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Endto0815

Decke zwischen EG und 1.OG abgesackt/ausgleichen

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Guten Tag liebes Forum,

meine Frau und ich haben eine Doppelhaushälfte aus dem Jahr 1929 gekauft. Nun habe ich sehr viel entfernt und habe festgestellt, dass der Fußboden im 1.OG an der tiefsten Stelle ca 4 cm tiefer liegt. Die Decke ist eine Holzdecke.

Aktuell liegen noch Spanplatten auf dem Boden.

Jetzt möchte ich den Boden ausgleichen, um im Anschluss zu fliesen bzw Parkett zu verlegen.

Ich bin mir aktuell unschlüssig, wie ich das am besten angehe.

Als Optionen habe ich, dass ich den Boden mittels Ausgleichsmasse auffülle. Der Nachteil ist, dass ich ein hohes Gewicht aufbringe, die Menge an Ausgleichsmasse natürlich sehr teuer ist und auch, dass die Brüchigkeit natürlich recht hoch ist.

Als weitere Option sehe ich, dass ich die Spanplatten entferne, eine Ausgleichsschüttung auftrage und dann Trockenestrichplatten aufbringe. Da ist der Nachteil der etwas höhere Bodenaufbau im eh schon niedrigen Raum. Auch weiß ich noch nicht, wie tragbar der Bereich zwischen den Holzbalken ist.



Jetzt zu meiner Frage: Wisst ihr weitere Alternativen oder wie würdet ihr es machen?

Vorab vielen Dank für Eure Meinungen und Anregungen.
 
Also zunächst solltest du klären warum das so abgesackt ist! Es klingt ja so, als würden die Holzbalken durchhängen. Das wäre doch etwas komisch!

Eine gute Variante für einen solchen Ausgleich ist ansonsten:

Spanplatten etc. raus, dann seitlich an die Balken z.B. Rauspund (4cm Stärke sollten es schon sein) ins Wasser bringen und in die Balken verschrauben. Darauf dann OSB verlegen und dann kannst du deinen Boden verlegen, bei Fliesen gilt zu beachten das man genau schauen muss. Denn sonst reißen sie UND wenn du mal die Fliesen weghaben willst, das ist kein wirklicher Spaß.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Guten Abend, vorab Danke für die Antworten.

Der aktuelle Stand des Projekt ist folgender:

de Anbau in Haolrahmenbauweise steht und ist dicht. Das entkernen ist abgeschlossen und Elektrik sowie Heizungsrohre sind ebenfalls zum größten Teil verlegt. Ich komme zwar langsamer als erwartet voran, was aber an einer beruflichen Veränderung liegt.

Jetzt kann es also an den Aufbau des Hauses gehen.

Die oben gestellte Frage ist nach wie vor aktuell. Aufgrund Eurer Antworten habe ich mich dazu entschlossen, den Tipp mit den seitlich angebrachten Brettern zu befolgen und dadurch den Boden auszugleichen. Dafür schonmal vielen Dank.

Im weiteren Verlauf sind aber noch 2 Fragen aufgetaucht, die ich immer wieder lese, die aber selten hinreichend beantwortet wurden.

Zum einen ist es die Frage, ob der Zwischenraum zwischen den Balken mit einer Schüttung aufgefüllt werden kann bzw. muss. Falls ja, sind die Einschubbretter denn ausreichend tragfähig, die zusätzliche Schüttung aufzunehmen, ohne dass es im Erdgeschoss wieder herauskommt?Oder verteilt sich das Gewicht der Estrichplatten, Bewohner, Möbel etc. auf die angeschrauten Latten und die Schüttung wird nach unten wenig belastet?

Die zweite Frage die sich mir stellt ist die Frage nach der Trittschalldämmung. Wenn ich die Trockenestrichplatten nun auf die Latten auflege, überträgt sich dann der Trittschall nicht auch auf die Holzbalken und damit auf den Rest des Hauses? Sollte man dann lieber Estrichplatten mit einer unteren Schicht aus Holzfaser, Mineralwolle oder Schaumkuststoff nehmen?

Auch jetzt nochmals vielen Dank fürs Antworten.
 
Wenn die Statik stimmt sind 4cm tiefer an einer Stelle manchmal Charakter und kein Fehler. Auch Möbel kann man ausgleichen.

Trittschall heißt entkoppeln. Wenn Du Pech hast und die Balken wunderbar übertragen bleibt es einfach laut.
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
Die Balkenzwischenräume würde ich lieber mit einer Steinwolle ausstopfen, die ist auch als Schalldämmung besser geeignet. Beim Fußbodenaufbau sind die wichtigsten Fragen: was gibt die Raumhöhe im oberen Geschoss her UND: was geben Traglast und Budget her.

Wenn alles nicht limitiert, kann man das volle Programm aus OSB Platten auf den Balken, dann Estrichdämmung und Heizestrich durchziehen und so einen hochwertigen , entkoppelten, 100% ebenen Unterbau realisieren.

Wenn das nicht geht, dann lieber die Trittschalldämmung zwischen OSB Platte und z.B. schwimmend verlegtem Laminat herstellen. Fliesen von durchhängenden und demnach beweglichen Holzbalkendecken ist so ein Thema für sich, keine Ahnung ob da mehrlagig ausgelegte Gewebearmierung schon zur Rissüberbrückung ausreicht
 
Der Traum vom Haus - Wie viel davon kann ich mir leisten?
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