Verständnisfrage zur Finanzierbarkeit

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Z

Zaba12

Hs


War ernst gemeint die Frage.
Dann hatte ich wohl irgendwo hier im Faden etwas falsch verstanden.
Dachte du suchst in der Umgebung von Ingolstadt und da ist Audi ja die mit Abstand größte und teils einzige Zugkraft weswegen ich mir hier eine über die Korrelation hinausgehende Kausalität hätte vorstellen können.

Bezüglich Erlangen stimme ich dir natürlich zu. Im Ballungsgebiet von Fürth, Erlangen, Nürnberg wird es so schnell keine Entspannung geben.
Arbeite ja momentan selbst in Nürnberg und bekomme beruflich zwangsläufig nebenbei vieles bezüglich der Immobilienwerte in diesem Gebiet mit.
Erlangen ist ja ein Thema für sich, man darf aber nicht vergessen das die bescheuerte Preise nicht nur für Erlangen, Nürnberg und Fürth aufgerufen werden, sondern auch für die Dörfer drum rum. Keinen Supermarkt und keine Öffis aber 20km um die genannten Städte 200-400€/qm und mehr verlangen. Total balabala.
 
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AleXSR700

War ernst gemeint die Frage.
Dann hatte ich wohl irgendwo hier im Faden etwas falsch verstanden.
Dachte du suchst in der Umgebung von Ingolstadt und da ist Audi ja die mit Abstand größte und teils einzige Zugkraft weswegen ich mir hier eine über die Korrelation hinausgehende Kausalität hätte vorstellen können.
Du hast da in der Tat nichts missverstanden, sondern ich musste es anfangs hier im Forum leider wage lassen, weil ich etwas in Klärung hatte bei dem der Gegenpart eventuell hier mitliest. Und Erlangen und Ingolstadt waren sich zu diesem Zeitpunkt sehr ähnlich und Erfahrungen von Bekannten ergaben das Gesamtbild.
Mittlerweile könnte es sich in Ingolstadt langsam ändern, jedoch zweifle ich daran. So schnell geht es meist nicht und ich habe diesbezüglich auch noch nichts von meinem Bekannten gehört.

Erlangen ist ja ein Thema für sich, man darf aber nicht vergessen das die bescheuerte Preise nicht nur für Erlangen, Nürnberg und Fürth aufgerufen werden, sondern auch für die Dörfer drum rum. Keinen Supermarkt und keine Öffis aber 20km um die genannten Städte 200-400€/qm und mehr verlangen. Total balabala.
Ich kann noch nichts konkretes berichten, aber in Erlangen bewegen wir uns nördlich von 1000€/qm.
Außerhalb ist mir aufgefallen, dass die Preise unglaublich schwanken. Teilweise sind leere Grundstücke teurer als bebaute. Und es kann alles aufgerufen werden von 400€/qm bis hin Richtung 800€/qm.

Ich würde gerne mal eine Käuferstatistik sehen, denn mich interessiert wirklich wo das Geld herkommt. Nehmen wir mal an, dass jeder Käufer höchste EG hätte. Also sagen wir mal großzügig 100.000€ brutto/Jahr. Als Paar sagen wir mal gemeinsam 150.000€/Jahr (man muss ja auch Kinder einplanen. Bleiben ca. 90.000€ netto im Jahr. Bei diesem Einkommen geht man von ca. 15.000€/Jahr Rückzahlung aus. Nehmen wir an zinsfrei, um mal die +-5000€/Jahr zu kompensieren. Dann wäre man bei 450.000€ in 30 Jahren. Ein Grundstück kostet 800.000€ aufwärts. Günstiges Haus dazu. Also jenseits von 1 Mio€. Und dafür bekommt man nicht mal Luxus (hier kosten Reihenendhäuser mit 500 qm 800.000€).
Dann braucht man Erbe von etwa 500.000€ oder zahlt 60-70 Jahre ab. Das ist doch pervers.

Kaufen also nur noch Menschen, die groß geerbt haben oder deren Eltern 50% des Hauspreises schenken?
Oder verzichten die Menschen auf einfach alles und zahlen dafür 3000€/Monat ab?

Also, ich wüsste einfach gerne wo das Geld herkommt. Scheinbar kaufen ja Menschen diese Häuser und Grundstücke.

Ich kenne bisher noch niemanden, der in Erlangen ein Haus gekauft hat (in den letzten paar Jahren), sondern nur Menschen, die das Haus der Großeltern geerbt haben. Deshalb fehlt mir die Möglichkeit mich hier privat schlau zu machen.
 
KingJulien

KingJulien

Wie kommst du auf 800k für ein Grundstück bei max. 800€/qm? Das man sich in Ballungsräumen keine Grundstücke 1000qm aufwärts leisten kann sollte klar sein. Das muss dann kleiner gehen.

Und wer bei 7.500€ im Monat netto nur 1.250€ tilgen kann, der hat seine Prioritäten eh ganz woanders.
 
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C

Crossy

Warum sollte man bei 90k jährlich denn nur 15k Kreditrate jährlich haben. Wer so viel für Konsum raushaut, baut wirklich besser nicht.
Das ist tatsächlich ungefähr unser Einkommen, aber die 15k entsprechen eher unserer Sondertilgung
 
A

AleXSR700

Wie kommst du auf 800k für ein Grundstück bei max. 800€/qm? Das man sich in Ballungsräumen keine Grundstücke 1000qm aufwärts leisten kann sollte klar sein. Das muss dann kleiner gehen.

