von ca. 870 Grad und eine Abgastemperatur von < 160Grad im Kaminaustritt vor der Wand.

Ich habe 7m Keramische Züge. Die Wassertasche hat eine spezifizierte Heizleistung von 18kw.

Bei einem Abbrand von 10kg Holz (vor dem Abbrand gewogen) hat sich der Pufferspeicher in ca 3 Stunden um 10 Grad aufgeheizt. Der Ofen gibt noch einen Teil der Wärme direkt über die Scheibe und die Oberfläche an den Raum ab. (steht zentral als Raumteiler zwischen Küche/Essen und WZ). Und es gibt nichts schöneres als ein Warmer Kachelofen der einen 'anstrahlt'....

Die Investitionskosten für WP anstatt GBT wären Astronomisch gewesen (min Faktor 3-4 in meinem Fall).

Das Einspar potenzial WP gegen GBT ist nicht gross genug um das entsprechend darzustellen. Deswegen habe ich für MICH diese Aussage getroffen.

Warum hier immer alle gegen ST sind verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Es ist die wohl billigste und bewährteste Art wärme zu erzeugen (zumindest wenn die Sonne scheint) .

Warum sollte ich Mehrkosten in eine WP investieren wenn ich keinen Nutzen darin habe. Gesetzt dem Fall die in 10 Jahren kostet die WP nur noch die Hälfte von heute dann habe ich die Kosten für die GBT schon 2 mal drin und stell mir wenn die mal kaputt geht eben dann eine WP hin.

Ich kann natürlich nur für meine Situation sprechen aber dafür ist ja so ein Forum da man kann sich die Erfahrungen der verschiedenen Leute und deren Beweggründe anschauenen und sich dann selbst eine Meinung für die eigene Situation bilden.

Solange die Kosten für die Primärenergie so sind wie sie aktuell sind rechnet sich meiner Meinung nach eine WP halt nicht. Man sollte aber trotzdem die Heizinstallation für eine WP auslegen (habe ich auch gemacht) Soll heissen möglichst kleine Abstände in der FB und damit niedrige VL Temp.

Wenn ich deine Zahlen lese und deinen Invest anschaue glaube ich auch nicht das du einen ROI in absehbarer Zeit hast. Würde mich mal interessieren was da rauskommt. Hast du das mal gerechnet ??

Bei 2000kwh / Jahr sind das Kosten für Öl/Gas/Holz von > 200€. Wie viel Billiger wäre die WP da insbesondere im Hinblick auf die Mehrkosten beim Invest.
 
Zuletzt aktualisiert 26.06.2022
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