Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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I

Isokrates

Was ich allerdings wirklich traurig finde, ist dass Neubaugrundstücke exklusiv an Bauträger verkauft wrrden. Das ist schwach. Ansonsten sehe ich wenig Möglichkeit politisch viel zu ändern.
Ja das erscheint traurig ist in vielen Fällen aber nachvollziehbar. Habe mich damit mal etwas (für Bayern) beschäftigt und es sind vor allem, gegenseitige Vorteilsnahme mal außen vor gelassen die es leider ja auch immer wieder mal gibt (siehe z. B. Regensburger Oberbürgermeister), zwei Punkte die dazu führen:

1. Überforderte Städteplanungsstellen
In großen Städten sind es oft hilflos unterbesetzte Abteilungen oder Tochterunternehmen der Kommune die für die Vergabe des Baulandes zuständig sind.
Diese müssten oft neben ihrer ordinären Tätigkeit dann noch zusätzlich ein neues Baugebiet komplett erschließen lassen, ein Vergabeverfahren planen und durchführen.
Daher wird oft der einfache Weg gegangen und das großzügige Angebot großer Bauträger in Anspruch genommen, die alles aus einer Hand anbieten und durchführen.

Ist hier übrigens nicht anders als bei vielen Gesetzgebungsverfahren, in denen die Lobbygruppen wegen Überlastung von Abgeordneten und Ministerien teils ganze Gesetzestexte diktieren.

2. Kleine Städte
Diesen fehlt oft die komplette Infrastruktur für die Abwicklung für die Vergabe von Bauplätzen. Diese verlagert meist vom Grundstückskauf bis zur Vergabe der einzelnen Parzelle alles auf einen Erschließungsträger aus.
Größere Städte haben meist zumindest so etwas wie eine Stadtbau GmbH die solche Aufgaben übernehmen könnte.
 
H

hampshire

Ist aber schon ein sehr eigenes Beispiel, viele gibt es davon nicht.
Mach nur die Sinnesorgane auf, von diesen Beispielen gibt es gibt es unzählige man muss sie ja nicht alle mögen.

FfF wird mit sehr viel Geld und Lobby gepusht, das Thema passt aber auch gut in den links grünen Zeitgeist
Wenn das wirklich so ist mit Lobby und Geld für FfF - zeigt eine Wirkung einer Bewegung, die dann Unterstützung bekommt.
Wenn das nicht ist mit Lobby und Geld für FfF - zeigt das, dass eine Gegenbewegung stattfindet.
Und wie entsteht so ein Zeitgeist? Doch nur durch Bewegung in der Gesellschaft. Diese steuert jeder, der sich engagiert und mit anderen zusammentut mit. Es ist natürlich nicht dieselbe Art von Selbstwirksamkeit, die man verspürt, wenn man in einem kleinen System einfach den Ton angibt.

Ich bin sehr politik interessiert, aber die Entwicklungen sind sehr Besorgnis erregend und ich ärgere mich dann zu viel.
Hilft auch nix, das ärgern. Bleibt noch die Frage nach der erfolgreichen Strategie.
 
B

Bertram100

@Bertram100 ich finde man kann sich auch vieles einfach schön reden, aber das ist keine Strategie die ich für sinnvoll befinde.
naja, ich schrieb ja auch dass sich (auch aus finanziellen Gründen) entscheiden müssen und zurückstecken nicht immer einfach ist. Aber sehrwohl langfristig nützlich. Im Grunde ist es schade dass du einen so oder ähnlichen Entwurf nicht sinnvoll findest. Etwas gleichartiges (nicht genau mein Entwurf, aber ähnlich doch) ist im Grunde das einzig was einem zusteht. Die Erde gibt nicht mehr her. Sie gibt sogar noch nicht einmal das her. Auch ich leben über meine Verhältnisse, versuche aber das so wenig wie möglich zu tun und meine Lebenszufriedenheit darin zu finden, dasjenige was ich in erreichbarer Nähe habe, wertzuschätzen. Und dieser Zug ist leider im Begriff auszusterben. Sieht man ja auch an deinem etwas simplistische Kommentar.
 
H

Hausbautraum20

@Bertram:
Ich wiederrum finde es super, wie du das handhabst.
Wir erledigen auch sehr viel mit dem Fahrrad.
Nur ist das in unser Stadt eher der Zeitgeist von vielen und wir kamen uns noch nie seltsam vor.
Wir sind nicht extrem "grün", aber 2 dicke Autos, jedes Jahr eine Fernreise und ständig neue Kleidung kämen bei uns allein aus Umweltgründen nicht in Frage.
Ganz so radikal wie du können wir das aber nicht leben. Wir brauchen unser Auto doch öfter mal und so ab und an mal eine Fernreise ist halt auch schön.

Ich find's trotzdem toll wie du lebst!
 
B

Bookstar

Ich finde das auch toll, denn umso mehr Leute so leben, umso besser für alle. Solange einem dann nicht vorgeworfen wird, dass man schmarotzt wenn man 3 mal im Jahr nach Thailand fliegt, Kreuzfahrten macht, gerne Steak isst und einen dicken Wagen fährt. Wenn jeder so leben darf wie er will und es sich leisten kann, ist doch alles gut. Ich kann nur diese jungen Gören von FfF nicht wirklich leiden
 
B

Bertram100

Ganz so radikal wie du können wir das aber nicht leben.
Ich gebrauche auch hin und wieder ein Auto und so. Das sollte alles gar nicht so radikal klingen. Ich finde nur dass beim Hausbau, zumindestens in diesem Forum viel zu wenig mal über den Tellerrand geguckt wird. Und ich wollte ein Beispiel geben dass man auch mit weniger Geld recht zufrieden leben kann. Und das im Grund aus Gerechtigskeitsgründen, Gründen der Ressourcen eigentlich der Normalfall sein sollte. In welcher Ausprägung auch immer.
 
Zuletzt aktualisiert 08.08.2022
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