Und wer bei 7.500€ im Monat netto nur 1.250€ tilgen kann, der hat seine Prioritäten eh ganz woanders.
800€/qm sind außerhalb der Stadt. In der Stadt sind wir jenseits der 1000€. Und an sich sollte man auch die Zinsen mit einrechnen.
Hatte ich 1250€ geschrieben? Tut mir leid, ich meinte 1500€/Monat. Das wären 18.000€ im Jahr, nicht 15.000€.
Diese Zahlen kamen jetzt als konservative Interpretation aus dem Forum, denn ich hatte mich anfangs auch gewundert, dass man bei ca. 6-8k€ netto mit nur einer festen Tilgung von 1500€/Monat rechnen sollte. Ich dachte auch, dass man eher das Doppelte planen kann, aber es schien hier der Konsens zu sein. Zumindest, wenn man Kinder möchte und noch sein Leben genießen. Damit ist nicht Saus und Braus gemeint, sondern Sommerurlaub mit den Kindern und ähnliches. Man sollte ja auch nicht Spitz auf Knopf leben, sondern auch ein paar Euro im Monat zur Seite legen können, falls man ein neues Auto braucht, die Heizung kaputt geht, die Kinder Studieren gehen etc. etc.

Ich möchte es übrigens auch nicht als "Jammern" oder "Beschwerde" oder als "Aufregung" (im Englischen "Rant") misverstanden wissen. Ich akzeptiere, dass es so ist und wenn ich Verkäufer wäre würde ich mich auch über diese Preise freuen. Ich wundere mich nur ganz ehrlich, wie dies möglich ist. Ich kenne so viele Kollegen, die so gut verdienen und trotzdem sagen, dass es zu teuer ist.

Deshab auch meine Frage mit den 3000€/Monat. Denn nur mit diesen kommt man nach 30 Jahren auf eine Millionen Euro. Egal, ob mit Zinsen, Erneuerungen, Reparaturen etc. 1 Mio€ auf 30 Jahre reichen würden.
3000€ im Monat finde ich schon sehr viel. Denn, wenn ein Partner die Arbeit aufgeben muss (ein Elternteil bleibt zu Hause oder vielleicht wird einer mal arbeitslos... aktuell ja nicht so unwahrscheinlich), dann fällt das Haushaltseinkommen schnell auf unter 10.000€ Brutto im Monat. Dann sind 3000€ Tilgung schon wieder sehr viel. So ein Haus will ja auch in Schuss gehalten werden. Stell dir mal vor beide sind in 67% Kurzarbeit und plötzlich verdient man "nur" noch bspw. 7500€ brutto. Und wir sprechen hier von Einkünften, von denen viele Menschen nur träumen können und jammern

Aus eurer Sicht, was sollte man denn dann ungefähr als Haushaltsbruttojahreseinkommen haben, um 3000€/Monat dauerhaft abbezahlen zu können, wenn man auf "normalem Fuß", also bspw. Campingurlaub mit den Kindern in den Schulferien, mal Skifahren mit den Kindern o.ä. noch machen können möchte? Würdet ihr weniger konservativ rechnen als hier im Forum üblich?

Zur Grundstücksgröße sollte ich vielleicht erklären:
Ich ganz persönlich und das ist wirklich nicht wertend gemeint, bevorzuge es zur Miete in der Stadt mit großer Wohnung und großem Gemenschaftsgarten zu leben (der Wald und eine Grünanlage sind die Straße hinunter), als mich dann bis an mein Berufsende für ein 600qm Grundstück 30 km entfernt zu verschulden. Wir sprechen dort mit Haus ja trotzdem von 700.000€ aufwärts bei 600qm (mit Haus). Und dafür benötigen wir plözlich zwei Autos und fahren jeder 45 min bis zur Arbeit (statt 15min mit dem Fahrrad oder 30min mit der Bahn; Tür zu Tür).
Das ist also Geschmackssache, aber kleines Grundstück zu hohem Preis in 800 Seelen Dorf wäre für mich der Miete untergeordnet. Wie gesagt, wertungsfrei und soll sich bitte niemand gekänkt fühlen.
 
O

Oetti

Ich denke das ist immer eine Typsache und sehr individuell und es kann daher aus meiner Sicht keine pauschale Aussage getroffen werden.

3.000 Euro monatlich für Zins und Tilgung klingt nach sehr viel, wenn man eben keine wie oben beschriebenen 10.000 Euro netto hat. Auf der anderen Seite klingen aber auch 1.200 Euro monatliche Belastung für jemanden, der 1.800 Euro netto hat nach sehr viel. Es ist einfach relativ.

Ich gehe davon aus, dass jeder der sich eine Immobilie leistet, über einen gewissen Puffer verfügt, um auch mal ein paar Monate Kurzarbeit oder im worst Case sogar Arbeitslosigkeit auszuhalten ohne dass Peter Zwegat kommt und sein Flipchart aufbaut.

Ich bezweifle bei deiner Aussage auch, dass jemand, der 3.000 Euro monatliche Rate wuppen kann seinen Campingurlaub im Zelt verbringt. Auch hier zeigt sich dann der Lebensstandard und man hat entweder ein eigenes Wohnmobil oder man mietet sich ein entsprechend gut ausgestattes Teil für den Urlaub und landet letztlich beim gleichen Preis wie bei einem Pauschalurlaub in einem schönen Hotel.
 

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